Vatikanische Museen in Rom, Italien

Blick von der Aussichtsplattform des Petersdoms auf den Gebäudekomplex der Vatikanischen Museen, Rom, Vatikan - © James Camel / franks-travelbox
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Die Vatikanischen Museen in Rom gehören zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Über Jahrhunderte trugen die Päpste Schätze aus aller Welt zusammen, die in den mit fantastischen Decken- und Wandmalereien geschmückten Räumen der Vatikanischen Paläste ausgestellt sind.

Die Vatikanischen Museen in Rom gehören zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Sie nehmen einen Großteil der Vatikanischen Paläste ein, in denen früher die Päpste residierten. Im Jahr 1506 begann Papst Julius II. mit der Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, die traditionsgemäß von den nachfolgenden Päpsten erweiterte wurde. Kunstwerke des Kirchenstaates wurden in die Vatikanischen Museen überstellt und kostbare Geschenke an den Papst aus allen Ecken und Enden der Welt des Christentums ergänzten die einzigartige Sammlung.

Das besondere an den Vatikanischen Museen sind nicht die beeindruckenden Ausstellungsstücke allein, sondern auch der kunstvolle Schmuck der Museumshallen selbst. Die fantastischen Wand- und Deckenmalereien im Vatikanischen Palast sind eine Sehenswürdigkeit für sich.

Die fantastischen Wand- und Deckenmalereien in den Vatikanischen Museen sind eine Sehenswürdigkeit für sich, Rom, Vatikan - © James Camel / franks-travelbox
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Highlights der vatikanischen Museen

Sixitinische Kapelle

Allen voran natürlich die berühmte Sixtinische Kapelle mit den fantastischen Deckengemälden von Michelangelo Buonarotti aus den Jahren 1508 bis 1512. Sie zeigen Darstellungen aus der Schöpfungsgeschichte, im Zentrum die weltbekannte und oft reproduzierte „Erschaffung Adams“, auf der Gott den ersten Menschen mit ausgestrecktem Finger zum Leben erweckt. Ihren Namen erhielt die Sixtinische Kapelle, da sie Ende des 15. Jahrhunderts unter Papst Sixtus IV. erbaut wurde.

Pinakothek

In der angrenzenden Pinakothek sind religiöse Gemälde vom Mittelalter bis heute ausgestellt. Auch „ausländischen” Kulturen wird im Ägyptischen und Etruskischen Museum die Ehre erwiesen. Einige Räume im Sala degli Animali sind der Sammlung beeindruckender Tierstatuen aus den kostbarsten Gesteinen gewidmet, auf mehreren Ebenen werden die Besucher von Raubkatzen, Vögeln, Pferden, Ziegen und Hunden in den verschiedensten Szenen begrüßt. Bemerkenswert sind zum Beispiel die Allegorie des Nils als liegender Mann mit dem Füllhorn in der Hand und dem Krokodil zu seinen Füßen oder die Erschaffung der Welt aus dem Mithraskult, in der der Lichtgott Mithras dem Urstier die Kehle durchschneidet.

Rotonda

In der Rotonda befindet sich unter anderem der berühmte Kopf der Zeus, von dem sich Johann Wolfgang von Goethe angeblich eine Kopie für sein Schlafzimmer anfertigen ließ, sowie die beeindruckende vergoldete Bronzestatue des Herakles mit dem Löwenfell über dem Arm.

Weitere Highlights

Die Galleria delle Carte Geografiche (Galerie der Landkarten) mit handgemalten Abbildungen der Länder des Mittelmeerraums ist ebenso beeindruckend wie die berühmten Stanzen des Raffael oder die abgedunkelte Galleria degli Arazzi (Galerie der Wandteppiche), in der jahrtausendealte meterhohe Wandbehänge mit unglaublicher Liebe zum Detail zu bewundern sind.

In den Vatikanischen Museen kann man vermutlich zwei Tage verbringen, möchte man alle Kunstschätze in ihrer Gesamtheit erfassen. Einen halben Tag sollte man für diesen fantastischen Rundgang in jedem Fall einrechnen. Um die Menschenschlange vor dem Eingang zu vermeiden ist die (teurere) Online-Buchung von Eintrittskarten möglich. Die Unmengen von Besuchern in den Gängen sind leider schwieriger zu entfliehen, am besten den Besuch der Vatikanischen Museen am Wochenende meiden, Freitag Vormittag ist beispielsweise zu empfehlen.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite der Vatikanischen Museen
Buchung von Online-Tickets