Markusplatz in Venedig, Italien

Der Markusplatz in Venedig bei Nacht, Italien - © gary718 / Shutterstock
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Der Markusplatz in der italienischen Stadt Venedig zählt zu den schönsten Plätzen Europas und hält die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt bereit.

Der Markusplatz („Piazza san Marco”) ist der berühmteste der italienischen Lagunenstadt Venedig („Venezia”). Der prachtvolle Platz ist 175m lang und gut 80m breit und die einzige Piazza Venedigs, da er früher als einziger Platz gepflastert war.

Bereits im 9. Jahrhundert wurde die einst kleine Freifläche vor der Markuskirche für Versammlungen, Verkündigungen und den berühmten Karneval von Venedig genutzt. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt der trapezförmige Markusplatz zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert.

BILDER: Markusplatz in Venedig

 

Um die einzigartige Atmosphäre des Markusplatzes zu spüren muss man kein einziges der Gebäude am Markusplatz zu betreten. Es reicht schon, inmitten von Tauben, Touristen, Musikern und Künstlern über das mit weißem Marmor verzierte Pflaster zu flanieren und den Flair Venedigs auf sich wirken zu lassen. Der Markuskirche und der Aussichtsplattform auf dem knapp 100m hohen Campanile sollte man jedoch unbedingt einen Besuch abstatten! Möchte man alle Sehenswürdigkeiten rund um den Markusplatz genauer betrachten, sollte man einen halben bis ganzen Tag einplanen.

Tipp: Der Markusplatz ist wohl der einzige Platz auf der Welt, an dem die Fütterung der Tauben gerne gesehen ist. Es wird sogar Futter verkauft, welches die Tauben den Besuchern direkt aus der Hand picken. Man kann sich vorstellen, welche Scharen an Tauben den Markusplatz bevölkern.

Sehenswertes am Markusplatz

Markuskirche

Am Markusplatz reiht sich eine venezianische Touristenattraktion an die nächste. Als erstes fällt der Blick auf den prachtvollen Campanile, den rostroten Glockenturm der Markuskirche und Wahrzeichen der Stadt. Mit knapp 100m ist er das höchste Gebäude Venedigs.

Der Uhrenturm mit seiner spektakulären astronomischen Uhr und dem geflügelten Markuslöwen am Markusplatz in Venedig, Italien - © C. Weinfurtner / Shutterstock
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Den Fuß des Campanile umgibt die prunkvoll verzierte Loggetta, ein ehemaliger Versammlungsort für die Adeligen der Stadt. Kunstvolle Reliefs, Skulpturen und Figuren stellen die Tugenden der Republik Venedig dar.

Torre dell’Orologio

Gegenüber dem Campanile thront der prachtvolle Uhrenturm, der Torre dell’Orologio. Die spektakuläre astronomische Uhr zeigt auf ihrem Ziffernblatt aus kostbarem Lapislazuli nicht nur die Zeit, sondern auch Sonnen- und Mondphasen, sowie die Tierkreiszeichen an.

Darüber wacht wieder der geflügeltes Markuslöwe und ganz auf der Spitze des Uhrenturms schlagen zwei Bronzefiguren zu jeder vollen Stunde eine Bronzeglocke an.

Durch sein Portal gelangt man auf dem kürzesten Weg vom Markusplatz zur Rialto-Brücke.

Museo Civico Correr

Ebenfalls auf dieser Seite, gegenüber der Markuskirche, befindet sich das Museo Civico Correr, in dem man sich über die Stadtgeschichte Venedigs informieren kann.

Kostüme, Statuen, Gemälde, Schmuck und Waffen lassen die Vergangenheit der Lagunenstadt wieder aufleben.

Biblioteca Marciana

Neben dem Campanile befindet sich das Gebäude der Biblioteca Marciana, eine der umfassendsten und bedeutendsten Bibliotheken Italiens. Neben einer Million Bücher bewahrt sie auch 24.000 Drucke aus dem 16. Jahrhundert und 13.000 griechische, lateinische und orientalische Handschriften.

Piazetta san Marco und Dogenpalast

Die Biblioteca Marciana verbindet den Markusplatz architektonisch mit der so genannten Piazetta san Marco, ein vom Markusplatz etwas abgetrennter Teil mit den beiden Säulen von Venedigs Stadtheiligen Markus, dargestellt als geflügelter Löwe, und Theodorus mit Speer und Lindwurm. Die Piazetta reicht bis zum Beginn des berühmten Canale Grande und führt am prachtvollen Dogenpalast vorbei, dem ehemaligen Sitz der Regierung und Justiz de Republik Venedig.

Am Ende der Piazetta San Marco liegt der Dogenpalast, der ehemaligen Sitz der Regierung und Justiz de Republik Venedig, Italien - © Federico Rostagno/Shutterstock
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Prokuratien

Der Rest des Markusplatzes wird von den Prokuratien umschlossen, in denen einst die Verwaltungsräumlichkeiten untergebracht waren.

Die Porta della Carta ist der eindrucksvolle Westeingang zum Dogenpalast am Markusplatz in Venedig, Italien - © eldeiv / Shutterstock
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Die alten Gebäude fielen im frühen 16. Jahrhundert einem Brand zum Opfer, bis ins 18. Jahrhundert waren sie, so wie sie heute zu sehen, wieder aufgebaut. Unter den zahlreichen Souvenir-Shops, Nobelläden und Lokalen im Erdgeschoß der Prokuratien findet sich das Café Florian aus dem Jahr 1683, das älteste Café Europas (mit übrigens äußerst modernen Preisen).

Porta della Carta

Zwischen dem Dogenpalast und der Markuskirche ragt die Porta della Carta als eindrucksvoller Westeingang zum Dogenpalast in die Höhe. Dahinter befindet sich die Scala die Giganti, auf der früher die Dogenkrönungen zelebriert wurden. Über dem Portal ist die Skulptur eines Dogen zu sehen, der vor Venedig kniet, dargestellt als geflügelter Markuslöwe.

Tipp: Wer länger in Venedig verweilt, sollte den Markusplatz unbedingt zu verschiedenen Tageszeiten besuchen. In der Früh wirkt der legendäre Platz wie ausgestorben, die wenigen Touristen verlieren sich regelrecht in der endlosen Weite. Je später es wird, desto belebter, um nicht zu sagen, hektischer wird der Platz, bevor er in der Abenddämmerung und in der Nacht mit unzähligen Straßenmusikanten und prachtvollen Lichtern eine romantisch angehauchte Stimmung verströmt.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Markusplatzes in Venedig (englisch)