Parthenon auf der Akropolis in Athen, Griechenland

Das Parthenon im Zentrum der Tempelanlage ist der monumentale und säulenbewährte  Haupttempel der Akropolis, Athen, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Der prachtvolle Parthenon ist der zentrale Tempel der Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen und eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Einige Originalteile wurden entfernt und sind heute im Akropolis-Museum zu besichtigen.

Der Parthenon ist der Haupttempel der Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen und befindet sich seit fast 2.500 Jahren im Zentrum der prachtvollen Tempelanlage. Der säulenbewährte Tempel zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Gemeinsam mit dem Gesamtkomplex der Akropolis ist er Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Geschichte des Parthenon

Der Parthenon ist der Pallas Athena Parthenos, der griechischen Göttin der Weisheit und Stadtgöttin Athens, geweiht. Der heutige Tempel wurde nach 15 Jahren Bauzeit im Jahr 432 vor Christus nach dem letzten Perserkrieg fertiggestellt. Zuvor stand dort ebenfalls ein Athene-Tempel, der so genannte Vor-Parthenon, der jedoch 480 vor Christus unter dem Perserkönig Xerxes I. gemeinsam mit unzähligen anderen Bauten auf der Akropolis und in ganz Athen in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Trümmer, der so genannte „Perserschutt” wurden verwendet, um den zentralen Platz vor dem Parthenon aufzuschütten und die Nordmauer des Burgberges zu stabilisieren. Der heutige Parthenon wurde etwas versetzt errichtet, damit er sofort mit seiner gesamten Pracht ins Auge fällt, sobald man den Tempelberg der Akropolis durch die Propyläen betritt.

Der Parthenon auf der Akropolis ist der Pallas Athena Parthenos, der griechischen Göttin der Weisheit geweiht, im Hintergrund Athen, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Haupttempel der Akropolis

Der Parthenon wurde im dorischen Stil erbaut und gilt als Inbegriff der Akropolis. Seine Größe von 70 mal 30 Metern soll die Macht Athens über die besiegten Perser unterstreichen. Das Verhältnis 9:4 taucht in seiner Architektur immer wieder auf und zeugt von der meisterlichen Baukunst der alten Griechen. Der Tempel besteht aus kostbarem weißen Marmor aus dem Penteli-Gebirge und ist rundherum mit 50 Säulen umgeben, die ein 12m hohes Standbild der Athene schützten. Das Meisterwerk wurde vom genialen Bildhauer Phidias aus Gold und Elfenbein geschaffen und verschwand im 5. Jahrhundert spurlos.

Die Fassade und Innenräume des Parthenons waren über und über mit prachtvollen Verzierungen geschmückt und rund um den Tempel verlief ein 160m langes und 1m hohes Giebelfries, in dem zahlreiche mythologische Szenen abgebildet waren. Die so genannten Metopen zeigten auf dunkelblauem Hintergrund den Festzug, der jährlich zu Ehren der Athene abgehalten wurde, die Schlachten der Lyther gegen die Zentauren und den Kampf der Götter und Helden gegen die Giganten. Die originalen Marmorplatten sind heute im Akropolis-Museum zu bestaunen.

Detailansicht des Parthenon, dem Haupttempel der Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Der Parthenon war in der Antike Stätte zahlreicher Veranstaltungen und Huldigungen. An den jährlichen Panathenischen Festspieltagen, die alle vier Jahre als Große Panathenische Festspiele abgehalten wurden, war der Parthenon Ziel eines Festzuges, der quer durch ganz Athen führte. Auf seinem Vorplatz fanden Opferhandlungen statt, denen halb Athen beiwohnte und der Göttin Athene wurde feierlich ihr neues Gewand übergeben. Dieser berühmte Umzug ist übrigens am Giebelfries des Parthenon abgebildet, von dem Teile im Akropolis-Museum am Fuß der Akropolis und im British Museum in London zu sehen sind.

Das Parthenon im Lauf der Zeit

Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Parthenon mehrmals zweckentfremdet. Im 6. Jahrhundert fungierte er als christliche Kirche der Jungfrau Maria als Bischofskirche von Athen und im Jahr 1456 wurde es unter den Osmanen gar zur Moschee mit angebautem Minarett. Im Jahr 1687 während der Belagerung durch die Venezianer diente das Parthenon als Munitionslager. Der prachtvolle Tempel litt schon genug unter dem rücksichtslosen Beschuss der Belagerer und schließlich flog auch noch das Munitionslager in die Luft, wodurch große Teile des Parthenons in sich zusammen fielen. Die Spuren der gewaltigen Explosion sind heute noch zu erkennen. Was an Baudekoration gerettet werden konnte, wurde im Jahr 1801 durch den britischen Botschafter Lord Elgin nach London verschleppt. Diesem Raub vielen viele Skulpturen und große Stücke des Giebelfrieses zum Opfer. Noch heute sind sie im British Museum in London zu sehen.

Weiterführende Links:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Akropolis in Athen (englisch)