Römische Agora in Athen, Griechenland

Die Römische Agora in Athen wurde unter Kaiser Augustus angelegt und war einst der belebte Marktplatz der Stadt, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Die Römische Agora in Athen wurde unter Kaiser Augustus angelegt und war einst der belebte Marktplatz der Stadt. Das Eingangstor und der Turm der Winde sind heute noch erstaunlich gut erhalten.

Die Römische Agora in Athen wurde im 1. Jahrhundert von den Römern als Marktplatz angelegt, nachdem die nahe gelegen Antike Agora zu klein geworden war. Sie wurde unter Kaiser Augustus errichtet und unter Kaiser Hadrian noch erweitert. Zwischen den marmornen Säulen flanierten einst die Athener Bürger, gingen einkaufen und unterhielten sich über die Neuigkeiten des Tages. Ähnlich wie auf der Antiken Agora fanden hier auch Volksversammlungen und politische Entscheidungen im alten Griechenland statt.

Tor der Athena Archegetes

Der Übergang von der Antiken Agora zur Römischen Agora erfolgte durch das einst prachtvolle Tor der Athena Archegetes. Es wurde Kaiser Augustus einst von Julius Caesar gespendet. Seine vier dorischen Säulen und Teile des Giebelfrieses aus pentelischem Marmor sind heute noch zu sehen. In der Mitte war Platz für Pferde und Wagen, an der Seite gingen die Fußgeher ein und aus. Ebenfalls heute noch deutlich sichtbar sind die Überreste der ionischen Säulen rund um das 112 mal 96m große Gelände. Sie trugen die zahlreichen Hallen der Läden und Geschäfte, die den römischen Marktplatz einst umgaben.

Der Eingang zur Römischen Agora in Athen erfolgte durch das prachtvolle Tor der Athena Archegetes, dessen Überreste heute noch zu sehen sind, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Turm der Winde

Am hinteren Ende der Römischen Agora thront der monumentale Turm der Winde als eines der beiden bedeutendsten Bauwerke auf dem ehemaligen Marktplatz. Er gilt als eines der besterhaltenen Bauwerke Athens. Der 13m hohe Turm aus pentelischem Marmor stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und wurde von Andronikos von Kyrrhos aus Makedonien erbaut. Der multifunktionale Bau diente einst als Uhr, Wetterwarte und möglicherweise auch als Sternwarte.

Der 13m hohe Turm der Winde auf der Römischen Agora in Athen, Griechenland, diente einst als Uhr und Wetterwarte - © James Camel / franks-travelbox
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Im Dach war eine Wetterfahne installiert und die einzelnen Seiten des achteckigen Turms waren den acht Windrichtungen gewidmet, die mit Reliefs an der Fassade als Götter abgebildet sind. Unter den Gottheiten dienten mehrere Strahlen als Sonnenuhr und in seinem Inneren verbarg sich eine komplizierte Wasseruhr, damit auch in der Nacht und bei Schlechtwetter die Uhrzeit abgelesen werden konnte.

Gleich neben dem Turm der Winde lag die Gemeinschaftslatrine des Markplatzes mit einst 60 Sitzplätzen, von denen zwei rekonstruiert wurden.

Fethije-Moschee

Ebenfalls auffällig, jedoch unbedeutend für die Römische Agora ist die Fethije-Moschee an der Nordseite des ehemaligen Marktplatzes. Sie wurde vermutlich im 15. Jahrhundert auf den Überresten einer christlichen byzantinischen Basilika aus dem 8. oder 9. Jahrhundert errichtet.

Die Fethije-Moschee aus dem 17. Jahrhundert grenzt heute an das antike Gelände der Römischen Agora in Athen an, Griechenland - © James Camel / franks-travelbox
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Tipp: Die Römische Agora ist im Kombiticket von Athen enthalten, welches zum ermäßigten Preis vier Tage lang für das Akropolis Museum, die Akropolis, die Antike Agora und ihr Museum, Kerameikos, das Dionysos-Theater, den Zeus-Tempel und die Römische Agora gilt und bei jeder dieser Sehenswürdigkeiten erhältlich ist.