Gendarmenmarkt in Berlin, Deutschland

Der Gendarmenmarkt im Zentrum von Berlin gehört mit dem herrlichen Ensemble von Konzerthaus, Deutschem Dom und Französischem Dom zu den schönsten Plätzen Deutschlands - © Marten_House / Shutterstock
© Marten_House / Shutterstock

Der Gendarmenmarkt im Zentrum von Berlin gehört mit dem herrlichen Ensemble von Konzerthaus, Deutschem Dom und Französischem Dom zu den schönsten Plätzen Deutschlands und darf von keinem Berlin-Besucher versäumt werden.

Der majestätische Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte wird oft als schönster Platz Berlins bezeichnet. Für manche Berliner ist er ebenso der prächtigste Platz in ganz Deutschland, wenn nicht sogar in ganz Europa. Betrachtet man seine prachtvolle Bebauung, die perfekte Symmetrie des Konzerthauses das vom Deutschen und Französischen Dom flankiert wird, kann man diesem Titel nur beipflichten.

BILDER: Gendarmenmarkt in Berlin

Bewaffnete Menschen und falsche Dome: Geschichte des Gendarmenmarktes

Die Ursprünge des damals noch streng barock-symmetrischen Platzes gehen auf König Friedrich I. zurück, der den heutigen Gendarmenmarkt 1688 in der Friedrichstadt anlegen ließ. Damals wohnten hier hauptsächlich Hugenotten (französische Protestanten), die gemeinsam mit dem hier ansässigen Garde-Regiment auch für den letztendlichen Namen des Gendarmenmarktes verantwortlich waren. Dieser ging nämlich aus dem französischen Begriff „gens d’armes“ hervor, wörtlich schlicht und einfach „bewaffnete Menschen“.

1705 entstanden auf dem Gendarmenmarkt zwei einfache Kirchen, die lutherische Deutsche und die französisch-reformierte Französische Kirche. An diese beiden wurden in den 1780er-Jahren die beiden äußerst repräsentativen aber völlig funktionslosen Kuppelbauten angebaut. 1773 entstand zwischen den beiden Kirchen mit einem kleinen Komödientheater der Vorläufer des heutigen Konzerthauses.

Das prächtige Konzerthaus am Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte gehört zu den klassizistischen Glanzstücken von Berlin, Deutschland - © Cameris / Shutterstock
© Cameris / Shutterstock

Konzerthaus

Das ehemalige Schauspielhaus wurde nach heftigen Schäden im Zweiten Weltkrieg in den 1980er-Jahren originalgetreu wieder aufgebaut. Seitdem erstrahlt Karl Friedrich Schinkels Meisterwerk des preußischen Klassizismus unter dem Namen „Konzerthaus“ in alter Pracht und ist jedes Jahr Schauplatz für rund 550 Aufführungen.

Um seinem Ziel gerecht zu werden, Musik in überraschender und ungewohnter Manier unter das Volk zu bringen, bietet das Konzerthaus neben Sinfoniekonzerten und Kammermusik auch diverse Abo-Reihen an, von bedeutenden klassischen Werken über den Komponisten-Marathon bis zum musikalischen Länderfestival.

Seit 1988 thront auf dem Berliner Gendarmenmarkt vor dem Konzerthaus wieder die Statue von Friedrich Schiller, die 1935 von den Nazis entfernt wurde, Deutschland - © Anilah / Shutterstock
© Anilah / Shutterstock

Schiller-Denkmal

Seit 1988 thront auf dem Gendarmenmarkt vor dem Konzerthaus auch wieder die Statue von Friedrich Schiller, die 1935 von den Nazis entfernt wurde. Zu Füßen des lorbeerbekranzten jungen Dichters sitzen vier weibliche Gestalten, die Tragödie, Philosophie, Geschichte und lyrische Dichtkunst verkörpern.

Deutscher und Französischer Dom

Steht man vor der ausladenden Freitreppe des Konzerthauses ragt auf der linken Seite der Deutsche Dom und auf der rechten Seite der Französische Dom in den Berliner Himmel. Die irreführende Bezeichnung „Dom“ bezieht sich hier allerdings nicht auf einen Sakralbau, sondern auf die Kuppeltürme („dôme“ ist französisch für „Kuppel“). Weder der Deutsche, noch der Französische Dom hatten jemals eine Funktion als Gotteshaus und fungieren heute als Museum.

Der Französische Dom am Berliner Gendarmenmarkt entstand, wie auch der Deutsche Dom, von 1780 bis 1785 nach Plänen des deutschen Architekten Carl von Gontard, Deutschland - © Madrugada Verde / Shutterstock
© Madrugada Verde / Shutterstock

Die beiden imposanten Bauten entstanden von 1780 bis 1785 nach Plänen des deutschen Architekten Carl von Gontard, der auch das Brandenburger Tor in Potsdam entworfen hatte. Mit dem Bau der beiden Kuppeltürme war das harmonische Bild des Gendarmenmarktes, wie er heute gekannt und geliebt wird, fertiggestellt. Der Kuppelturm des Französischen Turms kann übrigens bestiegen werden und bietet von seiner 40m hohen Aussichtsplattform einen herrlichen Rundblick über den Gendarmenmarkt und seine Umgebung.

Beliebtes Touristenziel und stimmungsvoller Weihnachtsmarkt

Der berühmte Platz wird von zahlreichen Hotels, Restaurants und Shops gesäumt und ist damit nicht nur unausweichliches Touristenziel, sondern wird auch häufig von den Berlinern frequentiert. Besonders prächtig zeigt sich der Gendarmenmarkt beim jährlichen Fest der Lichter, wenn die majestätischen Bauten in vielfarbigem Glanz erstrahlen.

Besonders prächtig zeigt sich der Gendarmenmarkt beim jährlichen Fest der Lichter in Berlin, wenn die majestätischen Bauten in vielfarbigem Glanz erstrahlen, Deutschland - © Jule_Berlin / Shutterstock
© Jule_Berlin / Shutterstock

Auch im Winter ist hier einiges los, wenn in der Adventszeit auf dem Gendarmenmarkt einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Berlins die Vorfreude auf das bevorstehende Fest der Liebe schürt.

Weiterführende Links:

Infos zum Fest der Lichter in Berlin
Infos zum Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin