Französischer Dom in Berlin, Deutschland

Der Französische Dom komplettiert das herrliche Architektur-Ensemble auf dem Gendarmenmarkt im Berliner Bezirk Mitte, Deutschland   - © Matthew Dixon / Shutterstock
© Matthew Dixon / Shutterstock

Der Französische Dom komplettiert das herrliche Architektur-Ensemble auf dem Gendarmenmarkt und hat mit standesamtlichen Hochzeiten, Hugenottenmuseum und Aussichtsplattform mehr als nur architektonische Schönheit zu bieten.

Der majestätische Französische Dom erhebt sich an der Nordseite des berühmten Gendarmenmarktes im Zentrum von Berlin. Gemeinsam mit dem Konzerthaus und seinem Pendant, dem Deutschen Dom bildet er ein Ensemble vollkommener architektonischer Harmonie, aufgrund derer der Gendarmenmarkt zu den schönsten Plätzen Deutschlands zählt.

Die Bezeichnung des Französischen Doms ist irreführend, denn bei dem monumentalen Kuppelbau handelt es sich nicht um ein Gotteshaus. Sein Name ist dank seiner prächtigen Tambourkuppel auf das französische Wort für „Kuppel“ („dôme“) zurückzuführen. An seinem Platz stand jedoch tatsächlich einst eine Kirche.

Errichtung des Französischen Doms

Nachdem der Gendarmenmarkt im 17. Jahrhundert hauptsächlich von aus Frankreich nach Berlin geflohenen protestantischen Hugenotten bewohnt wurde, wurde bald der Ruf nach einer eigenen Kirche laut. Und so entstand 1705 die Französische Kirche der französisch-reformierten Glaubensgemeinschaft, gemeinsam mit einer lutherischen Kirche, aus der später der Deutsche Dom hervorging.

Der heutige rund 70 Meter hohe Kuppelturm des Französischen Doms am Gendarmenmarkt in Berlin wurde nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu wiederaufgebaut, Deutschland - © Kiev.Victor / Shutterstock
© Kiev.Victor / Shutterstock

Im Rahmen der Aufwertung des Gendarmenmarktes wurde der Französische Dom in seiner heutigen Pracht von 1780 bis 1785 nach Plänen des Architekten Carl von Gontard errichtet, der auch das Brandenburger Tor in Potsdam geplant hatte.

Der heutige rund 70 Meter hohe Kuppelturm sieht zwar genau so aus wie jener aus dem späten 18. Jahrhundert, wurde jedoch erst knapp 200 Jahre später erbaut. Denn nach starken Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde der Französische Dom ab 1977 vollständig restauriert und originalgetreu wiederhergestellt. Im Zuge der Restaurierung erhielt der majestätische Turm auch ein Glockenspiel aus 60 Glocken.

Hochzeiten und Hugenotten-Museum im Französischen Dom

Wie auch der Deutsche Dom wird der Französische Dom heute als Museum genutzt und zeigt bei geringem Eintrittspreise eine Ausstellung über das Leben der Hugenotten in Berlin. Bei Voranmeldung sind auch Führungen möglich. Seit Jänner 2015 kann inmitten der prunkvollen Kulisse des Französischen Doms standesamtlich geheiratet werden.

Von seiner Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe bietet sich ein herrlicher Blick über den Gendarmenmarkt, auf den Deutschen Dom, das Konzerthaus und die Umgebung in Berlin Mitte. Diese kann ebenfalls für einen geringen Eintrittspreis über eine Treppe erklommen werden.

Weiterführende Links:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ins Hugenottenmuseum im Französischen Dom in Berlin