Shark Bay in Western Australia, Australien

Die Shark Bay mit ihren riesigen Seegras-Flächen ist ein idealer Lebensraum für Delfine, Seekühe, Meeresschildkröten, Rochen, Wale und jede Menge an Fischen und Krebsen, Australien - © swissdoc / Fotolia
© swissdoc / Fotolia

Die Shark Bay liegt im äußersten Westen Australiens. Die Bucht, in der der erste Europäer den australischen Kontinent betrat, ist heute vor allem für ihre zutraulichen Delfine bekannt und bietet vielen bedrohten Tierarten einen geschützten Lebensraum.

Die Shark Bay liegt am westlichsten Punkt Australiens im Bundesstaat Western Australia, stellt man sich den Kontinent als Hundekopf vor, liegt sie direkt unter seiner Nase. Seit 1991 zählt sie zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Entgegen ihrem Namen „Haifischbucht” ist die interessant geformte Bucht auf einer Fläche von 10.000km² vor allem für ihre zutraulichen Delfine bekannt. Die possierlichen Tiere sind an die Anwesenheit von Besuchern gewöhnt und kommen ganz nahe an die Menschen heran. Das einzigartige Erlebnis, im seichten Wasser von Delfinen angestupst zu werden, kann hier Wirklichkeit werden. Hin und wieder pflügen zwar auch kleine Riffhaie durch das Wasser, das Revier gehört jedoch eindeutig Flipper. Vor allem in Monkey Mia, dem Zentrum des Delfintourismus, kommen die Delfine – unterstützt durch Fütterungen – immer wieder ganz nahe ans Ufer.

Der Shell Beach ist deshalb so strahlend weiß, weil er über und über mit den schneeweißen Schalen der Herzmuscheln bedeckt ist. Durch den UNESCO-Schutz dürfen sie nicht entfernt werden und bleiben daher in ihrer glänzenden Pracht erhalten. Den perfekten Ausblick bietet der Aussichtspunkt Eagle-Bluff und in der kleinen Stadt Denham kann man sich von den fantastischen Eindrücken erholen.

Fantastische Tierwelt der Shark Bay

Doch nicht nur Delfine tummeln sich hier. Die Shark Bay mit ihren riesigen Seegras-Flächen ist idealer Lebensraum für Seekühe (an die 10.000 „Dugongs” leben hier), Meeresschildkröten, Rochen, Wale und jede Menge an Fischen und Krebsen. Das umliegende Buschland beherbergt zahlreiche bedrohte Säugetier-, Vogel- und Reptilienarten. Die roten Sanddünen des Francois Peron Nationalpark an der Spitze der nördlichen Halbinsel können mit einem Allradfahrzeug erkundet werden.
Die wüste südliche Halbinsel hingegen ist von einem Salzwerk beherrscht und nur mit Sondergenehmigung zugänglich.

Für Naturforscher ist vor allem eine zoologische Sensation im Hamelin Pool Marine Nature Reserve im Süden der nordöstlichen Halbinsel interessant. Hier haben Mikroben im seichten Wasser so genannten Stromatolithen gebildet. Die wie Stein anmutenden Formationen im Wasser sind eigentlich Tierchen, die zu den ältesten bekannten Lebensformen der Erde zählen und einen großen Wert für die Erforschung der Evolution darstellen.

Landeplatz der ersten Europäer

Den Süden kann man jedoch auf der Dirk Hartog-Insel erforschen. Diese Insel hat auch geschichtliche Bedeutung: Im Oktober 1616 betrat hier der erste Europäer, der niederländische Kapitän Dirk Hartog mit seinem Segelschiff „Eendracht”, offiziell den australischen Kontinent. Auch heute kann man die Bucht mit der „Eendracht” erkunden, diese ist mittlerweile ein moderner Katamaran.

Die grandiosen Sonnenuntergänge, unvergessliche Schwimmausflüge mit den Delfinen und das atemberaubenden Panorama machen die Shark Bay zu einem Muss für jede Australienreise.