Zwölf Apostel an der Great Ocean Road, Australien

Die Zwölf Apostel sind mittlerweile nur noch 8 riesenhafte Kalksteinsäulen im Bundesstaat Victoria und nach dem Uluru sind sie die meist fotografierte Touristenattraktion Australiens - © ezk / franks-travelbox
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Die Zwölf Apostel sind mittlerweile nur noch 8 riesenhafte Kalksteinsäulen vor der australischen Südküste im Bundesstaat Victoria. Nach dem Uluru sind sie die meist fotografierte Touristenattraktion Australiens.

Die Zwölf Apostel Australiens haben in keinster Weise etwas mit der Bibel zu tun. Es handelt sich bei den „Twelve Apostles” um gigantische Felsformationen an der australischen Südküste im Bundesstaat Victoria, zwischen Port Campbell und Princetown in den Gewässern des Port Campbell Nationalparks gelegen.

BILDER: Great Ocean Road

 

Erosion, Wind und Wellen haben im Lauf der Jahrmillionen aus den Höhlen in der Küstenlandschaft Bögen und aus den Bögen die heutigen bis zu 60 Meter hohen Kalksteinpfeiler geformt. Ihre prominente Lage an der schönsten Panoramastraße Australiens, der Great Ocean Road, trug ebenfalls dazu bei, die Zwölf Apostel zur nach dem Uluru meist fotografierten Sehenswürdigkeit Australiens zu machen.

Ursprünglich trugen die eindrucksvollen Kalksteintürme den Namen „The Sow and Piglets” („Die Sau und Ferkel”). Mit zunehmender Berühmtheit als Touristen-Attraktion wurde es Zeit, einen ästhetischeren Namen zu wählen – warum man sich für die nur neun Felsen den Namen „Zwölf Apostel” ausdachte, sei dahingestellt.

Erosion, Wind und Wellen haben aus den Höhlen Bögen und aus den Bögen die heutigen bis zu 60 Meter hohen Kalksteinpfeiler geformt, Zwölf Apostel, Australien - © ezk / franks-travelbox
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Mittlerweile gibt es nur noch 8 Steingebirge, der neunte stürzte im Juli 2005 unter den Augen der Besucher unter lautem Getöse in sich zusammen. Die Wellen hatten über den Stein gesiegt.

Auch 2009 wurde ein Felseinsturz von der Great Ocean Raod berichtet, dabei handelte es sich allerdings um eine Säule aus der benachbarten Steinformation „The three Sisters”. Nichtsdestotrotz wird deutlich, dass diese eindrucksvolle Sehenswürdigkeit nicht in alle Ewigkeit zu bestaunen ist.

Schwimmend kann man sich den Zwölf Aposteln leider nicht nähern. Die starke Brandung ist viel zu gefährlich und nicht umsonst heißt dieser Abschnitt der Südküste „Shipwreck Coast”. Bereits an die 100 Schiffe zerschellten hier an den steinernen Felswänden.

Wegweiser zu den "Zwölf Aposteln", Victoria, Australien - © ezk / franks-travelbox
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Infozentrum: Direkt am Parkplatz vor den Zwölf Aposteln gibt es eine kleine Touristeninformation, die neben Informationsbroschüren auch Getränke und Snacks (allerdings zu ziemlich überteuerten Preisen) zur Verfügung stellt. Von dort aus führen Holzstege zu den Aussichtspunkten, von denen aus man vor allem bei Sonnenauf- oder -untergang fantastische Fotos von den beeindruckenden Pfeilern schießen kann.

Aus der Luft: Wer etwas tiefer in die Tasche greifen möchte, kann auch einen Helikopterflug über die Zwölf Apostel buchen. Der Vorteil dieser Variante ist, dass man aus der Luft auch auf die umliegenden Felsformationen einen atemberaubenden Blick erhaschen kann, wie zum Beispiel den „London Arch”, die „Gibson Steps”, „The Grotto” oder „The Razorbeck”. Erst aus der Vogelperspektive sieht man die spektakulären wellen- und trichterförmigen Einbuchtungen der Küste, als ob sich das Meer regelrecht ins Land gefressen hätte.