Cenote (Unterwasserhöhle) Ik-Kil, Mexiko

Die Cenote Ik-Kil liegt auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko etwa 3km von Chichén Itzá entfernt; das kreisrunde Loch im Boden hat eine Tiefe von 17 Metern - © Jessy / franks-travelbox
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Ik-Kil ist eine der bekanntesten Cenoten in Mexiko. Unter der spektakulären Kulisse von knapp 20m hohen Steilwänden nehmen jeden Tag an die hundert Besucher ein erfrischendes Bad.

Die bekannte Cenote Ik-Kil liegt auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko etwa 3km von Chichén Itzá entfernt und gehört zum Dos Ojos genannten Unterwasserhöhlen-System. Das kreisrunde Loch im Boden hat eine Tiefe von 17 Metern, unter dem Wasserspiegel geht es noch einmal 46 Meter in die Tiefe. Jeden Tag planschen hunderte Menschen unter der atemberaubenden Kulisse des natürlichen Pools.

Tipp: Ein Bad im Ik-Kil sollte noch vor 13 Uhr erfolgen, dann entgeht man dem starken Besucherandrang der organisierten Touren am Nachmittag noch am ehesten.

Was sind Cenoten?

Die mexikanischen „Cenoten” sind Kalksteinlöcher im Boden, die durch den Einsturz von Höhlen entstanden sind. Im Gegensatz zu den aus europäischen Gebirgen bekannten Dolinen sind sie jedoch mit Süßwasser gefüllt und ließen unglaubliche Unterwasserwelten entstehen. Die Cenoten Mexikos sind wahrscheinlich das größte zusammenhänge Unterwasserhöhlen-System der Erde. Allein in Quintana Roo beträgt die Gesamtlänge der erforschten Höhlen an die 1.000 Kilometer.

Die meisten Cenoten in Mexiko befinden sich wie die Cenote Ik-Kil im Bundesstaat Quintana Roo, dies sind etwa 900 an der Zahl. Auch auf der Halbinsel Yucatan und über der mexikanischen Grenze in Belize finden sich einige dieser überlebenswichtigen Wasserlöcher. Wo für andere Kulturen Nil, Euphrat oder Ganges die lebenswichtige Trinkwasserversorgung sicherten, so lebten die Maya nämlich vom Wasser der Cenoten, die daher auch „Großer Strom der Maya” genannt werden.

Doch nicht nur das – die Maya sahen in den Cenoten auch mystische Eingänge zur Unterwelt und nutzten die scheinbar bodenlosen Löcher im Boden als Opferstätten. So geben die Cenoten auch Aufschluss über die Kultur der Maya, aus denen bereits Gegenstände und Knochen – auch von Menschen – zu Tage gefördert wurden. Vor allem Jungfrauen wurden in den Cenoten geopfert, da sie ein Symbol für Frühling, Regen und neues Leben waren.

Im Gegensatz zu den Mayas, die dies nie gewagt hätten, werden die Cenoten heute als spektakuläre Natur-Pools verwendet.

Ein Bad im Ik-Kil

Das Wasser im Ik-Kil hat angenehme 22 Grad und eine Schwimmrunde unter den knapp 20m hoch aufstrebenden Steilwänden ist sicherlich ein unvergessliches Erlebnis. Man kann von einer Plattform auf etwa 4m Höhe ins kühle Nass springen, oder sich langsam ins Wasser wagen. Wichtig ist nur, vorher zu duschen, damit das Wasser in den Cenoten nicht durch Sonnencreme oder ähnliches verunreinigt wird. An den herabhängenden Lianen darf man übrigens keinesfalls hinaufklettern, auch wenn es noch so verlockend erscheint.

Tipp: Wer seine Badesachen vergessen hat – keine Panik. Vor Ort kann alles Nötige gekauft werden.

Red Bull Cliff Diving

In den Jahren 2010 und 2011 fand an der Cenote Ik-Kil das Red Bull Cliff Diving statt. Eine steinerne Tafel mit den berühmten roten Stieren erinnert noch heute daran.

In den Jahren 2010 und 2011 fand an der Cenote Ik-Kul das Red Bull Cliff Diving statt, Mexiko - © Jessy / franks-travelbox
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