Klöster am Vulkan Popocatepetl, Mexiko

Der aktive schneebedeckte Vulkan Popocatepetl, Mexiko - © Marco Regalia / Shutterstock
© Marco Regalia / Shutterstock

Die Klöster im Umkreis von 60km um den Vulkan Popocatepetl zählen seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie wurden in regelmäßigen Abständen erbaut, um die indigene Bevölkerung nach ihrer Eroberung zum Christentum zu bekehren.

Der Vulkan Popocatepetl („stark rauchender Berg”) liegt in Zentralmexiko im Bundesstaat Estado de México. Er ist mit knapp 5.500 Meter der höchste Vulkan Nordamerikas und zweithöchster Berg Mexikos und schickt in regelmäßigen Abständen Asche und Gas mehrer Kilometer weit in die Atmosphäre. Die vielen Missonars-Klöster in seinem Umkreis sind eine beliebte Sehenswürdigkeit in Mexiko. Seit 1994 zählen 14 der Klöster mit den Missionsstationen am Fuße des Popocatepetl aufgrund ihrer beispielhaften Architektur der frühen Missionare zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Diese wurden erbaut in folgenden Ortschaften erbaut: Atlatlauhcan, Cuernavaca, Hueyapan, Ocuituco, Tepoztlan, Tetela del Volcán, Tlayacapan, Totolapan, Yautepec, Yecapixtla, Zacualpan de Amilpas (Bundesstaat Morelos), Calpan, Huejotzingo und Tochimilco (Bundesstaat Puebla) .

Darüber hinaus sind die zum Beispiel die Franziskaner-Klöster Atlixco und Huaquechula in Puebla zwar nicht UNESCO-Weltkulturerbe, aber von ihrer Bedeutung her sicher gleichberechtigt mit den prämierten Klöstern.

Die Klöster am Popocatepetl wurden im 16. Jahrhundert nacheinander von franziskanischen, dominikanischen und augustinischen Mönchen errichtet, um die indigenen Einwohner Mexikos, wie zum Beispiel die Azteken oder Mayas, zum Christentum zu bekehren. Sie versuchten dadurch, den Einfluss der Zivilisation in den eroberten Gebieten zu vergrößern. Die viereckig erbauten Klöster sind alle von Mauern und Befestigungsanlagen umgeben, was ihnen die Aura eine Ritterburg verleiht, und ragen hoch über die übrigen Häuser der Bevölkerung.

Die Klöster am Fuße des Popocatepetl beeindrucken alle mit imposanten Türmen und bezinnten Mauern, mächtigen Portalen und schön angelegten Innenhöfen. Neben ihren imposanten äußeren Erscheinungen sind die Innenräume aller Kirchen mit prunkvollen Mosaiken, Wandmalereien und frühen Wappen ausgestattet.

Das im Jahr 1524 als erstes erbaute und wahrscheinlich prachtvollste und bedeutendste Kloster ist jenes im Dorf Huejotzingo, auf 2.100 Metern Höhe gelegen. Die Skulpturen und Bilder aus den vergangenen Jahrhunderten können heute noch besichtigt werden. Auch die Kanzel und die Orgel aus dem 17. Jahrhundert sind bis heute erhalten.