Chichén Itzá, Mexiko

DIe Kukulkan Pyramide in Chichén Itzá wurde 2007 zu einem der Neuen Sieben Weltwunder erklärt, Mexiko - © Patryk Kosmider / Fotolia
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Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan ist die best erhaltene Ruinenstadt der Maya. Seit 1988 zählt sie zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO. 2007 wurde die dort befindliche Pyramide Kukulkan zu einem der Neuen Sieben Weltwunder erklärt.

Chichén Itzá ist die best erhaltene Ruinenstadt der Maya, befindet sich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan und ist eine der meist besuchte Sehenswürdigkeiten der Welt. Seit 1988 zählt sie zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO. 2007 wurde die dort befindliche Pyramide Kukulkan zu einem der Neuen Sieben Weltwunder erklärt.

BILDER: Chichén Itzá

 

Chichén Itzá liegt etwa 100km südöstlich der Stadt Mérida und ist für jede Reise nach Mexiko ein Muss! Sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei den Besucher erzeugt sie nach wie vor Staunen und Ehrfurcht.

Geschichte von Chichén Itzá

Chichén Itzá wurde um etwa 450 nach Christus von den Maya gegründet. Sie wurde um 2 große Cenoten errichtet, das sind natürliche Höhlen im Boden, die mit Süßwasser gefüllt sind, irgendwann einstürzten und so den Zugang zum Wasser freigaben. Die südliche Cenote wurde als Trinkwasserquelle verwendet, die Wände an der nördlichen waren zu steil, um an das Wasser zu gelangen und sie wurde einem grausamen heiligem Nutzen zugeführt – Menschenopferungen. Chichén Itzá bedeutet sinngemäß „Mund am Brunnen der Itzá”.

Ende des 10. Jahrhunderts nach Christus fiel Chichén Itzá laut Experten durch Kämpfe gegen die Tolteken aus Tula, die hier eine neue Hauptstadt schaffen wollten. Die toltekische Architektur vermischte sich mit der der Maya. Die Tolteken waren sehr militärisch orientiert, sie hatte drei Kriegerorden – des Jaguars, Kojoten und Adlers. Doch trotzdem kam im Jahr 1224 das Ende der toltekischen Herrschaft und nach der Eroberung von Chichén Itzá durch die Cocomes war die Stadt dem langsamen Verfall preisgegeben.

Highlights in Chichén Itzá

Zu den berühmtesten Gebäuden zählen die Kukulkan-Pyramide, auch El Castillo genannt, der Kriegertempel, der heilige Brunnen, ein Ballspielplatz, die Kirche Caracol, die Halle der 1000 Säulen und der Schneckenturm. All diese Gebäude sind mit Felsgravierungen und Reliefs, die von außerordentlicher Kunstfertigkeit der Erbauer zeugen, geschmückt.

Der Caracol - der schneckenturm - stellt in seiner letzten Ausbauphase ein Observatorium dar, Chichen Itza, Mexiko - © jgorzynik / Fotolia
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Pyramide Kukulkan

Die Pyramide Kukulkan war dem Gott der Wiedergeburt und der Auferstehung geweiht und war bei einer quadratischen Grundfläche und 55 Metern Seitenlänge 24 Meter hoch. Über genau 91 Stufen auf jeder Seite kann die Plattform auf der Pyramide erklommen werden. Um die Anzahl der Tage im Jahr zu vervollständigen, befindet sich auf der Spitze der Pyramide die 365. Stufe. Am Boden der Treppe befindet sich ein Schlangenkopf, der am 21. März und 23. September jeden Jahres Teil eines Naturschauspiels ist. Der Schatten auf den Stufen verbindet dann nämlich den am Boden liegenden Schlangenkopf haargenau mit der Spitze der Pyramide.

Das wohl berühmteste Gebäude in Chichen Itza, die Kukulkan-Pyramide, auch El Castillo genannt, Mexiko - © jgorzynik / Fotolia
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Ein weiteres Phänomen ist akustischer Art. Klatscht man vor der Pyramide in ihrer Richtung in die Hände, ähnelt das Echo dem Schrei des Göttervogels Quetzal. Klatscht man in die andere Richtung hört sich das Echo wie das Rasseln einer Klapperschlange an. Warum dies so ist haben die Wissenschaftler bis heute nicht herausgefunden. In der Kukulkan Pyramide befindet sich eine weitere kleinere, die man durch einen Tunnel erreichen kann. Der Kriegertempel von Chichen Itza beherbergt ebenfalls eine kleine Pyramide.

Juego de Pelota

Der Juego de Pelota ist der größte von 500 Ballspielplätzen in Yucatan. Forscher mutmaßen, dass der Kapitän der Verlierer- (oder vielleicht auch der Gewinnermannschaft) am Schluss des Spiels enthauptet und in die Cenote des Regengottes Chac geworfen wurde. Ansonsten wurden Jungfrauen geopfert, die zuvor im Dampfbad mit Kräutern betäubt und anschließend mit gefesselten Händen in das Wasserloch gestoßen wurden.

Tipp: Rund um Chichén Itzá gibt es Unmengen an Verkaufsständen mit Waren für die Touristen. Die Holzmasken kann man ohne Bedenken kaufen, diese sind tatsächlich handgemacht, Silberwaren sind allerdings aus China importiert.

Weiterführende Links:

Details zu Chichén Itzá auf Wikipedia