Gärten von Birkegården, Dänemark

Der Sonnenhut ist schon seit Christi Geburt als Heilpflanze bekannt - © Ichbins11 / Fotolia
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Die Gärten von Birkegården auf einem ehemaligen Bauernhof liegen im Osten von Dänemark und erfreuen sich großer Beliebtheit. Der japanische Garten ist mittlerweile der größte Dänemarks.

Die Gärten von Birkegården befinden sich in der Stadt Ruds Vedby in der Provinz West-Seeland im Osten von Dänemark. Ursprünglich gar nicht als Gartenanlage geplant, wurde das wunderschön angelegte Areal mittlerweile erweitert und hat sich zur beliebtesten Touristenattraktion der Region entwickelt.

Vom Bauernhof zur Touristenattraktion

Birkegården war früher ein ganz normaler Bauernhof, an dem es zu Anfang lediglich vier Schweine gab. Als dann Platz für 100 Milchkühe geschaffen wurde, kam bei den Besitzern Finn und Merry Sørensen der Wunsch auf, auch den Garten zu vergrößern und vor allem, einen Teich anzulegen. Der Wunsch wurde umgesetzt und auf der Rasenfläche zwischen Teich und Hof ließ Merry Sørensen schon bald ihr Gespür für Farben spüren. Nach Aufforderung der Öffentlichkeit wurde der dänisch/englische Garten 1996 einem breiten Publikum zugänglich gemacht und aufgrund des großen Erfolges kamen als nächstes der japanische Garten und weitere Gärten hinzu.

Der dänisch-englische Garten

Die Gärten von Birkegården umfassen mittlerweile eine Fläche von 30.000m2 und präsentieren sich je nach Jahreszeit in den prächtigsten Farben. Schon im April verwandeln die ersten Tulpen und Narzissen den dänischen Garten in ein wahres Farbenmeer. Die kunstvoll geschnittenen Hecken unterstreichen den gepflegten Eindruck der meisterhaft angelegten Beete. Schneeweiße Statuen, ein achteckiger Pavillion, eine malerische Schaukel und Springbrunnen machen den Garten zum perfekten Ort für romantische Spaziergänge. Bänke am von Seerosen übersäten Teich laden zu einer kurzen Pause in der Sonne ein. Karpfen und Goldfische freuen sich über mitgebrachte Brotkrumen.

Der japanische Garten

Japanischer Garten - © Photoinjection / Fotolia
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Der japanische Garten ist ein wahres Meisterstück der Gartenarchitektur und der größte japanisch inspirierte Garten Dänemarks. Im von Klöstern inspirierten Meditationsgarten werden die Besucher von einer entspannenden Welt aus verschlungenen Pfaden und plätschernden Bächen empfangen. Der Wandergarten war den japanischen Kaisern vorbehalten, die zwischen Symbolen für langes Leben und Glück spazieren konnten. Im Sandgarten vermitteln schneeweiße Kiesel und seltene Bäume Harmonie und Ruhe und im Steingarten wird man in eine Berglandschaft versetzt.

Über die Brücke des japanischen Gartens gelangt man direkt in den stillen Eichenwald, der von einem Teppich aus Kletterrosten überzogen ist. Vor allem an heißen Sommertagen ist diese kühle Umgebung unter meterhohen Bäumen eine Wohltat.

Der Präriegarten vermittelt den Besuchern die landschaftliche Weite der nordamerikanischen Prärien, die mit seltenen Sträuchern bestückt sind. Im Klostergarten werden Kräuter gezogen, die in der Küche verwendet werden und Heilpflanzen gesät, die in Dänemark schon seit dem 12. Jahrhundert bekannt sind. Die wohlriechenden Duftkräuter lassen sich am besten mit der Nase erforschen. Wer von der Botanik genug hat, sollte noch einen Abstecher in den Künstlergarten machen. In diesem sind in der üppigen Vegetation Skulpturen und Kunstobjekte in den verschiedensten Farben und Formen zu finden.

Auch für Kinder haben die Gärten von Birkegarden einiges zu bieten. Während die Erwachsenen sich an der fabelhaften Blütenpracht erfreuen, können die Kinder ihre eigenen Abenteuer auf den Spielplätzen erleben oder im Streichelzoo mit Ziege und Co. auf Tuchfühlung gehen. Diese sind übrigens die einzigen Tiere auf dem ehemaligen Bauernhof, aufgrund des großen wirtschaftlichen Erfolges mit ihren Gärten konnte die Familie Sørensen im Jahr 2002 die letzten Milchkühe verkaufen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Hofes Birkegården