Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia, Bulgarien

Die prachtvolle Alexander-Newski-Kathedrale in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ist die zweitgrößte orthodoxe Kirche auf der Balkan-Halbinsel.

Die Alexander-Newski-Kathedrale in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ist die Patriarchenkathedrale Bulgariens und damit Sitz des bulgarischen Patriarchen, des Oberhauptes der bulgarisch-orthodoxen Kirche. Nach der Kathedrale des Heiligen Sava in Belgrad, Serbien, ist sie die größte Kathedrale auf der Balkan-Halbinsel. Das prächtige Gotteshaus zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von Sofia und Bulgarien.

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BILDER: Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia

Fotogalerie: Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia

Errichtung der Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia

Die neo-byzantinische Kathedrale in Sofia ist dem russischen Nationalheiligen und Namenspatron des Zaren Alexander II., Alexander Newski geweiht, Bulgarien - © SSokolov / Shutterstock
© SSokolov / Shutterstock

Das prunkvolle Gotteshaus wurde Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts vom russischen Architekten Alexander Pomeranzew errichtet, der auch das imposante Warenhaus GUM in Moskau entworfen hat. Sie soll an die 200.000 russischen Soldaten erinnern, die im Zuge der Befreiung Bulgariens im Russische-Osmanischen Krieg Ende des 19. Jahrhunderts fielen.

Als Dank an die Russen, die Bulgarien bei der Wiedererlangung ihrer Freiheit unterstützt haben, wurde sie dem russischen Nationalheiligen und Namenspatron des Zaren Alexander II., Alexander Newski geweiht.

Die Materialien der Kirche wurden aus mehreren Ländern zusammengetragen. Die Beleuchtung stammt aus München, Der Onyx für die Säulen aus Brasilien, das Metall der Tore aus Berlin, die Tore selbst wurden in Wien hergestellt und viele Mosaike stammen aus Venedig. Auch die Künstler, die an der Erschaffung der Alexander-Newski-Kathedrale beteiligt waren, stammten aus Bulgarien, Serbien, Russland und Österreich-Ungarn.

Imposante Erscheinung der Alexander-Newski-Kathedrale

Die Alexander-Newski-Kathedrale ist Sitz des bulgarischen Patriarchen, des Oberhauptes der bulgarisch-orthodoxen Kirche, Sofia, Bulgarien - © Alain Finger / Fotolia
© Alain Finger / Fotolia

Der monumentale Kuppelbau befindet sich auf dem Alexander-Newski-Platz, der ebenfalls nach dem Nationalheiligen Bulgariens benannt wurde, und gilt heute als Wahrzeichen Sofias. Die fünfschiffige Kathedrale ist 76 Meter lang und 53 Meter breit und bereits von außen äußerst imposant anzusehen. Mit den zahlreichen Rundbögen, der riesigen goldenen Kuppel und dem ebenfalls vergoldeten Glockenturm wirkt sie eher wie ein Königspalast als wie eine Kathedrale.

Die Hauptkuppel erreicht eine Höhe von 45m und wird vom schlankeren Glockenturm noch einmal um 8m überragt. In seinem Inneren schweben 12 Glocken, deren Gewicht von 10 Kilogramm bis 12 Tonnen reicht.

Besuch der größten Kathedrale von Bulgarien

Das gesamte Interieur der Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia ist mit kostbaren Verzierungen aus Onyx, Alabaster, Gold und Marmor versehen, Bulgarien - © Radiokafka / Shutterstock
© Radiokafka / Shutterstock

In weitläufigen Innenraum der Alexander-Newski-Kathedrale geht der Prunk weiter. Das gesamte Interieur von über 3.000m² ist mit prachtvollen Mosaiken, kunstvollen Holzschnitzereien, farbenprächtigen Fresken, Säulen aus Alabaster und Onyx, und kostbaren Verzierungen aus Gold und italienischem Marmor versehen.

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Die bunten Glasmalereien an den Fenstern tauchen die gesamte Szenerie in ein mystisches Licht. Bis zu 10.000 Gläubige finden in der neo-byzantinischen Kathedrale Platz. Links vom Altar befindet sich in einem Kästchen das Stück einer Rippe von Alexander Newsky.

Legt man den Kopf in den Nacken fällt der Blick in die gigantische Kuppel der Alexander-Newski-Kathedrale. Aufmerksame Augen entdecken neben den dramatischen Malereien in der Kuppel auch den Schriftzug des „Vater unser“, der die Kuppel umrundet.

Unterhalb der Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich die Krypta, in der weitere Schätze zu finden sind. Aus zahlreichen bulgarischen Heiligenbildern wurde ein Ikonen-Museum zusammengetragen, dessen Werke bis ins 9. Jahrhundert zurückgehen. Sie stellen eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen orthodoxer Kunst dar und sind mittlerweile Teil der National Art Gallery von Sofia.



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