Porto Novo, Santo Antão, Kap Verde

Der Weg von Ribeira Grande nach Porto Novo führt durch zerklüftete Täler, Santo Antao, Kap Verde - © Frank Bach / Shutterstock
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Porto Novo liegt im Südosten von Santo Antão. Eingebettet in eine zerklüftete Bergwelt aus Klippen und Tälern finden Wanderer in seiner Umgebung idyllische Pfade und verschlungene Straßen mit atemberaubenden Ausblicken.

Nach Ribeira Grande ist Porto Novo die zweitgrößte Stadt auf der Insel Santo Antão und war einst ein bedeutender Hafen der Kap Verden. Porto Novo befindet sich im Südosten, wo der allgegenwärtige Wind den Staub Afrikas an die Küste weht, und gilt für Besucher als Eintrittstor auf die Insel.

Auf den lebhaften Märkten werden fangfrischer Fisch, Ziegenkäse und der traditionell kapverdische Grogue angeboten. Am Hafen herrscht mit Fähren und Fischerbooten ständiges Kommen und Gehen. Die Hauptstraße wird von historischen Herrschaftshäusern gesäumt und wie in jeder Stadt darf auch hier die obligatorische Kirche nicht fehlen. Die Kolonialbauten werden mit dem Wachstum von Porto Novo zunehmend durch Betonbauten verdrängt. Die meisten Reisenden kommen in Porto Novo an und verlassen es gleich wieder, nur wenige wagen sich auf Wanderungen durch die staubige Hitze auf der westlichen Hochebene.

Abenteuerreise von Porto Novo nach Ribeira Grande

Wer Zeit hat und die Gegensätze auf Santo Antão in vollem Umfang erleben möchte, sollte die Reise von Porto Novo zurück nach Ribeira Grande anstatt auf der langweiligen Asphaltstraße auf der alten kopfsteingepflasterten Straße antreten. Die von steilen Felskegeln gesäumte Straße führt bis zum Vulkan Cova de Paúl, der seinen Krater an die 1.000 Meter über den Meeresspiegel reckt. Inmitten von zerklüfteten Felsen öffnet sich ein atemberaubender Panoramablick über das dahinter liegende Tal Ribeira do Paúl und die Nordküste von Santo Antão. Bei klarem Wetter kann man in der Ferne sogar den Monte Verde auf der Nachbarinsel São Vicente erkennen.

An die Flanken des Berges schmiegt sich das Dörfchen Corda, das scheinbar aus dem Vulkan zu wachsen scheint. Hat man dieses passiert, ist der weitere Weg nichts für schwache Nerven! Die Straße windet sich entlang eines Bergrückens, an dem es rechts und links nahezu senkrecht in die Tiefe geht.

Tipp: Wer diese einmalige Strecke mit dem Taxi oder dem Sammeltaxi zurücklegen möchte, muss den Taxifahrer extra darauf hinweisen, sonst ist man im Nullkommanichts über die Asphaltstraße ans Ziel gebracht.

Unterwegs an die Westküste von Santo Antão

Ebenfalls von Porto Novo aus führt eine Straße in das Ribeira das Patas im Zentrum der Insel. Es beeindruckt vor allem durch seine senkrecht in den Himmel ragenden Felsen. Weiter geht es nach Westen zum Tope de Coroa, dem mit 1980 Metern höchsten Berg von Santo Antão. Auf dieser Strecke, die nach Ponte Sul etwas holprig ist und am besten mit dem Geländewagen befahren wird, ist das nächste Ziel der Ort Tarrafal de Monte Trigo an der Westküste der Insel (nicht zu verwechseln mit Tarrafal im Norden der Insel Santiago oder auf São Nicolau).

Tarrafal de Monte Trigo

Nach der mühsamen Anfahrt ist Tarrafal de Monte Trigo eine wunderbare Oase der Ruhe und Entspannung. Der pechschwarze Lavastrand in der geschützten Bucht von Tarrafal de Monte Trigo erstreckt sich über mehrere Kilometer und gilt als der schönste Strand von Santo Antão. Hinter Tarrafal de Monte Trigo ragen gewaltige Felsklippen in den azurblauen Himmel. Wer in dieser idyllischen Oase übernachten möchte, wird vom „Mar Tranquilidade” willkommen geheißen, einer netten Natursteinanlage. Die Bungalows werden von Susi und Frank, einem deutsch-amerikanischen Pärchen, unterhalten. Sie kamen einst mit dem Segelboot nach Tarrafal de Monte Trigo und wollten nie wieder weg. Irgendwie nachvollziehbar.