Catedral Metropolitana in Buenos Aires, Argentinien

Die prachtvolle Catedral Metropolitana in Buenos Aires erhielt im Lauf der Zeit architektonische und dekorative Kunst-Zeugnisse diverserer Stilrichtungen, Argentinien - © Anibal Trejo / Shutterstock
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Seit der Stadtgründung zur Hauptkirche von Buenos Aires erkoren wurde die Catedral Metropolitana mittlerweile mehrmals erneuert und erhielt im Lauf der Zeit architektonische und dekorative Kunst-Zeugnisse diverser Stilrichtungen.

Die Catedral Metropolitana, die katholische Hauptkirche und Sitz des Erzbistums von Buenos Aires, thront am Plaza de Mayo im Stadtteil San Nicolás. Gemeinsam mit dem Präsidentenpalast dominiert das der Hl. Dreifaltigkeit geweihte Gotteshaus den parkähnlichen Hauptplatz.

Mit dem dreieckigen Giebel und der Front aus 12 Säulen erinnert die Kathedrale eher an einen antiken Tempel, denn ein römisch-katholisches Gotteshaus. Die beiden Türme, die nachträglich noch geplant wurden, wurden nie realisiert.

Ihr Erzbischof, Jorge Mario Bergoglio, wurde am 13. März 2013 zum Papst gewählt und ist seither als Papst Franziskus Oberhaupt des Vatikan und der römisch-katholischen Kirche.

Entstehung der Catedral Metropolitana

Der Ursprungsbau der Hauptkirche von Argentiniens Hauptstadt geht auf das 16. Jahrhundert zurück und bestand damals noch aus Holz und Lehm. Als Buenos Aires im Jahr 1580 gegründet wurde, war ihr Platz bereits festgelegt. Seither wurde das eindrucksvolle Gotteshaus, das bereits 1620 in den Status der Kathedrale aufstieg, mehrmals von Grund auf erneuert. Aus diesem Grund präsentiert sich die Catedral Metropolitana Santísima Trinidad de Buenos Aires, wie sie mit vollem Namen heißt, auch in unterschiedlichen Architekturstilen.

Der reich verzierte Innenraum der Catedral Metropolitana von Buenos Aires, Argentinien, vereint dekorative Elemente aus Neorenaissance und Neobarock - © Anibal Trejo / Shutterstock
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Das großräumige Kirchenschiff, die Kuppel, die Altarrentabel und die beiden Kanzeln gehen auf das 18. Jahrhundert zurück und stammen zum Teil noch aus der Kolonialzeit. Die Wand- und Decken-Fresken und die vom Pariser Palais Bourbon inspirierte neoklassische Fassade stammt aus dem 19. und der kunstvolle Mosaikfußboden im venezianischen Stil aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Giebelrelief zeigt als Symbol für die argentinische Einheit die biblische Wiedervereinigung des verlorenen Sohnes Josef mit seinen Brüdern und seinem Vater Jakob. Der reich verzierte Innenraum besteht aus einem Mittelschiff und zwei Seitenschiffen und vereint dekorative Elemente aus Neorenaissance und Neobarock.

Die gesamte Entstehungsgeschichte der Catedral Metropolitana mit ihren zahllosen Um- und Neubauten kann in einem kleinen Kirchenmuseum nachvollzogen werden.

Tipp: Um die ganze architektonische, künstlerische, religiöse und historisch wertvolle Pracht der Catedral Metropolitana zu erleben, empfiehlt sich, eine Führung durch die Kathedrale zu buchen.

Sehenswertes in der Hauptkirche von Buenos Aires

Besonders bemerkenswert sind die Rentabel hinter dem Rokoko-Altar mit der Jungfrau Maria und der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1785 und die Skulptur des Santo Cristo de Buenos Aires aus dem Jahr 1671, die älteste Figur der Kathedrale. Auch die unscheinbare, aber historisch äußerst wertvolle Orgel, die bis heute in Betrieb ist, geht auf die Kolonialzeit zurück. Die beiden Kanzeln entstanden um 1790 und wurden vom Direktor der ersten Kunstschule von Buenos Aires gefertigt.

Die Fresken, Kanzeln, Bodenmosaike und Figuren der Catedral Metropolitana von Buenos Aires entstanden im 18. bis 20. Jahrhundert, Argentinien - © Anibal Trejo / Shutterstock
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Mausoleum von José de San Martín

Ebenfalls sehenswert ist die letzte Ruhestätte des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers José de San Martín. Die Überreste des im Exil in Frankreich verstorbenen Generals wurden 1880 wieder zurück nach Argentinien gebracht. Argentiniens meist gefeierter Volksheld wurde in einem eigenen Mausoleum beigesetzt, das von einem französischen Bildhauer aus unterschiedlichem Marmor geschaffen wurde. Die Frauenstatuen, die den glänzend schwarzen Sarkophag bewachen, stehen für die Länder, für die er gekämpft hat: Argentinien, Chile und Peru. Neben José de San Martín liegen in diesem Mausoleum auch noch die beiden Generäle Juan Gregorio de las Heras und Tomás Guido.

Auch das Grab der unbekannten Soldaten und eine ewige Flamme erinnern an die Kämpfe gegen die Unterdrückung durch die spanische Krone und bewahren Argentiniens Geist der Unabhängigkeit bis heute.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Kathedrale von Buenos Aires (spanisch)