7 Seen-Route (Ruta de los Siete Lagos), Argentinien

Die Ruta de Los Siete Lagos im Süden von Argentinien verbindet einige der schönsten Natur-Sehenswürdigkeiten Argentiniens miteinander - © kovgabor / Shutterstock
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Die 7-Seen-Route im Süden des Landes verbindet mit stillen Seen, verschneiten Vulkanen, uralten Wäldern und unberührten Nationalparks einige der schönsten Natur-Sehenswürdigkeiten Argentiniens miteinander.

Dank ihrem Verlauf durch das Seen-Distrikt von Patagonien erhielt die Strecke zwischen San Martín de los Andes und San Carlos de Bariloche im Süden von Argentinien den malerischen Beinamen „7-Seen-Route“ (auch Ruta de Los Siete Lagos oder Road of the Seven Lakes). Mit den Nationalparks Lanín und Nahuel Huapi führt die knapp 200km lange Ruta 231 nicht durch herrliche Seenlandschaften, sondern auch durch unberührte Wälder und schneebedeckte Vulkangipfel.

BILDER: Ruta de los Siete Lagos (7 Seen Route)

 

Die Ruta de Los Siete Lagos führt entgegen ihres Namens nicht nur an 7, sondern an rund 40 Seen vorbei, sie wurde jedoch nach den 7 größten und wichtigsten benannt. Von Nord nach Süd sind dies Lácar, Machónico, Falkner, Villarino, Escondido, Correntoso und Espejo. Abzweigungen von der Hauptroute führen außerdem zu den Seen Meliquina, Hermoso, Traful und Espejo Chico.

Unterwegs auf der 7-Seen-Route Argentiniens

Im Norden Patagoniens ist die Reise entlang der Ruta de Los Siete Lagos noch vergleichsweise angenehm. Je weiter man sich in den Süden vorwagt (generell nur im Sommer von November bis März möglich), desto karger und windiger wird die Landschaft. Befestigte Straßen gibt es hier kaum noch und sowohl ein voller Tank, als auch Scheibenschutz und ein intakter Ersatzreifen sind in dieser einsamen Gegend Pflicht!

Die Ufer der Seen an der Ruta de Los Siete Lagos in Argentinien reichen von feinem Vulkansand bis zu zerklüftetem Fels und laden zum Picknicken, Wandern und Mountainbiken ein - © kovgabor / Shutterstock
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Viele der Seen entlang der Ruta de Los Siete Lagos werden von Gletschern gespeist und zeichnen sich durch ihr glasklares Wasser aus. Auf der unberührten Wasseroberfläche spiegelt sich die Umgebung, was vor allem beim Lago Espejo (bezeichnenderweise „Spiegel-See“) unvergleichliche Urlaubsfotos ermöglicht. Die Ufer der Seen reichen von feinem Vulkansand bis zu zerklüftetem Fels und laden mit Spazierwegen zum Picknicken, Wandern und Mountainbiken ein.

Unterkünfte auf der 7-Seen-Route

Vor allem in Umgebung der Seen bieten Campingplätze, Posadas und Lodges Übernachtungsmöglichkeiten an. Idealerweise werden alle Unterkünfte bereits im Vorhinein gebucht, denn die Öffnungszeiten sind je nach Saison verschieden. Die bequemste Art zu reisen (vor allem empfohlen, wer zum ersten Mal in der Gegend unterwegs ist), ist in einer geführten Reisegruppe. Wer nur von San Martin de los Andes nach Villa La Angostura fahren möchte, schafft die Strecke auch an einem Tag (Fahrtzeit inklusive mehrerer Zwischenstopps etwa 10 Stunden).

Etappen und Sehenswürdigkeiten auf der Ruta de Los Siete Lagos

Die Ruta de Los Siete Lagos verläuft durch eine atemberaubende Kulisse zwischen See und Berg, Argentinien - © kovgabor / Shutterstock
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Der Start der 7-Seen-Route ist in San Martin de los Andes am 55 Quadratkilometer großen Lago Lácar an der Grenze zu Chile. Hier startet die Ruta 231, die über 130 Kilometer bis nach Villa La Angostura am Nahuel Huapi See führt. Die Route verläuft durch eine atemberaubende Kulisse zwischen See und Berg. Guanacos, Nandus, Pampashasen und Schafe sind oft die einzigen Weggefährten, die sich entlang dieser faszinierenden Strecke blicken lassen.

Bei warmem Wetter bietet sich ein Zwischenstopp im Sommerferienort Villa Quila Quina an, in dessen speziellem Mikroklima die besten Badebedingungen der Region herrschen. Vom Aussichtspunkt Pil-Pil, der dem indigenen Stamm der Mapuche gehört, tut sich die ganze Pracht des argentinischen Seen-Distrikts auf. Etwa bei Kilometer 140 rauscht inmitten üppiger Vegetation der 35m hohe Wasserfall Vullinaco über eine Felskante, vor dem ein Parkplatz zum Staunen und Fotografieren einlädt.

Nicht weit danach tut sich der Eingang zum Lanin Nationalpark auf. Hier laden Campingplätze, Lodges und der wunderbare Lago Hermoso, der nur zu Fuß zu erreichen ist, zum Verweilen ein.

In Villa La Angostura lohnt sich ein Zwischenstopp auf die Halbinsel Quetrihue oder zur Insel Victoria, die mit streng geschützten, uralten Myrtenbäumen bewaldet sind.

Über zahlreiche Serpentinen windet sich die knapp 200km lange Ruta de Los Siete Lagos durch die Täler Patagoniens im Süden von Argentinien - © kovgabor / Shutterstock
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60km weiter entlang des Nahuel Huapi Sees (die letzten 40km sind nicht mehr asphaltiert) geht es bis nach San Carlos de Bariloche, dem beliebtesten Naherholungs- und Outdoor-Urlaubsgebiet der Region. Direkt am Nahuel Haupi See gelegen, der von drei Vulkangipfeln umrahmt wird, bietet Bariloche mit Skifahren, Rudern, Angeln, Kajakfahren und Klettern eine breite Palette an Möglichkeiten für einen unvergesslichen Aktivurlaub.

San Carlos de Bariloche ist außerdem der perfekte Ausgangspunkt für Trekking-Touren und Wanderungen durch den Nahuel Huapi Nationalpark. Im Winter (Höhepunkt im Juli) erwacht auf dem Cerro Catedral das größte Skigebiet Südamerikas zum Leben.

Nach der Ruta de Los Siete Lagos….

Ab San Carlos de Bariloche wird die 7-Seen-Route zur Ruta 40, die über 130km bis in die Hippie-Hochburg El Bolsón und weiter bis zum Nationalpark Los Alerces führt. Nomen est Omen, denn seine Hauptattraktion besteht in bis zu 3.000 Jahre alten Lärchen.

Im Sommer kann die Ruta 40 noch weiter nach Süden verfolgt werden, mehr als 500 Kilometer geht es hier auf teilweise unbefestigten Straßen in die raue Gletscherregion Argentiniens. Beliebte Ziele sind der gewaltige Lago Buenos Aires an der Grenze zu Chile und die Cueva de las Manos („Höhle der Hände“) an der Landstraße 97, die bei Bajo Caracoles abzweigt. Ihre jahrtausendealten Höhlenmalereien zählen seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

BILDER: Nationalpark Los Glaciares

 

Ebenfalls über die Ruta 40 ist der UNESCO-Welterbe-Nationalpark Los Glaciares zu erreichen. Das Kletter- und Trekker-Paradies ist der zweitgrößte und meistbesuchte Nationalpark Argentiniens. Die Gletscher des patagonischen Eisfeldes (das größte außerhalb Grönlands und der Antarktis) und die beiden südlichsten Seen des Landes, Lago Viedma und Lago Argentino, sowie der weltberühmte Gletscher Perito Moreno bei El Calafate zählen zu den Hauptattraktionen des Los Glaciares Nationalparks.

BILDER: Nationalpark Torres del Paine

 

Noch rund 400km weiter südlich von El Calafate, beim Grenzübergang nach Chile, liegt der landschaftlich atemberaubende Nationalpark Torres del Paine, dessen Felsformationen unvergessliche Urlaubserinnerungen garantieren. Kein Wunder, dass der Torres del Paine wiederholt zu einer der schönsten Landschaften der Welt gekürt wird.

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