Mount Gimie, St. Lucia

Traumhafte Berglandschaft auf der karibischen Insel St. Lucia - © Chris Collins/Shutterstock
© Chris Collins/Shutterstock

Der Mount Gimie ist die höchste Erhebung der karibischen Insel St. Lucia und kann über einsame Dschungelpfade bestiegen werden. An klaren Tagen kann man von seinem Gipfel aus die gesamte Insel überblicken.

Der Mount Gimie befindet sich im Südwesten der karibischen Insel St. Lucia und ist mit 950 Metern die höchste Erhebung des tropfenförmigen Eilands. Er liegt östlich der beiden berühmten Pitons („Berggipfel”), die zwar niedriger aber aufgrund ihrer spektakulären Form bekannter als der Mount Gimie sind.

Der Mount Gimie ist auch unter dem Begriff „Morne Gimie” bekannt und entstand vor Millionen von Jahren durch vulkanische Aktivität. Die Flanken des Mount Gimie sind von üppiger Vegetation bedeckt.

Aufstieg auf den Mount Gimie

Über einen Pfad durch den dichten tropischen Regenwald des Mount Gimie kann St. Lucias höchster Gipfel erklommen werden. Der Aufstieg auf den Mount Gimie ist kostenlos, es gibt jedoch weder ausgeschilderte Wege noch Wanderkarten, die Begleitung durch einen Führer ist also unbedingt zu empfehlen. Ein Bergführer kann entweder direkt vor Ort gefunden werden, oder man wendet sich an das Forestry Department von St. Lucia, das die nahe gelegenen Edmund Forest and Enbas Saut Trails verwaltet.

Der Weg auf den Gipfel startet am Ende der Straße von Fond St. Jacques etwa 2-3 Gehstunden von der Ortschaft entfernt.

Tipp: Allein der Weg zum Gipfelpfad führt schon durch drei kleine Flüsse und da man sich im Regenwald befindet, ist auch immer wieder mit Regen zu rechnen, wodurch die Wege verschlammen können, entsprechende Ausrüstung ist also unbedingt notwendig. Außerdem sollte man den Weg auf den Mount Gimie niemals allein wagen.

Dann geht es bergauf durch die traumhafte Pflanzenwelt am Mount Gimie. Mit etwas Glück können die Wanderer sogar einen Blick auf den scheuen St. Lucia-Papagei, den Nationalvogel des Inselstaates, erhaschen. Immer wieder fällt der Blick auch auf Farmhäuser zwischen den Bäumen. Diese gehören Rasta-Gemeinschaften, die mitten im Dschungel in völliger Abgeschiedenheit von Soufrière leben. Diese Abgeschiedenheit lässt sich auch beim Aufstieg auf den Mount Gimie wiederfinden. Die Chance, auf andere Wanderer zu treffen ist relativ gering und allein im Urwald fühlt man sich wie einer der ersten Entdecker.

Tipp: Entlang des Pfades zum Gipfel des Mount Gimie gibt es keinerlei Verpflegungsmöglichkeiten, also unbedingt genug Wasser und auch etwas zu essen einpacken. Natürliche Wasserspender aus Bambus bei sauberen Quellen gibt es zwar im Flachland, auf dem Berg jedoch nicht mehr.

Nach etwa 2 anstrengenden Stunden hat man St. Lucias höchstgelegene Bergspitze erreicht. Der mühsame Aufstieg wird leider meist nicht belohnt. An den meisten Tagen ist der Gipfel des Mount Gimie mit dichtem Nebel verhangen, sodass man nicht einmal einen Kilometer weit sehen kann. Hat man jedoch das Glück, einen klaren Tag zu erwischen oder ist früh genug dran, liegt einem ganz St. Lucia zu Füßen und man kann von einem Ende der paradiesischen Insel zum anderen sehen.

Weiterführende Links:

Website des Forestry Department von St. Lucia (englisch)

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