Fort Amsterdam und Fort William, Sint Maarten

Eine alte rostige Kanone im Fort Amsterdam, Sint Maarten - © steheap / Fotolia
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Fort Amsterdam und Fort William wurden zum Schutz der Hauptstadt Philipsburg im Süden von Sint Maarten errichtet. Heute sind nur noch einige Mauern übrig, das Fort Amsterdam gilt als Vogelschutzzone für den Braunen Pelikan.

Das Fort Amsterdam auf der Karibikinsel Sint Maarten befindet sich an der Südküste der Insel und wurde zum Schutz der Hauptstadt Philipsburg errichtet.

Die Holländer erbauten Fort Amsterdam im Jahr 1631 am westlichen Ende ihrer Hauptstadt Philipsburg auf einer Halbinsel am Ende von Little Bay. Lange war es jedoch nicht in den Händen der Erbauer, nur zwei Jahre später wurde Fort Amsterdam durch die Spanier erobert, erweitert und bis 1648 als wichtigster Militärposten östlich von Puerto Rico gehalten. Ein Rückeroberungsversuch der Holländer im Jahr 1644 scheiterte. Erst als zwischen Holland und Frankreich ein Abkommen unterzeichnet wurde, ging die Festung wieder an die Holländer.

Heute sind auf der kleinen Halbinsel im karibischen Meer nur noch einige Ruinen übrig. Das letzte Lebenszeichen von Fort Amsterdam gab es 1874, als zu Ehren des 25. Krönungstages von König William III. eine Kanone abgefeuert wurde.

1987 starteten die ersten Ausgrabungen durch holländische Archäologen, ein Skelett eines spanischen Offiziers, der beim Rückeroberungsversuch der Holländer sein Leben ließ und einige Artefakte, die auf spanische, holländische und englische Besetzung hindeuten, zählen zu den spektakulärsten Funden.

Fort Amsterdam heute – Zuflucht für den Braunen Pelikan

Zur historischen Stätte ernannt gilt Fort Amsterdam als geschützter Bereich, was sich vor allem die Braunen Pelikane zu nutze gemacht hatten und die ehemalige Befestigungsanlage zur Heimat ihrer Kolonie auserkoren haben. Bis zu 60 Nestern sind zwischen den alten Steinmauern zu finden. Mittlerweile gelten daher das Fort Amsterdam und ein knapp 300 Hektar großes Gebiet in seinem Umkreis auch als „Important Bird Area” von BirdLife International. Darüber hinaus bietet es einen traumhaften Blick auf die Bucht und den Hafen von Philipsburg.

Auf den Hügel zum Fort William

Nur ein wenig vom Fort Amsterdam entfernt ins Landesinnere liegt westlich von Philipsburg die zweite Festung von Sint Maartens Hauptstadt, Fort William. Es wurde 1801 von den Engländern errichtet und 15 Jahre später von den Holländern eingenommen. Der kleine Hügel zur Befestigungsanlage ist schnell erklommen, der Aufstieg wird mit einem fantastischen Blick auf Philipsburg Richtung Meer und die Nachbarinseln von Sint Maarten hinaus belohnt.