Nationalpark Picos de Europa, Spanien

Der Nationalpark Picos de Europa befindet sich im Norden Spaniens und zieht sich über die Regionen Asturias, Castilla y León und Cantabria, er ist der erste und größte Nationalpark Spaniens - © Jose Ignacio Soto / Shutterstock
© Jose Ignacio Soto / Shutterstock

Der Nationalpark Picos de Europa, der erste und größte Nationalpark Spaniens, bietet dem Besucher nicht nur hohe Gipfel und tiefe Schluchten, sondern auch eine vielfältige Fauna und Flora.

Der Nationalpark Picos de Europa befindet sich im Norden Spaniens und zieht sich über die Regionen Asturias, Castilla y León und Cantabria. Der Nationalpark Picos de Europa ist der erste und größte Nationalpark Spaniens. Seit 2003 ist der Nationalpark Picos de Europa mit seiner umwerfenden Bergwelt und der vielfältigen Fauna und Flora ein von UNESCO ausgewiesenes Biosphärenreservat.

Im Jahr 1918 ordnete Pedro Pidal, der Marquis von Villaviciosa, die Schaffung eines Nationalparks an. Damals trug der Park den Namen Montaña de Covadonga, erst 1995 wurde er in Picos de Europa („Spitzen Europas”) umbenannt. Den Namen erhielt der Nationalpark von Seefahrern, die aus dem Nordwesten kommend als erstes die überragenden Gipfel an der Küste sahen, die den Park ausmachen.

Majestätische Gipfel des Nationalparks Picos de Europa

Auf einer Fläche von 64 700 Hektar erheben sich drei Gebirgsstöcke aus Kalkstein: das Macizo Oriental (Ostmassiv), das Macizo Central (Zentralmassiv) und das Macizo Occidental (Westmassiv). Diese drei Gebirgsmassive sind die höchsten Erhebungen des Kantabrischen Gebirges, welches sich entlang der gesamten nördlichen Atlantikküste Spaniens erstreckt.

Man findet im Park mehr als 200 Gipfel mit einer Seehöhe von mehr als 2000 Metern, und auf den verschiedenen Wanderrouten überwindet man Höhenunterschiede von bis zu 2300 Metern.

Die Picos de Europa – feucht und niederschlagsreich

Die Picos de Europa sind von der Küste Kantabriens nur 20 Kilometer entfernt. Durch die Nähe zum Atlantik ist das Klima feucht und niederschlagsreich, und auch Nebelbänke bilden sich häufig entlang der Flanken der Berge. Diese bilden vor allem für Bergsteiger immer wieder ein Hindernis, wenn nicht sogar eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Im Winter liegt auf Hängen und Gipfeln Schnee, auf den Gletschern in höheren Lagen hat der Winter das ganze Jahr über Bestand.

Im Nationalpark gibt es vier Flüsse, die tiefe Schluchten in den Fels gegraben haben. Dadurch kommt das für die Picos de Europa typische Erscheinungsbild zustande: Steile Berggipfel wechseln sich mit tiefen Schluchten und zerklüfteten Klammen ab.

Flora und Fauna im Nationalpark Picos de Europa

Man findet im Areal der Picos de Europa aber nicht nur harten Fels, sondern auch eine beachtliche Fauna und Flora. Auf relativ kleinem Raum entdecken begeisterte Naturbeobachter atlantische, mediterrane und alpine Tiere und Pflanzen. In den besterhaltenen Wäldern Spaniens tummeln sich unter anderem Wildschweine, Rehböcke, Wölfe, eine Vielzahl an Vögeln und sogar einige Bären.

Wandern, Radfahren, Baden

Durch die Nähe zur Küste lässt sich ein Aufenthalt im Nationalpark gut mit einem Urlaub am Meer kombinieren. Auch mit dem Rad kann man den Nationalpark erforschen; zahlreiche Wanderrouten führen zu mehreren Aussichtswarten, von denen man einen unvergesslichen Blick über das Areal des Parks hat. Wer sich für das Wandern nicht allzu sehr erwärmen kann, muss auf das herrliche Panorama aber nicht verzichten, denn eine Gondelbahn bringt die Besucher auf 1.800 Meter Seehöhe.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Nationalpark Picos de Europa (englisch)
Detailinfos zu den Wanderrouten durch den Nationalpark Picos de Europa