Killarney Nationalpark, Irland

Der Killarney Nationalpark im Südwesten Irlands ganz in der Nähe des Ring of Kerry ist nicht nur für Naturliebhaber ein absolutes Muss, sondern hält auch das eine oder andere historische Highlight bereit.

Der Killarney Nationalpark befindet sich im Südwesten Irlands in der Grafschaft Kerry und gilt nach der Hauptstadt Dublin als meist besuchte unserer Top 10 Sehenswürdigkeiten von Irland. Der Killarney Nationalpark wurde im Jahr 1932 gegründet und 1981 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Auf einer Fläche von über 100km² beinhaltet er fantastische Naturschönheiten, darunter einen der ältesten noch verbliebenen Eichenwälder Irlands und drei große Seen, die fast ein Viertel der Fläche des Killarney Nationalparks ausmachen.

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BILDER: Killarney Nationalpark

Wie kommt man zum Killarney Nationalpark?

Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann den märchenhaften Killarney Nationalpark in Irland auch mit der Pferdekutsche erkunden - © AgnieszkaGuzowska/Shutterstock
© AgnieszkaGuzowska/Shutterstock

Der Killarney Nationalpark befindet sich ganz in der Nähe von Killarney, der „lieblichsten Stadt Irlands“. Am berühmten Ring of Kerry, der beliebtesten Panoramaküstentraße Irlands gelegen, ist er mit Auto oder Bus gut zu erreichen.

Um alle Attraktionen zu erkunden, die der Killarney Nationalpark zu bieten hat, hält man sich am besten an das gut ausgeschilderte Wegenetz des Parks, welches an manchen Stellen Teil des berühmten Fernwanderweges Kerry Way ist. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann den Nationalpark wie in alten Zeiten auch von der Pferdekutsche aus erkunden.

Tipp: Wer schnell vorankommen möchte, kann in Killarney zu einem geringen Preis Fahrräder mieten und den Killarney Nationalpark sportlich und umweltschonend auf zwei Rädern entdecken.

Sehenswürdigkeiten im Killarney Nationalpark

Die malerischen Seen im Killarney Nationalpark in Irland bilden die Hauptattraktion der grünen Oase im grünen Kerry - © Patryk Kosmider / Shutterstock
© Patryk Kosmider / Shutterstock

Der warme Golfstrom ermöglicht auch ein Gedeihen von Blütenpflanzen in Irland, die sonst nur im Mittelmeerraum vorkommen. Und so wuchern zwischen einheimischen Eiben, Moosen, Flechten und Farnen Erdbeerbäume und Rhododendron. Letzterer wurde aus dem Mittelmeerraum eingeführt und hat mittlerweile so überhand genommen, dass die Parkwächter seine Ausbreitung eindämmen mussten.

Seen und „Berge“ Irlands

Vom Torc Wasserfall aus startet ein beliebter Wanderpfad auf die Spitze des Torc Mountain im Killarney Nationalpark, Irland - © Patryk Kosmider / Shutterstock
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Die malerischen Seen bilden die Hauptattraktion der grünen Oase im grünen Kerry. Der Lough Leane, der Muckross Lake und der Upper Lake liegen inmitten des atemberaubenden Panoramas der Gebirgskette McGillycuddy’s Reeks. Unter anderem beinhaltet diese mit dem gut 1.000m hohen Carrauntoohil die höchste Erhebung Irlands, deren Besteigung trotz der vergleichsweise geringen Höhe übrigens nur von erfahrenen Bergwanderern in Angriff genommen werden sollte.

Weitere markante Gipfel sind der Purple Mountain, der Mangerton Mountain und der Torc Mountain. An den Flanken des letzteren rauscht der Torc Wasserfall in die Tiefe. Das Wasser ist Anziehungspunkt für viele Wildtiere und auch Touristen, denn von hier aus startet ein beliebter Wanderpfad auf die Spitze des Torc Mountain.

An den wunderschönen Seen sind auch die meisten Sehenswürdigkeiten des Killarney Nationalparks gelegen.

Ladies View

Am Ladies View, einem Aussichtspunkt auf der Straße N71 zwischen Killarney und Kenmare erhält man einen atemberaubenden Überblick über die Seen, Wälder, Berge und Täler des Killarney Nationalparks. Die fantastische Aussicht auf den Upper Lake haben schon die Hofdamen von Königin Victoria genossen, deshalb auch der Name des View Points.

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Ross Castle am Lough Leane

Der mächtige Turm des imposanten Ross Castle aus dem 15. Jahrhundert liegt auf einer Halbinsel am Ostufer des Lough Leane im Killarney Nationalpark, Irland - © matthi / Shutterstock
© matthi / Shutterstock

Der mächtige Turm des imposanten Ross Castle aus dem 15. Jahrhundert liegt auf einer Halbinsel am Ostufer des Lough Leane, auf der früher auch Kupfer abgebaut wurde. Die ältesten Kupferminen der Britischen Inseln wurden auch von der Familie Herbert aus dem Muckross House bearbeitet.

Muckross House am Lough Leane

Das prachtvolle Muckross House gilt als touristisches Zentrum des Killarney Nationalparks in Irland - © Lukasz Pajor / Shutterstock
© Lukasz Pajor / Shutterstock

Das prachtvolle Muckross House gilt heute als touristisches Zentrum des Killarney Nationalparks. Auf der von knorrigen Eichen bewachsenen Muckross Halbinsel gelegen, die den Lough Leane vom Muckross Lake trennt, kann der weinrebenumrankte Familiensitz der Herberts mit seinem liebevoll angelegten Rosengarten besichtigt werden, der für Königin Victoria angelegt wurde. In einem Touristenzentrum erhält man Einblick in das ländliche und handwerkliche Leben Anfang des 20. Jahrhunderts.

Innisfallen Island

Auf Innisfallen Island liegen die uralten Ruinen des Innisfallen Abbey aus dem 7. Jahrhundert, die eindrucksvollsten Zeugnisse des Killarney Nationalparks aus frühchristlicher Zeit. Vermutlich gab dieses Kloster mit seinem Ruf an hoher Gelehrsamkeit dem Lough Leane vom irischen „Loch Léin“, „See des Lernens“, seinen Namen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Killarney Nationalparks

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