Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Dublin, Irland

Dublin, die Hauptstadt der grünen Atlantik-Insel, bietet spannende Geschichte, imposante Baudenkmäler und vor allem unglaublich viele Pubs und Restaurants. 

Dublin, die lebhafte Großstadt an der Mündung des Liffy im Osten von Irland, ist Teil unserer Top 10 Sehenswürdigkeiten von Irland und bekannt als Stadt der Musiker und Dichter. Die Biografien, Lieder und Geschichten berühmter Literaten der Vergangenheit sind in Dublin allgegenwärtig und auch zeitgemäße Künstler sind in den Galerien und Cafés oder einfach direkt auf der Straße stark vertreten.

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Mit Architektur und Historie, Kunst und Geschichte, Erholung und Nachtleben ist in Dublin für jeden die richtige Unterhaltung dabei. Um ganz in die irische Kultur einzutauchen, sollte man sich für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mindestens 3 Tage Zeit nehmen – oder seinen Besuch auf die ausgelassenen St. Patrick’s Day-Feierlichkeiten am 17. März legen! Und all das genießt man am besten bei einem gepflegten Gläschen Guinness….

Custom House

Das Custom House in der irischen Hauptstadt Dublin wurde im 18. Jahrhundert als Zollhaus für den Dubliner Hafen errichtet. Das prachtvolle Gebäude liegt am Nordufer des Flusses Liffey zwischen der Talbot Memorial Bridge und der Butt-Bridge.

Die Künstler, die an der Erschaffung des neoklassizistischen Custom House beteiligt waren, übertrafen sich scheinbar selbst. Die prächtige Fassade erstreckt sich über 100m am Ufer des Liffey und ist in allen Himmelsrichtungen mit meisterhaften Skulpturen, Säulen und Wappen geschmückt. Für die Errichtung des Zollhauses war damals jeder verfügbare Maurer Dublins beschäftigt. Der gesamte Bau verschlang eine für damalige Verhältnisse gigantische Summe von 200.000 Pfund, bevor er nach 10 Jahren im Jahr 1791 eröffnet wurde.

Die 14 Köpfe des Custom House stellen die Flüsse Irlands dar und die Rinderköpfe symbolisieren den einst blühenden Vieh- und Fleischhandel Irlands. Ein hoher Uhrturm mit einer Kuppel krönt das Custom House in seiner Mitte, auf dessen Spitze – passend zum Zollhaus – eine allegorische Figur des Kommerzes thront.

Heute ist das Custom House in Dublin Sitz der Regierung Irlands und des Umweltministeriums. Im Inneren der Kuppel wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, in dem auch die wenigen Gegenstände und Dokumente ausgestellt sind, die vom verheerenden Brand nach dem Putsch-Versuch im anglo-irischen Krieg 1921 verschont geblieben sind.

St. Patrick’s Cathedral

Ihren 43m hohen Spitzturm reckt die größte Kirche Irlands seit dem 12. Jahrhundert majestätisch in den Himmel über Dublin. Der Standort der prachtvollen Kathedrale geht auf eine kleine Holzkapelle aus dem Jahr 450 zurück. Diese wiederum wurde angeblich an einer Quelle errichtet wurde, an der der Hl. Patrick Taufen durchführte.

Manche Teile der Kathedrale stammen wohl immer noch aus dem Mittelalter. Welche dies sind, ist allerdings nicht überliefert. Die Tür mit dem Loch geht beispielsweise auf einen Streit zweier Lords im Jahr 1492 zurück. Es wurde in die Tür geschnitten, als sich die beiden zur Versöhnung die Hand reichten. Außerdem befindet sich hier die letzte Ruhestätte von Jonathan Swift, dem Autor vor Gullivers Reisen, der im frühen 18. Jahrhundert Dekan der St. Patrick’s Cathedral war.

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Tipp: Nur 3 Blocks weiter nördlich liegt mit der etwas kleineren Christchurch Cathedral eine weitere sehenswerte Kirche Dublins – sie beherbergt übrigens auch den Bischofssitz der Stadt.

Dublin Castle

Kurz nach der Gründung von Dublin durch die Wikinger entstanden hat das Dublin Castle bereits über 800 Jahre auf dem Buckel. Auf dem höchsten Punkt der Altstadt 5 Gehminuten von der St. Patrick’s Cathedral entfernt beeindruckt sein mächtiger Rundturm schon von weitem. In seinem Inneren sind neben den altehrwürdigen Mauern das Garda Museum (ein Polizei-Museum) und das Revenue Museum über Steuern, etc. kostenlos zu besichtigen.

Guinness Storehouse

Im Guinness Storehouse mitten in Dublin dreht sich alles um Irlands Nationalgetränk. Das Gebäude in Pint-Form stellt auf 7 Etagen die Entstehung des dunklen, fast schwarzen Biers von den richtigen Zutaten bis zum perfekten Zapfen vor. Zum Abschluss empfiehlt sich natürlich eine Verkostung in der Gravity Bar ganz oben mit Blick über Dublin.

Irisches Nationalmuseum

Das Nationalmuseum Irlands ist auf 4 Standorte aufgeteilt, von denen sich 3 in Dublin befinden:

  • Das archäologische Museum zeigt Fundstücke aus dem alten Ägypten, aus der Wikingerzeit und ein paar gruselige Moorleichen aus der Eisenzeit, stellt mittelalterliche Schlachten nach und hat eine eigene Schatzkammer „Ireland’s Gold“.
  • Im Decorative Art & History Museum sind keltische und irische Münzen, Silberschmuck, Kleidung, Möbel und Keramik ausgestellt.
  • Das Natural History Museum zeigt Tiere und Pflanzen aus aller Welt, darunter die ausgestopfte Großwild-Beute des Missionars und Afrikaforschers David Livingstone. Vielleicht deshalb hat das Museum den eher wenig schmeichelhaften Beinamen „Toter Zoo“.
  • Im Country Live Museum acht Kilometer östlich von Castlebar wird anhand von Alltagsgegenständen das ländliche Leben vom mittleren 19. bis 20. Jahrhundert präsentiert. Passend zum Thema liegt dieser Teil des Museums am anderen Ende von Irland rund 3 Autostunden von Dublin entfernt.

Stadtviertel Temple Bar

Dublins beliebtes Ausgehviertel voller Pubs, Graffiti und Musik ist entlang seiner kopfsteingepflasterten Straßenzüge auch reich an interessanter Architektur, sowie Kunst- und Kultureinrichtungen. Der lebhafte Stadtteil am Flussufer bietet Drinks und Köstlichkeiten aus aller Welt, unterhalten von DJs und Live-Musik.

Tagsüber lohnt sich das Schmökern durch die schmucken Boutiquen und Kunsthandwerksläden oder ein Zwischenstop in den kleinen Galerien und Museen, die an nahezu jeder Ecke zu finden sind.

Trinity College

Wer über das Kopfsteinpflaster von Irlands ältester Universität schreitet, taucht in eine stille Welt der Wissenschaft abseits von Lärm und Hektik ein. In der 1592 gegründeten Universität von Dublin ist neben der akademischen Ruhe vor allem die größte Bibliothek Irlands sehenswert. In den gewaltigen Bücherregalen des Long Room sind rund 200.000 Bände der über 4 Millionen Schriften gelagert. Die wertvollste von ihnen ist wohl das Book of Kells mit den 4 Evangelien aus dem Jahr 800.

Grafton Street

Die rund 500 Meter lange Grafton Street startet direkt am Trinity College und verläuft in südlicher Richtung bis zum St. Stephen’s Green. In Dublins Einkaufsstraße Nr. 1 kann man nicht nur shoppen, sondern auch Musikanten und Streetart bewundern, oder einfach nur bei einem gemütlichen Drink dem bunten Treiben zusehen.

Kilmainham Gaol

Als ein Stück wertvoller Geschichte berichtet das historische Staatsgefängnis unter anderem vom Osteraufstand im Jahr 1916. Die 1795 erbaute und 1924 geschlossene Anstalt kann heute als Museum von innen besichtigt werden. Die Atmosphäre im ehemaligen Exekutionshof, in dem 2 schlichte Holzkreuze an die Opfer erinnern, ist allerdings nichts für Zartbesaitete.

Phönix Park

3km nordwestlich des Stadtzentrums liegt dieses idyllische Naherholungsgebiet, welches mit einer Fläche von über 700 Hektar zu den größten Stadtparks der Welt zählt. Die „grüne Lunge Dublins“ beherbergt unter anderem das geschichtsträchtige Magazin Fort in Form eines fünfzackigen Sterns, das 62m hohe Wellington-Denkmal und den Zoo von Dublin. Das Damwild im Park ist übrigens nicht aus dem Zoo ausgebüxt – von diesen eleganten Hirschen lebt ein ganzes Rudel im Phönix Park, welches sich frei bewegen darf.

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