Kinabulu Park auf Borneo, Malaysia

Ein Tourist auf dem Weg zum Mount Kinabulu, der mit einer Höhe von knapp 4.100 Metern einer der höchsten Berge Südostasiens ist, Malaysia - © Krajomfire / Shutterstock
© Krajomfire / Shutterstock

Der Kinabulu Park befindet sich in Malaysien in der Provinz Saba im Norden der Insel Borneo. Seine unglaubliche Pflanzenvielfalt und der Mount Kinabulu, einer der höchsten Berge Südostasiens, machen ihn zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Malaysiens.

Der Kinabulu Park befindet sich in Malaysia an der Westküste des Bundesstaates Sabah, der sich im Norden der Insel Borneo befindet. Im Jahr 1964 wurde der Kinabulu Park als erster State Park Malaysias gegründet und im Jahr 2.000 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe des Landes erklärt.

Der Namensgeber des Parks ist der Mount Kinabulu, mit einer Höhe von knapp 4.100 Metern einer der höchsten Berge Südostasiens. Er ist auch gleichzeitig die Hauptattraktion des Kinabulu Parks und kann unter der Führung eines professionellen Guides bestiegen werden. Neben „normalem” Bergsteigen können Besucher auch die so genannten Mountain Torp ausprobieren.

Die Via Ferrata („Eiserne Straße”) führt von 3.200 auf 3.800 Meter Seehöhe und ist Teil einiger Routen an der Nordflanke des Berges. An einer Vielzahl von Steigeisen, Stahlseilen und Planken können sich besonders Mutige nach oben hangeln oder ihre ersten Erfahrungen im Abseilen sammeln.

Am Mount Kinabulu, kurz vor dem Gipfel dem Low’s Peak in einer Höhe von knapp 4.000 Metern, Malaysia - © MEMEME / Shutterstock
© MEMEME / Shutterstock

Einmal im Jahr findet am Mount Kinabulu der internationale „Climbathon” statt, der auch als „heftigster Berglauf der Welt” bekannt ist. Die besten schaffen den Auf- und Abstieg in einigen wenigen Stunden.

Kurios: Der höchste Gipfel des Mount Kinabulu, der Low’s Peak (eigentlich „niedrige Spitze”) hat seine Bezeichnung nicht einem besonders witzigen Namensgeber zu verdanken, sondern wurde nach dem Briten Hugh Low benannt, welcher den Gipfel als erstes erklommen hat.

Fantastische Flora und Fauna im Kinabulu Park

Die Pflanzenvielfalt des Kinabulu Parks ist absolut atemberaubend. Über 5.000 verschiedene Arten wachsen auf seiner Fläche von 75.000 Hektar, was mehr als der Größe Singapurs entspricht. Davon sind allein 1.000 Arten farbenprächtige Orchideen und 620 von ihnen machen Farne aus.

Eine Rafflesia, diese Pflanze bildet mit bis zu einem Meter die größten Blüten im Pflanzenreich, Kinapulu Nationalpark, Malaysia - © kkaplin / Shutterstock
© kkaplin / Shutterstock

Neben den Orchideen gehören vor allem die fleischfressenden Pitcher Plants zu den Touristenattraktionen, sowie die gigantische Rafflesia, die größte Blume der Welt, deren Blüte einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen und bis zu 10kg schwer werden kann. Sie zu Gesicht bekommen ist ein Riesenglück, da sie nur äußerst selten blüht.

Tipp: Empfindliche Nasen sollten der imposanten Rafflesia nicht zu nahe kommen. Mit ihrem Geruch nach verrottendem Fleisch zieht sie Fliegen und andere Insekten an, von denen sie sich ernährt.

Durch dieses artenreiche Dickicht aus unglaublichen Farben und Formen streifen 90 verschiedene Säugetiere, 22 weitere leben im Gebirge des Mount Kinabulu. Die Lüfte bevölkern 20 Fledermaus- und über 300 Vogelarten. Unglaubliche 850 verschiedene Schmetterlinge gibt es im Kinabulu-Park zu beobachten. Auf einem 60m hohen Baumwipfelwanderweg kann man die atemberaubende Schönheit des Kinabulu Parks aus der Vogelperspektive betrachten.

Unterwegs im Kinabulu Park

Von Kota Kinabulu ist der Kinabulu Park knapp 90km entfernt. Die zwei Autostunden können auch mit dem Shuttlebus zurückgelegt werden. Die Unterkunftsmöglichkeiten im Kinabulu Park sind ebenso vielfältig wie der Park selbst. Von luxuriösen Hotels über niedliche Lodges bis hin zu kleinen Pensionen ist für jeden Budgetplan etwas dabei. Reservierungen können beim privaten Unternehmen „Sutera Harbour” vorgenommen werden.

Auch in der Umgebung des atemberaubenden Naturparks gibt es einiges zu sehen. In der Natural History Gallery kann mit den Naturwundern des Kinabulu Parks noch einmal in den zahlreichen Ausstellungen der Flora und Fauna auf Tuchfühlung gegangen werden. Hier können auch Führungen durch den Park gebucht werden.

Etwa eine halbe Autostunde vom Verwaltungszentrum des Parks entfernt befinden sich die Poring Hot Springs. Aus tiefen Erdlöchern sprudeln hier warme Schwefelquellen, durch die ein Wanderweg führt, vorbei an rauschenden Wasserfällen, einer Schmetterlingsfarm und einem wunderschönen Orchideengarten. In manchen Pools kann auch gebadet werden, dem schwefeligen Wasser werden heilende Kräfte nachgesagt.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Kinabulu Parks (englisch)