Laguna Verde und Laguna Blanca, Bolivien

Die Laguna Verde mit dem Vulkan Lincancabur, Bolivien - © Marcel Hurni / Fotolia
© Marcel Hurni / Fotolia

Die beiden Lagunen Laguna Verde und Laguna Blanca liegen im Südwesten Boliviens. Aufgrund von Mineralien schimmert das Wasser in sattem Grün bzw. leuchtendem Weiß und zaubert atemberaubende Farbspiele in die rotbraune Wüstenlandschaft der bolivischen Anden.

Die Laguna Verde liegt im Südwesten Boliviens an der Grenze zu Chile. Sie befindet sich im Nationalpark Andina Eduardo Abaro am Fuß des Vulkans Licancabur.

Inmitten der atemberaubenden Mondlandschaft der bolivischen Anden, auch Altiplano genannt, ist die Laguna Verde ein unübersehbarer Farbklecks. Wer die Lagune erblickt weiß sofort, woher ihr Name „Grüne Lagune” stammt.

Am Fuß des 4.329 Meter hohen Licancabur inmitten der dunklen Berge Boliviens wirkt der leuchtend grüne See wie aus einer anderen Welt. Die intensive Farbe wird durch Mineralien verursacht. Magnesium, Kalziumkarbonat, Blei und Arsen bringen das Wasser je nach Sonneneinstrahlung zum Leuchten. Je heftiger der Wind über die Wasseroberfläche weht, desto mehr Ablagerungen werden aufgewirbelt und desto dunkler wird das Grün. Die Farbschattierungen reichen von zartem Türkis bis zu intensivem Smaragdgrün.

Die Mineralmischung der Laguna Verde ist übrigens nichts für Flamingos. Dafür halten sich die rosagefiederten Vögel mit Vorliebe an der benachbarten Laguna Blanca auf. Diese ist nur durch einen engen Kanal von der Laguna Verde getrennt, weist jedoch eine völlig andere Mineralienzusammensetzung auf.

An der Laguna Blanca im Hochland von Bolivien - © astrosoft - Fotolia
© astrosoft – Fotolia

Die Laguna Blanca („Weiße Lagune”) ist mit einer Oberfläche von knapp 11km² fast doppelt so groß wie die Laguna Verde. Hier sind wieder andere Mineralien am Werk, die die Lagune in einem ganz hellen Grün, eben beinahe schon Weiß erstrahlen lassen. Scheint noch dazu die Sonne auf die Wasseroberfläche, ist die Lagune Blanca eine wahrlich blendende Erscheinung.

Die grellen Farben der beiden Lagunen vor den rotbraunen Bergen hinterlassen ein unvergessliches Bild im Gedächtnis jedes Besuchers.

Tipp: Die große Höhe der beiden Lagunen erfordern eine möglichst langsame Akklimatisierung an die Höhenluft. Auf dem Weg von San Pedro de Atacama empfiehlt es sich, mehrere Pausen einzulegen. Auch wenn es nicht heiß, sondern nur angenehm warm ist, wenn die Sonne scheint – Sonnenschutz ist absolute Pflicht!

Anfahrt zur Laguna Blanca und Laguna Verde

Am besten zu erreichen sind die beiden Lagunen von San Pedro de Atacama in Chile aus. Mit dem Geländefahrzeug ist die Durchquerung der bolivianischen Kraterlandschaft im Südwesten Boliviens ohne Probleme zu bewältigen. Die Grenzübergangsformalitäten für Chile können direkt in San Pedro de Atacama erledigt werden, für die Einreise in Bolivien gibt es eine kleine Hütte am Weg zu den Lagunen.

Wer sich den Grenzübergang ersparen möchte, kann eine drei- bis fünftägige Tour vom bolivischen Uyuni am berühmten Salar de Uyuni aus buchen.#

Tipp: Auch die sehenswerte Laguna Colorada, ein blutroter See mit Schwärmen von Flamingos, liegt ganz in der Nähe und komplettiert die Farbschattierungen von Grün und Weiß mit sattem Rot.