Geysire von Sol de Mañana, Bolivien

Ablagerungen von Kupfer, Eisen und anderen Sulfaten verleihen den Bergflanken ihr buntes Erscheinungsbild, Geysire von Sol de Mañana, Bolivien - © Galyna Andrushko / Shutterstock
© Galyna Andrushko / Shutterstock

Die Geysire von Sol de Mañana liegen in der atemberaubenden Wüstenlandschaft Boliviens im Department Potosí. Mit einer Höhe von 4.850 bis 4.910 Metern ist das Sol de Mañana das höchstgelegene Geysirfeld der Welt.

Das etwa 10km2 große Geysirfeld Sol de Mañana in Bolivien ist berühmt für seine spektakulären vulkanischen Aktivitäten. Es liegt südwestlich der smaragdgrünen Laguna Verde und ganz in der Nähe der von Flamingos bevölkerten Laguna Colorada. Es befindet sich auf einer Höhe von 4.850 bis 4.910 Metern und ist damit das höchstgelegene Geysirfeld der Welt.

Seinen Namen „Sonne des Morgens” hat das Geysirfeld dem Umstand zu verdanken, dass sein Erscheinungsbild in der aufgehenden Sonne noch einmal um einiges spektakulärer erscheint, als tagsüber.

BILDER: Geysire von Sol de Mañana

Bunte Berge und rauchende Löcher

Schon die Fahrt nach Sol de Mañana ist ein kleines Abenteuer. Die Piste führt durch eine Mondlandschaft aus gelben-orange-rot-braunen Bergen, die vor dem azurblauen Himmel in fast 5.000 Metern Höhe einen unvergesslichen Anblick darstellen. Diese Hügelkette wird nicht umsonst „coloured mountains”, „bunte Berge” genannt. Die Farbenpracht entstand durch die vulkanische Aktivität während der Auffaltung der Berge. Ablagerungen von Kupfer, Eisen und anderen Sulfaten verleihen den Bergflanken ihr buntes Erscheinungsbild.

Das Geysirfeld Sol de Mañana (Sonne des Morgens) in Bolivien ist vor allem bei Sonnenaufgang spektakulär anzusehen - © Galyna Andrushko / Shutterstock
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Die karge Wüstenlandschaft wird immer wieder von skurrilen von Wind und Wetter gestalteten Figuren unterbrochen. Auf etwa 4.400 Metern Höhe tauchen dann die ersten heißen Quellen auf, in manchen von ihnen kann man seine Füße wärmen.

Je weiter man in das Gebiet der Sol de Manana hineinfährt, desto wilder wird die Landschaft. Brodelnde Lavaseen, kochende Schlammpfützen und heiße Quellen wechseln sich ab mit rauchenden Flüssen und gischt-sprühenden Erdlöchern. Zeitweise herrscht eine Stimmung wie kurz nach der Entstehung der Erde. Alles ist heiß und dampfig, der Boden raucht und zischt und stößt weiße Fontänen von Dampf und Wasser bis zu 50 Metern in die Höhe.

Das Geysirfeld Sol de Mañana stößt weiße Fontänen von Dampf und Wasser bis zu 50 Metern in die Höhe, Bolivien - © Vladimir Melnik / Shutterstock
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Die Fumarolen, rauchende Löcher im Boden, und die Geysire, die wasserspeienden Erdlöcher, verströmen einen höllischen Duft nach Schwefel. Die lebensfeindliche Umgebung aus Dampf und Gasen und noch dazu die große Höhe schaffen für Tiere eher schwierige Überlebensbedingungen. Nur ein paar Vikunjas, Lama-ähnliche Geschöpfe des südamerikanischen Hochlandes, treiben sich zwischen den brodelnden Löchern im Boden umher.

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