Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Prag

Welche Highlights und Attraktionen dürfen Sie beim Urlaub in Prag auf keinen Fall versäumen? Hier finden Sie eine Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Prag!

Das wunderbare Prag, die Hauptstadt Tschechiens hat sich in den letzten Jahren zum beliebten Touristenziel gemausert. Rund um die berühmte Prager Burg warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten darauf entdeckt zu werden. Historische Plätze, imposante Bauten aus Gotik und Barock, moderne Architektur und eine reiche Kultur machen das einstige Zentrum Böhmens zu einem lohnenden Ziel für Städtereisen in Europa.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Prag können in nur zwei Tagen besichtigt werden, denn die Distanzen zwischen ihnen sind nicht besonders groß. So bietet sich zum Beispiel an, am ersten Tag die Prager Altstadt zu durchstreifen und am zweiten Tag das Burgviertel und die Ufer der Moldau unsicher zu machen.

Tipp: Mit der Prag Card können viele Sehenswürdigkeiten von Prag kostenlos besichtigt werden. Auch eine Bus-Tour durch die sehenswerte Altstadt von Prag ist enthalten.

Altstädter Ring

In Zentrum der Prager Altstadt liegt der Altstädter Ring, der älteste Teil von Prag mit Relikten aus einer Zeit, als Prag Handelsmittelpunkt und Residenzstadt war, Tschechien - © Vladimir Sazonov / Shutterstock
© Vladimir Sazonov / Shutterstock

Sehenswerte Architektur, Restaurants, Cafés und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten prägen das Bild der Prager Altstadt. In ihrem Zentrum liegt der Altstädter Ring, der älteste Teil von Prag. Hier sind noch die Relikte aus der Zeit zu sehen, als Prag Handelsmittelpunkt und Residenzstadt war.

Die lange Reihe an Renaissance- und Barockhäusern mit ihren meisterhaft gestalteten Fassaden lädt am 9.000 Quadratmeter großen Marktplatz zum Flanieren und Staunen ein.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Altstädter Ring zählen die St. Gallus-Kirche, das Carolinum, die Teynkirche, das Haus zur Steinernen Glocke und das Jan Hus Denkmal im Zentrum des Platzes. An der Ecke Enge Gasse/Karpfengasse befand sich außerdem bis 1902 Kafkas Geburtshaus. Im Haus „Zum Einhorn“ trafen sich regelmäßig jüdische Schriftsteller und Künstler, unter anderem Franz Kafka. Markantestes Bauwerk auf dem Altstädter Ring ist allerdings das Altstädter Rathaus.

Altstädter Rathaus – astronomische Uhr

Das Altstädter Rathaus in Prag zieht vor allem aufgrund seiner gigantischen astronomischen Uhr alle Blicke auf sich, Tschechien - © GoneWithTheWind / Shutterstock
© GoneWithTheWind / Shutterstock

Das Altstädter Rathaus an der südöstlichen Ecke des Prager Marktplatzes ist ein gotischer Prachtbau aus dem späten 14. Jahrhundert. Neben den auffälligen Rund- und Spitzbogenfenstern zieht es vor allem aufgrund seiner gigantischen astronomischen Uhr alle Blicke auf sich.

Die kunstvollen Sonne- und Mondzeiger, die Tierkreiszeichen, das Ziffernblatt aus dem Jahr 1410 und der aufwändig geschnitzte Rahmen machen die Rathaus-Uhr zu einer Sehenswürdigkeit für sich. Jede Stunde versammeln sich hunderte Menschen vor der astronomischen Uhr: Dann bewegen sich nämlich die Zeiger und Figuren des technischen Wunderwerks.

Tipp: Der Turm des Altstädter Rathauses kann bestiegen werden und bietet einen grandiosen Rundumblick über die bunten Dächer und Fassaden der Prager Altstadt.

Karlsbrücke

Panoramablick auf die Karlsbrücke und das historische Zentrum von Prag bei Sonnenuntergang, Prag, Tschechien - © Rasto SK / Shutterstock
© Rasto SK / Shutterstock

Über den Krönungsweg und die kleine Karlsgasse gelangt man von der Prager Altstadt zur markanten Karlsbrücke, die von zwei Türmen begrenzt über die Moldau führt. Im 14. Jahrhundert errichtet zählt sie zu den ältesten Steinbrücken Europas. Damals trug sie einen großen Teil zur Bedeutung Prags als Handelszentrum bei.

Die Karlsbrücke ist den Fußgängern vorbehalten, der Autoverkehr hat auf der historischen Sehenswürdigkeit nichts verloren. Bei einem Bummel über die Karlsbrücke beeindrucken nicht nur die Gebäude der Altstadt am Ufer, sondern auch die detailreich gestalteten Heiligenfiguren an der Brüstung. Unter anderem wachen hier der Heilige Johannes der Täufer, der Heilige Josef und der Heilige Christophorus über das Wohl der Fußgänger.

Auch der Heilige Johannes von Nepomuk ist hier zu finden – angeblich genau an der Stelle, wo der böhmische Priester und Märtyrer einst in die Moldau gestürzt wurde. Er ist übrigens nicht nur der Schutzpatron von Böhmen, sondern auch der Brücken.

Die Steinfiguren auf der Karlsbrücke sind allerdings nur noch Kopien, die Originale sind im Prager Nationalmuseum zu bewundern.

Tipp: Am frühen Morgen oder nach Sonnenuntergang ist die sonst eher farblose Karlsbrücke wunderbar beleuchtet – das perfekte Prager Postkartenmotiv.

Prager Burg

Die weitläufige Prager Burg wurde ab dem 9. Jahrhundert errichtet und ist das größte geschlossene Burgareal der Welt, Tschechien - © V_E / Shutterstock
© V_E / Shutterstock

Auf der anderen Seite von Prag thront mit der Prager Burg ein weiteres Wahrzeichen der tschechischen Hauptstadt. Die weitläufige Prager Burg wurde ab dem 9. Jahrhundert errichtet und ist das größte geschlossene Burgareal der Welt.

In die Geschichte ging die Prager Burg unter anderem als Schauplatz des „Zweiten Prager Fenstersturzes“ im Mai 1618 ein, der als Auslöser des Dreißigjährigen Krieges gilt. Heute beherbergt sie die Amtsräumlichkeiten des Präsidenten von Tschechien und ist damit politisches Zentrum des Landes.

Der gesamte Burgkomplex kann mit verschiedenen Eintrittskarten besichtigt werden. Sehenswert sind unter anderem die drei Burghöfe, die Kapellen, der große Burggarten und vor allem die spektakuläre Aussicht über die Dächer von Prag. Einen Vorgeschmack auf diese gibt es bereits beim Aufstieg, der nicht geübte Wanderer schon mal etwas außer Puste bringen kann.

Tipp: Wer um die Mittagszeit den Burgberg erklimmt, sollte um 12 Uhr einen Zwischenstopp am Ehrenplatz vor der Prager Burg einlegen und der Wachablöse-Zeremonie beiwohnen.

Veitsdom

Inmitten der Prager Burg thront unübersehbar der gewaltige Veitsdom., die größte Kirche Tschechiens - © fotorince / Shutterstock
© fotorince / Shutterstock

Inmitten der Prager Burg thront unübersehbar der gewaltige Veitsdom. Die größte Kirche Tschechiens ist auch die Kathedrale des Erzbistums Prag und wurde ab dem Jahr 1344 nach dem Vorbild der großen Kathedralen Frankreichs errichtet.

Ebenso imposant wie sein Äußeres sind auch seine inneren Werte. Beeindruckend sind zum Beispiel die 17 Tonnen schwere Sigismundglocke (ebenfalls die größte Glocke Tschechiens) und die kostbare Wenzelskapelle mit den Schätzen der Kronkommer. Sie erinnert an den Heiligen Wenzel, der im Jahr 925 die erste Rotunde der Kathedrale errichten ließ.

Das 30 Meter hohe und 124 Meter lange Kirchenschiff beherbergt außerdem das prunkvolle Hochgrab des Heiligen Johannes von Nepomuk sowie die letzten Ruhestätten zahlreicher böhmischer Herrscher, darunter Wenzel von Böhmen, Namensgeber des Wenzelplatzes.

Tipp: Wer den 99 Meter hohen Turm erklimmt genießt vom höchsten Punkt der Prager Burg einen sensationellen Rundumblick über die Stadt.

Hradschin und Goldenes Gässchen

Rund um die Prager Burg erstreckt sich das Burgviertel Hradschin mit der Alchimistengasse, besser bekannt als „Goldenes Gässchen“, Tschechien - © Mistervlad / Shutterstock
© Mistervlad / Shutterstock

Rund um die Prager Burg erstreckt sich das Burgviertel Hradschin mit Restaurants, Cafés und einigen sehenswerten Bauten, wie zum Beispiel dem Kapuzinerkloster, dem Sternberg Palais mit der Nationalgalerie oder die Loretokapelle am gleichnamigen Platz.

Auch die Alchimistengasse befindet sich hier, besser bekannt als „Goldenes Gässchen“. Nomen est Omen, hier waren im Auftrag des Kaisers tatsächlich Alchimisten auf der Suche nach einer Formel um Gold herzustellen. Ursprünglich wurde der Bau der winzigen Häuschen im 16. Jahrhundert von Kaiser Rudolph II in Auftrag gegeben – ein Haus für jede seiner 24 Wachen.

Kafka lässt grüßen: Auch Tschechiens berühmtester Schriftsteller ließ hier um 1917 im Haus seiner Schwester (Hausnummer 22) einige seiner Werke entstehen.

Tipp: Der Hradschin ist vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag voller Touristen. Wer in Ruhe durch die Gassen und über den Burgberg schlendern möchte, sollte diese Gegend gleich nach dem Frühstück oder kurz vor dem Abendessen besuchen. Die Prager Burg und der Veitsdom sind außerdem die perfekte Adresse, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Wenzelsplatz

Der gut 700 Meter lange Wenzelsplatz zählt zu den größten Plätzen Europas und wirkt eher wie ein großer Einkaufsboulevard als ein Platz, Prag, Tschechien - © Alejandro Montecatine / Shutterstock
© Alejandro Montecatine / Shutterstock

Der gut 700 Meter lange Wenzelsplatz zählt zu den größten Plätzen Europas und wirkt mit den vielen Bäumen eher wie ein großer Einkaufsboulevard als ein Platz. Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und Shops locken sowohl Einheimische als auch Touristen unter die Dächer der historischen Barockbauten.

Am oberen Ende des Wenzelsplatzes thront unübersehbar ein Reiterdenkmal des Namensgebers, des Heiligen Wenzel von Böhmen. Es wurde im Jahr 1912 errichtet. Auch die vier Schutzheiligen Prags, Agnes, Adalbert, Ludmilla und Prokop sind am Wenzelsplatz in Stein gemeißelt zu finden.

Vyšehrad

Der Vyšehrad ist neben der Prager Burg die zweite große Befestigungsanlage in Prag, Tschechien - © Estea / Shutterstock
© Estea / Shutterstock

Der Vyšehrad ist neben der Prager Burg die zweite große Befestigungsanlage in Prag. Sie entstand im 10. Jahrhundert auf einem Hügel südlich der Neustadt und zählt zu den berühmtesten frühmittelalterlichen Festungen in ganz Böhmen.

Der Vyšehrad wurde laufend erweitert und ausgebaut und somit finden sich Merkmale der Romanik, Gotik und des Barock innerhalb seiner Mauern, wobei letzterer überwiegt.

Sehenswert sind am Vyšehrad vor allem die St.-Peter-und-Paul-Kirche und der zugehörige Friedhof, auf dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten des Landes bestattet wurden.

Tanzendes Haus

Das Tanzende Haus entstand im Jahr 1996 unter der Leitung des Architekten Frank O. Gehry und liegt in der Nähe der Altstadt, Prag, Tschechien - © Roy Harris / Shutterstock
© Roy Harris / Shutterstock

Das Tanzende Haus liegt in der Nähe der Altstadt, zählt jedoch zu den modernsten Sehenswürdigkeiten von Prag. An der Ecke Resslova-Straße direkt an der Moldau gelegen ist seine ungewöhnliche Architektur nur schwer zu übersehen. Es entstand im Jahr 1996 unter der Leitung des höchstgepriesenen Architekten Frank O. Gehry.

Aufgrund der geschwungenen Linien sieht es tatsächlich aus, als würde sich das Gebäude im Takt unhörbarer Musik wiegen. Von den Einheimischen wird das „Tanzpaar“ liebevoll als „Ginger und Fred“ bezeichnet, nach dem berühmten Leinwandpärchen Ginger Rogers und Fred Astaire.

Das Tanzende Haus von Prag hätte ursprünglich als Kulturzentrum verwendet werden sollen, beherbergt heute allerdings hauptsächlich Büroräumlichkeiten. Im Erdgeschoß zeigt eine Galerie moderne Kunstwerke und ganz oben wurde ein Edel-Restaurant eingerichtet, welches ebenfalls Ginger & Fred heißt. Die fantastische Aussicht auf die Prager Kleinseite spiegelt sich wie erwartet in den Menüpreisen wider…

Pulverturm

In der „Stadt der hundert Türme“, wie Prag auch genannt wird, ist der Pulverturm am Platz der Republik einer der herausragenden, Tschechien - © TTstudio / Shutterstock
© TTstudio / Shutterstock

In der „Stadt der hundert Türme“, wie Prag auch genannt wird, ist der Pulverturm am Platz der Republik einer der herausragenden – im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Name geht darauf zurück, dass er im 17. Jahrhundert als Lagerstätte für Schießpulver genutzt wurde.

Als Überbleibsel der 13 Türme und Tore der Stadtmauer, die einst die Prager Altstadt umgab, befindet sich der 65 Meter hohe Turm direkt auf dem Weg von der Altstadt über die Karlsbrücke zur Prager Burg. Einst begann hier der „Königsweg“, der Krönungsmarsch der böhmischen Könige.

Dementsprechend wird der Pulverturm auch als „Tor zur Altstadt“ bezeichnet. Er wurde ab dem Jahr 1475 über 400 Jahre hinweg errichtet und zeigt sich heute als neugotisches Bauwerk. Sein Eingangstor ist von historischem Wert.

Die Fassade des Pulverturms ist mit Statuen und Wappen der verschiedenen Herrscher im Lauf der Zeit geschmückt. Im Pulverturm erzählt eine Ausstellung über die Geschichte des berühmten Torturms. Auf rund 44 Metern Höhe liegt eine Aussichtsplattform, die einen wunderbaren Rundblick über die Prager Altstadt offenbart.

BILDER: Top 10 Sehenswürdigkeiten von Prag