Monaco – Sehenswertes und Reisetipps

Monaco ist das wohl schillerndste Juwel an der Côte d’Azur! Dieses winzige Fürstentum, eingebettet zwischen Frankreich und dem Mittelmeer, verspricht eine Reise voller Luxus und Eleganz.

Monaco ist berühmt für seine blendenden Casinos, darunter das legendäre Casino de Monte-Carlo mit ganz viel Glanz und Glamour. Besucher erleben hier den Nervenkitzel des Spiels in einer atemberaubenden Umgebung.

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Abseits des Casinos bietet Monaco malerische Küsten, exzellente Restaurants mit Gourmetküche und ein pulsierendes Nachtleben. Vom majestätischen Fürstenpalast geht es durch die malerische Altstadt bis zur Hafenpromenade, wo die Superyachten der Schönen und Reichen dieser Welt auf den Wellen schaukeln.

Palais Princier (Fürstenpalast)

Der Palais Princier thront auf dem Felsen „Le Rocher“ in der Altstadt von Monaco und ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco - © maxbaer / Fotolia
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Der Palais Princier im Fürstentum Monaco ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco. Der auch „Fürstenpalast der Grimaldis“ genannte Prachtbau im Stil Ludwigs XIV. thront auf dem Felsen „Le Rocher“ in Monaco Ville, der wunderschönen Altstadt Monacos.

Auf dem „Le Rocher“ am Mittelmeer wurde von den Genuesen bereits im Jahr 1191 die erste Befestigungsanlage errichtet, die im 15. Jahrhundert zu einer Garnison ausgebaut wurde.

Entstehung des Palais Princier

Angeblich bat im Jahr 1297 François Grimaldi als Mönch verkleidet Einlass in die Festung, der ihm auch gewährt wurde. So konnte das mächtige Bollwerk von der Familie Grimaldi eingenommen und zu ihrer Festung gemacht werden.

Die Herrscher von Monaco wollten jedoch nicht länger in einer mittelalterlichen Burg leben und nach und nach entstand das prachtvolle Palais Princier, das Besuchern noch heute Ausrufe des Staunens entlockt. Das barocke Hauptportal mit dem Grimaldi-Wappen wurde im 17. Jahrhundert von Louis I. von Monaco errichtet. Die 30 Stufen der prachtvollen Treppe zum Portal wurden aus einem einzigen Block aus feinstem Carrara-Marmor gefertigt.

Auch die Böden des Palastes bestehen aus dem wertvollen Gestein Italiens. Die kunstvollen Heldentaten des Herakles in der Loggia stammen von Orazio de Ferrari, ebenso wie die meisterhafte Darstellung der Auslieferung an Alexander den Großen an der Decke des Thronsaals. Die barocke Inneneinrichtung wurde von Fürst Charles III. veranlasst.

Von der ursprünglichen Burg aus dem frühen 12. Jahrhundert sind an der heutigen rechten Fassade des Palais Princier noch drei restaurierte Türme erhalten geblieben. Durch die ständigen Erweiterungen ist der Palais Princier ein eindrucksvoller Stilmix vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.

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Besuch im Palais Princier

Einige der eindrucksvollen Räumlichkeiten des Palastes sind für Besucher zugänglich, ebenso wie das Napoleon-Museum, welches sich im vorderen Teil des Palais Princier befindet. Zu den prächtigsten Räumlichkeiten gehört neben dem prachtvollen Thronsaal auch die Spiegel-Galerie, deren hintereinander gereihte Spiegel dem Saal eine unendliche Weite verliehen.

Dahinter befinden sich:

  • der Blaue Salon und der Rote Salon, deren Wände mit wertvollem Seidenbrokat geschmückt sind
  • der York-Raum mit einem kostbaren Marmortisch und Gemälden der vier Jahreszeiten von Gregorio de Ferrari
  • der Gelbe Salon, das Schlafgemach von Ludwig XV
  • der Mazarin-Salon, benannt nach dem französischen Kardinal Jules Mazarin, dessen Gemälde inmitten von vergoldeten Holztäfelungen über dem Kamin hängt.

All diese Räume liegen in einer Flucht. Durch die gegenüberliegenden Türen schritten die monegassischen Fürsten einst von einem Prunkraum in den nächsten.

Ein Audioguide führt durch die eindrucksvollen Säle und informiert über die Geschichte der Grimaldis. Den Abschluss des Palastspaziergangs bildet ein Besuch der Museen, in dem unter anderem Picassos berühmtes Werk „Krieg und Frieden“ zu sehen ist.

Tipp: Wählen Sie den Zeitpunkt für eine Tour durch den Palast so, dass Sie um kurz vor 12 Uhr mittags der täglichen stattfindenden Zeremonie der Wachablöse beiwohnen können.

Zu bedeutenden Anlässen ist der Innenhof für Besucher geöffnet, so zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstag der Familie Grimaldi. Auch das alljährliche Weihnachtsfest für Kinder findet im Palais Princier statt.

Casino von Monte Carlo

Das legendäre Casino von Monte Carlo im Fürstentum Monaco zählt zu den bekanntesten Spielbanken auf der ganzen Welt - © Veniamin Kraskov / Fotolia
© Veniamin Kraskov / Fotolia

Viele Besucher kommen natürlich nach Monte Carlo, um sich in den berühmt-berüchtigten Casinos mit viel Glück ihre Urlaubskasse aufzubessern.

Das legendäre Casino von Monte Carlo im Fürstentum Monaco zählt zu den bekanntesten Spielbanken auf der ganzen Welt. Die Geschichte des Casinos von Monte Carlo reicht bis in das Jahr 1856 zurück. Damals überlegte man eine neue Einnahmequelle für Monaco und die Franzosen Napoléon Langlois und Albert Aubert erhielten vom damaligen Fürsten Florestan die erste Lizenz zum Spielen.

In den ersten Jahren brachte das Casino allerdings ausschließlich Verluste ein. Die Lizenz wurde aufgrund der Erfolglosigkeit von einem zum anderen gereicht und fiel schließlich in die Hände von François Blanc, der bereits in Bad Homburg ein erfolgreiches Casino aufgebaut hatte.

Der findige Finanzier aus Frankreich sah auf einen Blick, dass die fehlende Infrastruktur der Grund für das schleppende Spielgeschäft war. Er ließ Hotels, Straßen und die Eisenbahnlinie errichten und tatsächlich stieg mit der Eröffnung der Zugverbindung im Jahr 1868 der Besucherstrom drastisch an. Plötzlich fuhr das Casino derartige Gewinne ein, dass Fürst Charles III. alle direkten Steuern abschaffen und Monaco nur noch von den Einnahmen des Casinos finanziert werden konnte.

Auf und Ab der Finanzen

Der erste Einbruch des Geldflusses kam im deutsch-französischen Krieg, als das Casino sogar geschlossen wurde. Die Grimaldis kamen in die Verlegenheit des Geldmangels und nahmen vom griechischen Waffenhändler Basil Zaharoff ein großzügiges Darlehen an unter der Bedingung, dass er das Casino zu einem beliebigen Zeitpunkt übernehmen könne.

So geschah es auch. Zaharoff verlor jedoch bald das Interesse am Casino und verkaufte es an ein Syndikat. Im Zweiten Weltkrieg boomte das Casino in Monte Carlo entgegen aller Erwartungen. Hier trafen sich Nazi-Offiziere auf Urlaub mit französischen Kollaborateuren, unbekannten Draufgängern und italienischen Geschäftsmännern. Viele davon brachten immense Einsätze und bescherten dem Casino Gewinne von über 100 Millionen Franc.

Nach dem Krieg ging es wieder bergab und abermals wurde die Fürstenfamilie von einem Griechen aus der finanziellen Notlage gerettet, diesmal war es der Schiffsreeder Aristoteles Onassis. Er wollte ursprünglich nur ein leerstehendes Gebäude der Casino-Betreibergesellschaft SBM („Société des Bains de Mer“) kaufen. Als diese ablehnte, kaufte er aus Ärger genug Aktien, um das gesamte Casino zu übernehmen.

Nach weiteren Investitionen stiegen die Gewinne wieder. Nach Differenzen mit dem amtierenden Fürsten Rainier, der Monaco für die breite Masse an Touristen eröffnen wollte, zog sich Onassis 1965 aus der SBM zurück. Die glorreichen Zeiten des Casinos schienen vorbei zu sein, überwältigende Gewinne gab es in Monte Carlo seitdem keine mehr.

Das Casino von Monte Carlo besitzt mittlerweile zwölf Spitzenlokale, vier Luxushotels, ein Kurhaus, das Cabaret und die Oper von Monaco, mehrere Discos und den berühmten „Beach Club“.

„Ihre Einsätze bitte“ in atemberaubenden Ambiente

Das prestigeträchtige Casino von Monte Carlo ist heute noch in einem prachtvollen Gebäude des gefeierten Architekten Charles Garnier untergebracht, der auch die Pariser Oper entworfen hat.

Allein, um den eindrucksvolle Bau zu betrachten, ist das spektakuläre Casino einen Besuch wert. Kunstvolle Fresken, Gemälde, Glasfenster und Skulpturen schmücken prunkvolle Räume mit Verzierungen aus Marmor und Gold, dazwischen schweben elegant gekleidete Herrschaften champagnerschlürfend über die weichen Teppiche. Roulette, Black Jack und funkelnde Spielautomaten, die im 19. Jahrhundert zu den schönsten der Welt zählten, können hier in atemberaubender Noblesse versucht werden. Auch im lebhaften „Café de Paris“, dem berühmten „Sun Casino“ oder dem malerischen „Palmensaal“ steht der Spielleidenschaft nichts im Wege.

Wem an den Spieltischen des Casinos zu heiß wird, kann in den prachtvoll angelegten Garten ausweichen, vorbei an den zahlreichen Luxusschlitten, die vor dem Casino geduldig auf ihre Besitzer warten.

Alles in allem ein einzigartiges Erlebnis voller Glanz und Glamour und intensiver Emotionen, die einen Besuch im Casino von Monaco unvergesslich werden lassen.

Formel 1: Circuit de Monaco

Der traditionelle Formel-1 Stadtkurs „Circuit de Monaco“  ist bereit für die schnellsten Autofahrer der Welt, Monaco - © Francesco Dazzi / Shutterstock
© Francesco Dazzi / Shutterstock

Apropos Luxusschlitten: Einmal im Jahr hallt das Fürstentum Monaco vom Heulen der Motoren wider. Dass der Formel-1-Zirkus in der Stadt ist, ist nicht zu überhören. Auf dem traditionellen Stadtkurs „Circuit de Monaco“ durch die Bezirke Monte Carlo und La Condamine matchen sich die schnellsten Autofahrer der Welt.

Die Idee, auf den engen Straßen Monacos ein Formel-1-Rennen auszutragen, entstand schon in den 1920er-Jahren. Zum ersten Mal war es dann 1950 so weit und seit 1955 flitzen die Boliden jedes Jahr durch die wunderschöne Stadt. Mittlerweile zählt der Große Preis von Monaco gemeinsam mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans und dem 500-Meilen-Rennen in Indianapolis zu den drei Kronen des Autorennsports.

Einzigartig: Der Große Preis von Monaco

Warum ist gerade der Grand Prix von Monaco ein derartig prestigeträchtiges Rennen? Es ist weder der schnellste, noch der spannendste Formel-1-Kurs, im Gegenteil. Die Strecke, die einmal im Jahr die Rennboliden gehört, ist sonst Teil des ganz normalen Straßenverkehrs, mit engen Kurven, Kanaldeckeln, einem Tunnel, Abbiegespuren und Zebrastreifen.

Demnach ist auch die Breite der Straße nicht auf die sonst üblichen Renngeschwindigkeiten ausgelegt, die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Circuit de Monaco liegt bei gemütlichen 150km/h. Um die Renndistanz in diesem vergleichsweisen Schneckentempo innerhalb der gebotenen zwei Stunden bewältigen zu können, ist die Rennstrecke statt der laut FIA üblichen 305 auch nur 260 Kilometer lang.

Überholmanöver während des Rennes sind auf der engen Strecke praktisch unmöglich, die Entscheidung über den Sieg fällt meistens im vorhergehenden Qualifying für die Startaufstellung oder in der Boxengasse.

Was den Großen Preis von Monaco so einzigartig macht, ist seine glamouröse Kulisse und die damit einhergehende atemberaubende Atmosphäre, die jeden Besucher, egal ob Motorsportfan oder nicht, sofort in Beschlag nimmt. Auch die Formel-1-Piloten verbindet eine Hassliebe zu dem verrückten Stadtkurs. Einerseits lieben sie die fantastische Atmosphäre der Schönen und Reichen und die spektakuläre Kulisse der Yachthäfen Monacos, andererseits sind die Arbeitsbedingungen in den engen Boxengassen schwierig und das Unfallrisiko hoch.

Wer also das Glück haben sollte, zur Zeit des Großen Preis von Monaco gerade in der Stadt zu verweilen, kann sich auf vier actionreiche Tage einstellen. Die Preise steigen an diesem Wochenende zwar in unermessliche Höhen, aber die ausgelassene und von Spannung geladene Stimmung hinterlässt unvergessliche Eindrücke.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Casinos von Monte Carlo
Offizielle Website des Formel-1-Grand Prix von Monaco inkl. Ticketpreise
Offizielle Website des Palais Princier in Monaco inkl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise

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