Museum für moderne Kunst, Luxemburg

Das Museum für moderne Kunst (Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, kurz „MUDAM“) befindet sich in der Stadt Luxemburg am Gelände der ehemaligen Verteidigungsanlage Fort Thüngen - © Germain PHILIPPE / Fotolia
© Germain PHILIPPE / Fotolia

Das Museum für moderne Kunst in der Stadt Luxemburg wurde am Gelände des historischen Forts Thüngen errichtet. Die einzigartige Symbiose zwischen Alt und Neu beherbergt verschiedenste Kunstwerke von über 100 Künstlern.

Das Museum für moderne Kunst (Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, kurz „MUDAM”) befindet sich in der Stadt Luxemburg am Gelände der ehemaligen Verteidigungsanlage Fort Thüngen im Nordosten der Stadt. Wie der französische Name schon sagt, ist das Museum dem Großherzog Jean gewidmet, der von 1964 bis 2000 Großherzog von Luxemburg war.

Errichtung für die Kulturhauptstadt 1995

Nachdem Luxemburg im Jahr 1995 Europäische Kulturhauptstadt werden sollte, wurde der Bau eines Kunstmuseums als notwendig erachtet. Die ersten Pläne entstanden bereits in den 1980er-Jahren. Mit dem Design des Museums wurde der weltbekannte chinesisch-stämmige US-amerikanischen Architekt Ieoh Ming Pei betraut. Dieser hat sein Können bereits bei wichtigen internationalen Werken wie dem Louvre in Paris, der National Gallery of Art in Washington oder dem Bank of China Tower in Hongkong unter Beweis gestellt. Seine Idee war es, Altes mit Neuem zu verbinden und so wählte er als Standort die historische Stätte des Fort Thüngen, das dafür rekonstruiert werden sollte.

Ieoh Ming Pei stieß mit seinen Ursprungsplänen dennoch auf heftigen Widerstand der Bevölkerung. Vielen Luxemburgern war der Entwurf zu groß und zu teuer und manche fürchteten, dass die historischen Überreste des Fort Thüngen zerstört werden würden. Sogar eine Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen. Sie trug den klingenden Namen „Fanger wech vun den Dräi Eechelen”, also so viel wie „Finger weg von den drei Eicheln”. („Drei Eicheln” hieß das Fort aufgrund der drei goldenen Eicheln, die sich auf seinen Dachspitzen befinden.)

Schließlich einigte man sich darauf, das Museum für moderne Kunst neben dem Fort Thüngen im Parc Dräi Eechelen zu errichten. 1999 wurde der Grundstein gelegt und 7 Jahre und 88 Millionen Euro später konnte das Museum durch den Großherzog Jean eröffnet werden. Für die Gestaltung des Parks wurde ein Landschaftsarchitektur-Wettbewerb ausgeschrieben, den der Pariser Landschaftsgestalter Michel Desvigne gewann.

Das Museum ist heute im Volksmund auch unter der Bezeichnung „Pei-Museum” bekannt und beherbergt 230 Werke von über 100 internationalen Künstlern, die jedoch zum Großteil aus Luxemburg und seiner Umgebung stammen. Viele davon waren Auftragsarbeiten, die eigens für die Räumlichkeiten des Museums angefertigt wurden. Die Kunstwerke erstrecken sich von Gemälden und Zeichnungen über Architektur, Fotografie und Grafiken bis hin zu Mode und Design sowie Ton und Multimedia.

Bereits im ersten Jahr zählte des Museum für moderne Kunst 115.000 Besucher, was für ein luxemburgisches Museum einen echten Rekord darstellte.

Tipp: Das Museum kann mit der Luxembourg-Card kostenlos besichtigt werden.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Museums für moderne Kunst in Luxemburg
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