Grubenmuseum in Rëmeleng, Luxemburg

In einer verlassenen Mine wird im Grubenmuseum in Rëmeleng in Luxemburg die Eisenerzförderung vorgestellt - © Peter Gudella / Shutterstock
© Peter Gudella / Shutterstock

Das Grubenmuseum in der luxemburgischen Stadt Rëmeleng stellt in einer ehemaligen Maschinenhalle und in einer verlassenen Mine Werkzeuge und Ausrüstung zur Eisenerzförderung der letzten Jahrhunderte vor.

Das luxemburgische Grubenmuseum befindet sich in der Stadt Rëmeleng (deutsch: Rümelingen, französisch: Rumelange) im Kanton Esch-Sur-Alzette ganz im Süden Luxemburgs nahe an der Grenze zu Frankreich. Die Hügel in seiner Umgebung sind mit kilometerlangen Bergwerksstollen versehen, in denen schon in der Zeit der Kelten und Römer Eisenerz geschürft wurde.

Für die Gründung des Museums als Erinnerung an die frühere Bergarbeit setzten sich vor allem der Rëmelenger Bürgermeister und die beiden Schöffen Will Hoffmann und Jean Krings ein. Das Grubenmuseum von Rëmeleng wurde im Jahr 1973 eröffnet.

Besuch des Grubenmuseums in Rëmeleng

Besichtigungen des Museums sind nur anhand von geführten Touren möglich, die etwa 1,5 Stunden in Anspruch nehmen. Die Tourenbegleiter sind ehemalige Bergarbeiter, die ihre Stollen und den Alltag darin in lebhaften Geschichten und mit viel Liebe zum Detail vorstellen.

Tipp: In den Stollen hat es das ganze Jahr über nicht mehr als 10 °C, warme Kleidung und feste Schuhe sind daher unbedingt empfehlenswert!

Zentraler Ort und Ausgangspunkt für weitere Attraktionen des Museums ist die Maschinenhalle der Gesellschaft MMR-A. Sie beherbergt Lampen, Werkzeuge, Karte, Dokumente, Helme und Messinstrumente der Grubenmänner, aber auch Erzfunde und Fossilien aus dem Berg. Neben den Exponaten des Bergbaus wurden hier ein kleines Café und Sanitäranlagen eingerichtet. Für die kleinen Besucher wurde ein Spielplatz mit einer Mini-Eisenbahn angelegt.

Apropos Eisenbahn: Die an die Maschinenhalle angrenzenden Stollen können auch an Bord von zwei Zügen erkundet werden, die Besucher drei Kilometer durch die Anlage des Grubenmuseums transportieren. Durch 3m hohe und bis zu 5m breite Schächte geht es zu den früheren Gruben „Rembour”, „Kirchberg” und „Walert” und durch ein Wäldchen zur Mine „Laangegronn”. Während der 20minütigen Fahrt durch enge verwinkelte Tunnel kann man sich den Arbeitsalltag eines Bergarbeiters geradezu lebhaft vorstellen.

Der Zug hält immer wieder an und die Stollen werden weiter zu Fuß erkundet. Ein Teil des Museums befindet sich in einer verlassenen Mine der MMR-A, deren stillgelegter Schacht sich über 100 Meter unter der Erde befindet. Auf einer Länge von 900 Metern sind dort Sammlungen von historischen Dokumenten, sowie Werkzeugen und Maschinen zur Eisenerzförderung präsentiert. Die Datierung der Ausstellungsstücke reicht von den 1850er- bis in die 1980er-Jahre, was eine eindrucksvolle Verfolgung der technischen Entwicklung von der manuellen zur maschinellen Förderung im Bergbau ermöglicht.

Im Maschinenschuppen des Grubenmuseums in Rëmeleng befindet sich eine Schmiede, die von der „Vereinigung Hephaistos” betrieben wird, mehreren Kunstschmieden mit dem griechischen Gott der Schmiedekunst als Namenspatron. Hier wird demonstriert, wie das geförderte Eisenerz weiterverarbeitet und zu kunstvollen Objekten geformt wurde.

Tipp: Das Museum kann mit der Luxembourg-Card kostenlos besichtigt werden.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Grubenmuseums in Rëmeleng inkl. Preise und Öffnungszeiten
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