Bank of China Tower, Hongkong

Der Bank of China Tower in Hongkong zählt zu den höchsten Gebäuden der Welt; seine markante Form mit der verspiegelten Fassade wurde einem sprießenden Bambus nachempfunden - © ben bryant / Shutterstock
© ben bryant / Shutterstock

Der Bank of China Tower in Hongkong zählt zu den höchsten Gebäuden der Welt und ist der vierthöchste Turm Hongkongs. Seine markante Form mit der verspiegelten Fassade wurde einem sprießenden Bambus nachempfunden, der der Bank of China Wachstum bescheren soll.

Der Bank of China Tower in Hongkong zählt mit einer Höhe von insgesamt 367 Metern zu den höchsten Gebäuden der Welt und ist der vierthöchste Turm Hongkongs. Er befindet sich auf Hong Kong Island in der Garden Road und ist das erste Gebäude außerhalb der USA, dass die 1000-Fuß-Grenze (305 Meter) durchbrach.

Der Schöpfer dieses markanten Wolkenkratzers war der US-amerikanische Architekt Ieoh Ming Pei, der ursprünglich aus China stammt. Er darf auch die gläserne Pyramide über dem Eingang des Louvre im französischen Paris sowie die National Gallery of Art in Washington zu seinen Werken zählen.

Bambus als Wachstumssymbol

Der Bank of China Tower sollte ein Symbol für Wachstum und Erneuerung sein, seine Form ist demnach einem sprießenden Bambus nachempfunden. Aufgrund der Taifunzone wurde die Beständigkeit des Bank of China Towers vor dem Bau mit Modellen unzählige Mal im Windkanal getestet, schließlich hatte man noch so gut wie keine Erfahrung mit derartig hohen Gebäuden.

1990 wurde der 72stöckige Wolkenkratzer fertiggestellt und war für zwei Jahre, bis zur Fertigstellung des Central Plaza das höchste Gebäude Hongkongs. Der Bank of China Tower ist das einzige Gebäude in Hongkong, welches nicht unter Aufsicht eines Feng Shui Meisters errichtet wurde, es entspricht also als einziges nicht den Grundsätzen der fernöstlichen Harmonielehre. Am meisten wurden die scharfen Kanten und die vielen X-förmigen Symbole kritisiert.

Imposanter Kristall Hongkongs

Im ersten Augenblick erinnert die geometrische Struktur des Bank of China Tower an einen enormen Kristall inmitten der Hochhaus-Wüste Hong Kongs - © Norman Chan / Shutterstock
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Im ersten Augenblick erinnert die geometrische Struktur des Bank of China Tower an einen enormen Kristall inmitten der Hochhaus-Wüste Hongkongs. Dieser Eindruck wird durch riesige Metallstreben auf der gläsernen Fassade noch verstärkt. Der Grundriss des Gebäudes ist rechteckig, es besteht im Prinzip aus vier unterschiedlich hohen dreieckigen Türmen, deren Höhe jeweils verdoppelt bzw. verdreifacht wurde.

Geformt wie ein viereckiges Prisma reflektiert der majestätische Wolkenkratzer das Sonnenlicht in den verschiedensten Winkeln und strahlt tatsächlich wie ein Kristall. Die Wassergärten am Fuß des Bank of China Towers dienen Passanten und Mitarbeitern der Bank als Erholungsraum.

Der 43. Stock des Bank of China Tower ist für Nicht-Mitarbeiter der Bank of China zugänglich. Erreichbar mit einem der 45 Aufzüge hat man von einer Aussichtsplattform einen grandiosen Blick auf Kowloon und den Hafen von Hong Kong Island. Wie der IFC2 ist auch der Bank of China Tower Teil des „Hong Kong Tourism Commission’s Victoria Harbour Lighting Plan”, im Zuge dessen jeden Abend ab 20 Uhr 18 Gebäude mit farbigem Licht angestrahlt werden. Das atemberaubende Schauspiel des Bank of China Towers mit seiner Fassade ganz und gar aus reflektierendem Glas kann man sich wohl vorstellen.