Falklandinseln: Rau-schöner Zankapfel im Südatlantik

Auf der Inselgruppe der Falklands, erlebt man eine raue aber schöne Natur und auch einige ungewohnt anmutende europatypischen Besonderheiten - © Neale Cousland / Shutterstock
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Vor der süd-argentinischen Ostküste liegt eine Inselgruppe, die kaum ein Tourist auf der Karte hat. Doch gerade deshalb ist sie ein sehr interessantes Ziel.

Der Südatlantik ist schon aufgrund des Klimas und der eher kühlen Temperaturen generell kein Ort für typische Strandtouristen. Da macht auch die Inselgruppe der Falklands, knapp 400 Kilometer östlich von Feuerland gelegen, keine Ausnahme.

Doch wer hierhin kommt, erlebt nicht nur raue Schönheit, sondern auch einige ungewohnt anmutende europatypische Besonderheiten. Dabei war die Inselgruppe über lange Jahre jenseits der südamerikanischen Hemisphäre kaum bekannt, nicht einmal bei den Einwohnern ihres Mutterlandes. Zumindest bis die Eilande 1982 weltpolitisch in Erscheinung traten.

Falklandinseln: Eckdaten

Land:Großbritannien / Überseegebiet
Hauptstadt:Stanley
Zugehörige Inseln:ca. 200
Fläche:12.200km²
Einwohner:ca. 3000 Zivilisten & 1700 Soldaten
Bevölkerungsdichte:0,28/km²
Höchste Erhebung:Mount Usborne, 708m

BILDER: Falklandinseln

Falklandinseln: Klima und beste Reisezeit

Die Falklandinseln liegen auf der Südhalbkugel. Das bedeutet, dass die Jahreszeiten dort spiegelbildlich zu unseren ablaufen. Wenn hier Sommer ist, herrscht dort Winter und vice versa. Generell lässt sich das Klima als rau und kühl bezeichnen. Wind ist hier allgegenwärtig, auch Regen bzw. Schnee kommen praktisch täglich vor, meist in Form von Schauern.

Im Jahresmittel klettert das Thermometer nicht über 5,5°C, auch in den Sommermonaten November bis März werden im Tagesschnitt höchstens 9°C erreicht; wenngleich es an warmen Tagen durchaus 20°C werden können und scharfer Frost weit unter 0°C eine Ausnahme ist. Insgesamt ähnelt das Klima dem der schottischen Highlands bzw. den Inseln nördlich davon im Atlantik.

Wer nicht in der Hauptstadt Stanley wohnt, lebt meist in kleinsten Ansiedlungen und Einzelgehöften auf den Falklandinseln, Großbritannien - © Tom / stock.adobe.com
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Hauptsächlich liegt das an der geographischen Lage: Die Falklands sind fern von jeder größeren Landmasse, die als Puffer fungieren könnte. Gleiches gilt für wärmende Meeresströme. Zudem sind die Inseln nur rund 1200 Kilometer Luftlinie vom „Horn“ des antarktischen Festlandes, dem Graham-Land, entfernt.

Die für Europäer beste Reisezeit liegt deshalb zwischen November und Februar und auf jeden Fall sollte man warme, wetterfeste Outdoorkleidung mitbringen und Sonnencreme nicht vergessen – wegen des Ozonlochs herrscht dort zur entsprechenden Sommerzeit eine überraschend starke UV-Strahlung.

Falklandinseln: Eine weltpolitische Besonderheit…

Wer die Eckdaten über die Falklands gelesen hat, hat bereits bemerkt, dass es sich hier um ein interessantes Kleinod handelt. Denn trotz der Tatsache, dass die insgesamt 200 Inseln mit ihren beiden Hauptinseln Ost- und West-Falkland dicht vor Argentiniens Ostküste liegen, handelt es sich tatsächlich um britisches Staatsgebiet, nicht anders als die Isle of Man, die Shetlands oder die Orkneys. Das bedeutet, Queen Elisabeth II. ist das Staatsoberhaupt. Allerdings ist für das politische Tagesgeschäft ein lokaler Gouverneur zuständig.

Ebenfalls gilt dort das britische Pfund als offizielles Zahlungsmittel, wenngleich es auch das Falkland-Pfund mit eigenen Noten und Münzen gibt; dessen Kurs ist 1:1 an das britische Pfund gebunden.

Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass ein gutes Drittel der Bevölkerung aus Angehörigen der britischen Streitkräfte besteht. Tatsächlich ähneln die Falklands in Teilen einer kleinen „Festung“ mit Kampfflugzeugen und sogar Kriegsschiffen. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit der Geschichte der Inselgruppe zu tun, auf die das übernächste Kapitel eingehen wird.

… und auch eine gesellschaftliche

Dabei sollte es nicht verwundern, dass angesichts der rauen Realitäten auch die Falkländer ein eigener Menschenschlag sind. Sie selbst nennen sich Kelpers, sprechen ein britisches Englisch, das stark dem schottischen Dialekt ähnelt, aber um viele eigene Begriffe ergänzt wurde, die von der Nähe zu Südamerika zeugen, sie entstammen nämlich dem Spanischen.

Abermals aufgrund der Inselgeschichte haben die Einwohner einen ausgeprägten Lokalpatriotismus entwickelt. Viele britische Traditionen, die im Mutterland nur stiefmütterlich behandelt werden, werden hier stolz aufrechterhalten. In einem entscheidenden Punkt weicht man jedoch ab: Tories und Labours sind hier politisch nicht vertreten. Tatsächlich kennen die Falkländer gar keine Parteien, all ihre Politiker werden unabhängig aus dem Volk heraus gewählt.

Generell sind die Falkländer ein raues, aber herzliches Volk. Ein Großteil von ihnen lebt in der Hauptstadt Stanley. Der Rest verteilt sich auf kleinste Ansiedlungen und Einzelgehöfte auf den beiden Hauptinseln.

Über weite Teile der Geschichte lebten sie von der Schafzucht, hinzu kam Fischerei bzw. die Verarbeitung, die zeitweise für über die Hälfte der Wirtschaftsleistung verantwortlich war. Aktuell befindet sich die Situation jedoch im Wandel, seit in den Gewässern vor den Inseln enorme Ölvorräte unter dem Meeresboden entdeckt wurden. Diese Funde sorgten für eine weitere Zuspitzung des britisch-argentinischen Konfliktes, der so sehr zu den Inseln gehört wie der Wind und die einsame Landschaft.

Pinguine auf den Falklandinseln - © rickyd / Shutterstock
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Falklands oder Malvinas? Ein historischer Exkurs über den Zankapfel

Wer sich mit den Falklands befasst, wird immer wieder auf den spanischen Begriff Las Malvinas treffen. Das liegt nicht nur an der geographischen Lage, sondern ist Zeugnis der wirklich chaotischen Inselgeschichte.

Entdeckung der unbewohnten Inseln

1592 sah der britische Entdecker John Davis, der auch Grönland „wiederentdeckte“, die (unbewohnten) Inseln vom Schiff aus, ohne jedoch einen Fuß an Land zu setzen – ein echter Zufall, den Davis jedoch als so unwichtig ansah, dass er die Inseln nicht, wie eigentlich üblich, mit einem Namen versah.

Erst 1690 kehrte ein weiterer Brite zurück, der Korsar John Strong. Er durchsegelte den Sund zwischen den Hauptinseln und nannte ihn Falkland-Kanal zu Ehren von Anthony Cary, 5. Viscount Falkland, Schatzmeister der britischen Kriegsflotte.

Aus heutiger Sicht mag nun alles geklärt sein. Doch ist die Falkland-Geschichte viel verworrener. Denn für weitere 70 Jahre blieb das Eiland unbewohnt. Die erste Siedlung erschufen auch nicht etwa die Briten, sondern die Franzosen unter Louis Antoine de Bougainville. Sie waren es, die 1764 die erste Kolonie auf Ost-Falkland eröffneten und – mutmaßlich in Unkenntnis der britischen Entdeckung – dem Land den Namen Les Nouvelles Malouines gaben.

“Historisches Schlamassel”

Erst 1765 landeten die Briten auf West-Falkland, gründeten den Marinestützpunkt Port Egmont. Nur zwei Jahre später verkauften die Franzosen ihre Siedlung an die Spanier – damals Kolonialherren auch über Argentinien.

Von ihnen wurde der Name zu Las Malvinas umgetauft. Und damit begann das, was man als „historisches Schlamassel“ bezeichnen könnte: Die Spanier wollten aus strategischen Gründen keine Briten so tief in ihrer Einflusssphäre. 1769 begann eine zwei Jahre währende Krise zwischen den beiden Nationen, die darin gipfelte, dass spanische Marinesoldaten Port Egmont einnahmen und die Briten vertrieben. 1771 einigte man sich zwar nach viel Säbelrasseln auf einen Kompromiss – die Briten durften nach Egmont zurückkehren – doch als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann, zogen sie freiwillig ab, die Soldaten wurden dort gebraucht.

Damit waren die Inseln praktisch spanisch, theoretisch jedoch nicht, weil die Briten Egmont bzw. West-Falkland nicht offiziell aufgegeben hatten. Doch es ging noch weiter: 1810 wurde Argentinien unabhängig, vertrieb ein Jahr später alle Spanier von den Inseln, weil schon damals die Gewässer als reich an Fischen und Walbeständen bekannt waren (damals ein wichtiges Gut wegen des Wal-Trans).

Die Falklands zwischen wirtschaftlichen und politischen Interessen

Somit wurden die Falklands zum wirtschaftlichen Gut mit einem Konglomerat an ausländischen Investoren, Monopolen und Streitigkeiten darüber. 1831 mischten sich die USA ein: Der Inselkommandant Luis Vernet hatte begonnen, amerikanische Walfangschiffe gewaltsam zu vertreiben. In der Folge beschoss die US-Marine zur Vergeltung seinen Stützpunkt, das heutige Port Louis auf Ost-Falkland.

Niemandsland und diplomatische Streitereien

Doch nicht nur das: Die USA deklarierten die Inseln zum Niemandsland und drohten damit, jede weitere argentinische Siedlung mit Gewalt zu unterbinden – angesichts der damaligen Bedeutung des Walfangs ein gängiges Vorgehen.

Trotz der zurückliegenden Kriege gegen die Briten (1775-1783 bzw. 1812-1815) handelten die Amerikaner jedoch nicht, als erstere 1832 wieder in Port Egmont landeten und ein Jahr später auch die letzten Argentinier aus Ost-Falkland wegkomplimentierten. Damit waren die Falklands nun offiziell britisch – doch unter der Oberfläche gärte es bei den Argentiniern.

Im 20. Jahrhundert folgten zahllose diplomatische Streitereien um die Inseln. Die Argentinier forderten, die Briten beharrten, selbst die UNO schaltete sich ein und bat darum, eine Lösung zu finden, die beiden Seiten gerecht wurde – es half nichts, beide Länder blieben stur.

Eskalation und Krieg

Doch um den Wechsel zwischen den 1970ern und -80ern eskalierte die Lage. In Argentinien herrschte eine Militärjunta über ein wirtschaftlich kaputtes Land, erste Forscher vermuteten um die Falklands massive Ölbestände. Um von den innenpolitischen Problemen abzulenken und dem Volk einen Sieg präsentieren zu können, beschloss die argentinische Diktatur, das Malvinas-Problem endgültig mit Gewalt zu lösen.

Die Gelegenheit schien günstig. Die britische Militärmacht hatte harte Sparmaßnahmen hinter sich, war zudem wegen des Kalten Krieges auf den Warschauer Pakt fokussiert. So gingen die Argentinier davon aus, dass die Briten keinen Finger wegen ein paar windumtoster Felsen rühren würden. Am 2. April 1982 landeten starke argentinische Kräfte auf den Inseln (sowie ferner Südgeorgien), nahmen die Handvoll britischer Soldaten gefangen und erklärten das Gebiet für argentinisch.

Damit begann der letzte und brutalste Akt dieser chaotischen Geschichte: Die Argentinier hatten sich kolossal vertan. Die Briten, damals von der „Iron Lady“ Margaret Thatcher regiert, ließen sich das ganz und gar nicht bieten. Sie stellten eine massive Streitmacht zusammen und machten sich in einem überraschend blutigen, verlustreichen Krieg daran, die Inseln bis zum 20. Juni zurückzuerobern.

Dadurch wurden nicht nur die Argentinier unter hohen Verlusten vertrieben, sogar die argentinische Diktatur brach zusammen – und die Briten sorgten dafür, dass so etwas nie wieder passieren konnte. Grund dafür, warum heute dort Jagdflugzeuge, Bodentruppen, sogar Kriegsschiffe stationiert sind.

2013 hielt man ein Referendum unter der Bevölkerung über den Verbleib im Königreich ab – 99,8% stimmten dafür. Zwar behält auch das heutige Argentinien den Anspruch aufrecht, allerdings eher pro Forma. Angesichts der Tatsache, dass 2010 tatsächlich Öl gefunden wurde uns sich seitdem andere südamerikanische Länder mit Argentinien solidarisierten, dürfte das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen sein.

Auf den Falklandinseln ist nicht immer durch Zäune usw. ersichtlich, wo sich die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Besitz befindet, Großbritannien - © Tom / stock.adobe.com
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Falklandinseln: Anreise und Unterbringung

Zwischen Deutschland und den Falklands liegen 13.000 Kilometer Luftlinie. Das bedeutet, wer direkt dorthin möchte, muss sehr lange im Flugzeug sitzen. Hier beginnt eine weitere Einzigartigkeit: Von Europa aus kann man die Inseln nur mithilfe der britischen Luftwaffe erreichen, die zweimal wöchentlich von Brize Norton (mit Zwischenlandung auf der Insel Ascension) den Luftstützpunkt Mount Pleasant auf Ost-Falkand anfliegt und auch Zivilisten befördert.

Ferner kann man nach einem Zwischenstopp von Chile aus anfliegen, der Flug startet in Santiago. Ansonsten ist die einzige Möglichkeit, mit Kreuzfahrtschiffen die Inseln zu erreichen – eine Fähre von Argentinien aus gibt es nicht.

Die Unterbringung erfolgt praktisch ausschließlich in privat betriebenen Bed & Breakfasts, lediglich in größeren Ansiedlungen gibt es „richtige“ Hotels. Empfohlen wird, nach der Anreise in Stanley zu übernachten und von dort die weitere Unterbringung zu buchen.

Falklandinseln: Besonderheiten für Touristen

Das Schöne an den Falklands ist, dass man sich dort so verhalten kann, wie man es in den ländlichen Teilen der britischen Inseln tun würde – besondere kulturelle Verhaltensregeln für die Falklands gibt es nicht.

Was man jedoch beachten sollte, ist das Thema Mobiltelefonie bzw. Internet. Es gelten hier ähnliche Regeln, wie sie auch in ganz Festland-Südamerika gelten. Das heißt, in den „Städten“ der Falklands darf man gute Verbindung und halbwegs moderne Geschwindigkeiten erwarten. Ost-Falkland hat auch dazwischen gute Netzabdeckung, West-Falkland hingegen wird nur um Fox Bay und Port Howard abgedeckt.

Wichtig: Wer von Südamerika anreist, sollte nicht erwarten, dass eine eventuell dort gekaufte SIM-Karte funktioniert. Besser ist es, sich auf den Falklands eine Prepaid-Karte zu kaufen. Dort hat der Anbieter Sure das Monopol.

Städte und Orte der Falklandinseln

Stanley hat als größte Stadt der Falklandinseln ca. 2200 Bewohner, Großbritannien - © siempreverde22 / stock.adobe.com
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Auch wenn wir von Städten schreiben, kann man die Ansiedelungen der Falklands nicht mit „wirklichen“ Städten vergleichen, dazu sind sie zu klein – wie erwähnt, Stanley hat als größte Stadt nur gut 2000 Bewohner.

Die wichtigsten Ansiedlungen sind:

  • Stanley (Ost-Falkland, 2200 Einwohner)
  • Goose Green (Ost-Falkland, 70 Einwohner)
  • Port Howard (West-Falkland, 41 Einwohner).

Dazwischen gibt es mehrere dutzend Dörfer, die alle in der Größenordnung der beiden letztgenannten Orte liegen.

Sehenswürdigkeiten der Falklandinseln

Einsamkeit sowie die raue Landschaft sind die wirklichen touristischen Stärken der Falklands. Dementsprechend zeigen sich auch die Sehenswürdigkeiten:

Devil’s Nose

Eine schroffe Insel in den Gewässern nordwestlich von West-Falkland gelegen. Ein absolutes Muss für Vogelfreunde, denn die kleine Insel wird von abertausenden Albatrossen bevölkert.

1982 Liberation Memorial

Ein kleines, aber sehenswertes Denkmal zu Ehren aller, die während des Falklandkrieges dort gedient haben. Jedes Jahr am 14. Juni und dem Sonntag, der am dichtesten am 11. November (Ende des Ersten Weltkriegs) gelegen ist, findet dort eine Gedenkveranstaltung statt.

Sealion Island

Eine Insel südlich von Ost-Falkland. Zwar ist diese nur neun Quadratkilometer groß, verfügt aber über eine unglaubliche Bio-Diversität, die von Pinguinen über Orcas bis zu den namensgebenden Seelöwen reicht. Abermals (wie die ganzen Falklands) ein Traum für Wanderer.

Mount Longdon

Bei Stanley gelegen, war dieser Berg 1982 Schauplatz einer blutigen Schlacht zwischen Briten und Argentiniern. Noch heute sind dort die Spuren sichtbar, zudem ist das Areal zum Denkmal erklärt worden.

Volunteer Point & Pinguine

Pinguine auf den Falklandinseln - © rickyd / Shutterstock
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Der Volunteer Point gehört zu Johnson’s Harbour, nördlich von Stanley jenseits des Berkeley Sunds gelegen. Hier, inmitten eines Naturreservats, lockt die Halbinsel mit einem traumhaften Sandstrand, der allerdings nicht von Badegästen, sondern abertausenden Pinguinen bevölkert wird. Von Stanley aus kann man Touren via Geländewagen oder Hubschrauber dorthin buchen.

Zusätzliche Reisetipps für die Falklandinseln

Die Geschichte der Falklands ist kontrovers. Dennoch sollte man sich dort nicht allzu laut pro-argentinisch äußern, das würde den Nationalstolz der Inselbewohner kränken.

Flora und Fauna

Ferner gilt, dass Tiere dort überall ein Vorrecht haben. Sie sollten nicht angefasst werden, auch wenn die Tiere den Menschen gewohnt sind und vielleicht sogar auf ihn zugehen. Ähnliches gilt auch für die Fauna, die hier viele seltene und geschützte Arten umfasst. Wichtig auch: Es ist dort nicht immer durch Zäune usw. ersichtlich, wo sich die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Besitz befindet. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an Schilder halten.

Outdoor Kleidung

Abermals sei unterstrichen, wie wichtig dort Outdoor-Kleidung ist. Zwar bekommt man in Stanleys Geschäften alles, was man braucht. Durch die Abgelegenheit der Inseln kann es jedoch lange dauern, bis etwas spezifisches nachgeliefert werden kann. Deshalb am besten beim Reisegepäck an alles denken und auf jeden Fall robuste, wasserdichte Wanderstiefel mitbringen.

Einsamkeit sowie die raue Landschaft sind die wirklichen touristischen Stärken der Falklands, Großbritannien - © Tom / stock.adobe.com
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Achtung: Landminen

Besonders wichtig: Auch wenn die einzigen befestigten Straßen sich rund um Stanley befinden, sollte man niemals die Wege und Trampelpfade auf den beiden Hauptinseln verlassen. Während des Krieges wurden immense Mengen an Landminen verlegt, die bis heute nicht alle geräumt werden konnten (obwohl das britische Militär Tag für Tag daran arbeitet).

Zwar ist das Risiko sehr gering (es gibt keine bekannten Fälle, bei denen Zivilisten verletzt wurden), doch wenn man auf eigene Faust loszieht, ist es eben zumindest theoretisch möglich, auf einen solchen Sprengsatz zu treffen. Sollte man auf eine Mine oder einen Blindgänger treffen, bitte die Falkland-Police unter der 999 anrufen und via Handy die GPS-Koordinaten bereithalten.

Zusammengefasst

Ein Stück Großbritannien auf der südlichen Erdhalbkugel, auf geographisch südamerikanischem Gebiet, aber mit eigener Regierung, allerdings ohne Parteien. Schon das macht diese Inselgruppe zu einem Kuriosum. Zudem kann sie auch mit Landschaft sowie Flora und Fauna aufwarten, die wirklich hinreißend sind. Es ist definitiv kein typisches Touristenziel, kann auch nur selten mit typischem „Touristenwetter“ aufwarten. Dennoch kommt kaum einer ohne eine tiefe Begeisterung für diese raue Inselwelt und ihre nicht minder rauen, aber warmherzigen Bewohner zurück.