Felsmassiv „Bastei“ in der Sächsischen Schweiz, Deutschland

Zum Felsmassiv „Bastei“ in der Sächsischen Schweiz mit seiner atemberaubenden Aussicht gelangt man über die spektakuläre Basteibrücke, Deutschland - © Val Thoermer / Shutterstock
© Val Thoermer / Shutterstock

Das Felsmassiv „Bastei“ zählt mit seiner atemberaubenden Aussicht und der spektakulären Basteibrücke zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Sächsischen Schweiz im Osten Deutschlands.

Die Bastei ist ein spektakuläres Felsmassiv im Bundesland Sachsen im Osten Deutschlands. Es befindet sich auf der rechten Elbeseite oberhalb der Ortschaft Rathen und zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern und den beliebtesten Aussichtspunkten in der sächsischen Schweiz. Seit 1938 steht das Basteigebiet in der Sächsischen Schweiz unter Naturschutz und ist Bestandteil des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Die Bastei erhebt sich über der Elbe und bietet von einer Aussichtsplattform auf einer Felskante eine überwältigende Aussicht in die umliegende Landschaft. Der Blick schweift über das Elbtal zu den Tafelbergen der Sächsischen Schweiz und bei guter und klarer Sicht bis weit in das Lausitzer Bergland und das Osterzgebirge. Durch die exponierte Lage über dem Abgrund ist das Panorama besonders attraktiv.

Von der Malerplattform zum Touristenziel

Schon im frühen 19. Jahrhundert fanden sich immer wieder Künstler auf der Bastei ein, die das spektakuläre Felsmassiv und die atemberaubende Aussicht auf Leinwand bannten. Damals war der Aufstieg noch sehr beschwerlich und führte entweder über den bezeichnenden „Malerweg” von Lohmen aus oder über 487 Stufen von Wehlgrund über die „Vogeltelle” hinauf. 1812 begann ein Fleischer aus dem Tal die Künstler mit Brot, Butter, Bier, Branntwein, Kaffee und Milch zu versorgen, woraus sich bald eine Schank und später erste feste Gaststättengebäude entstanden.

Spektakuläre Basteibrücke

Im Zuge dessen wurde 1826 auch die erste spektakuläre Basteibrücke aus Holz gebaut. In schwindelerregender Höhe wurde sie in meisterhafter Arbeit auf die senkrecht abfallenden Steinpfeiler gesetzt. Somit waren nicht mehr ganz so viele Stufen bis zur Aussichtsplattform zu erklimmen. Der Weg für den Tourismus auf der Bastei war aufbereitet und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bastei zum Hauptausflugsziel in der Sächsischen Schweiz und mittlerweile kann man bereits von regelrechtem Massentourismus sprechen. Gedenktafeln erinnern an die erste Erwähnung in der Reiseliteratur und die Entstehung der ersten Landschaftsfotos in Deutschland.

Die heute bestehende Brücke aus Sandstein stammt aus dem Jahr 1851. Sie ist 76,50 m lang und überspannt mit 7 Bögen über Sandstein-Monolithen die ca. 50 Meter tiefe Schlucht „Mardertelle”. Die Brücke schafft eine spektakuläre Verbindung zwischen der Felsenburg Neurathen und der Bastei und ist heute ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Den besten Blick auf die Basteibrücke hat man vom Ferdinandstein aus, einem Teil der Wehrtürme.

Über die Basteibrücke gelangt man zur ebenfalls spektakulären Burg Neurathen aus dem 13. Jahrhundert, der größten Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Auf einem Rundgang durch die mittelalterliche Burg entdeckt man noch Katapulte, Steinkugeln und Überreste von Räumlichkeiten und einer Zisterne.

Anreise / Aufstieg auf die Bastei

Zur Bastei gelangt man zu Fuß über einen Weg von der Stadt Wehlen. Alternativ kann man auch einen schwierigeren Weg über eine Treppe von Rathen wählen, dabei sind noch die 487 Stufen von damals zu überwinden. Dieser Aufstieg ist steil und dauert ca. 1,5 Stunden.

Mit dem PKW fährt man über Rathewalde bzw. Lohmen (hier gibt es Hinweisschilder zur Bastei) zum Parkplatz an der Zufahrt zur Bastei. Von Mai bis September ist hier zwischen 8:00 und 18:00 Uhr eine Parkgebühr fällig, diese beinhaltet aber auch einen Pendel-Bus zum Basteigelände.

Weiterführende Links:

Infos über die Bastei auf der Tourismusseite von Lohmen