Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg

Die prachtvollen Gebäude der St. Petersburger Eremitage stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Russland - © Solodov Alexey / Shutterstock
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Welche Highlights und Attraktionen dürfen Sie beim Urlaub in St. Petersburg auf keinen Fall versäumen? Hier finden Sie eine Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg!

St. Petersburg liegt im Nordwesten von Russland, nur 200 Kilometer von der Grenze zu Finnland entfernt und ist nach der Hauptstadt Moskau die größte Stadt Russlands. Mit seiner attraktiven Architektur und seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten kann St. Petersburg problemlos mit Europas beliebten Städtereise-Zielen wie Barcelona, Paris oder Rom mithalten. Sogar die U-Bahn-Stationen sind sehenswert! Kein Wunder, dass die gesamte Altstadt von St. Petersburg von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

St. Petersburg hieß zu Zeiten der Sowjetunion Leningrad und beeindruckt mit einer besonderen Magie, die nur wenige Städte der Welt aufweisen können. Diese hat einerseits mit den prächtigen Bauten zu tun, die Russlands Zaren in den vergangenen drei Jahrhunderten errichten ließen. Andererseits mit den zahllosen Kanälen, die St. Petersburg durchziehen und der Stadt den Spitznamen „Venedig des Nordens“ eingebracht haben.

Besonders magisch präsentiert sich St. Petersburg in den „Weißen Nächten“. Von Juni bis Mitte Juli geht im Norden Russlands die Sonne nie ganz unter. Dann lässt ein rund vier Stunden langer Sonnenuntergang (oder Sonnenaufgang) die aristokratischen Gebäude St. Petersburgs in rötlichem Licht erstrahlen. Wer jetzt schlafen geht ist selbst schuld! Lieber den einen oder anderen Nachtclub in St. Petersburg unsicher machen, oder einfach an der Newa spazieren gehen und staunend die einzigartige Atmosphäre genießen!

Tipp: Etwas weiter südlich von St. Petersburg liegt die Stadt Puschkin, die sich für einen Halbtagesausflug anbietet. Zu ihren Top Sehenswürdigkeiten gehören der Alexanderpalast mit einem wunderschönen Park und der spektakuläre Katharinenpalast mit dem legendären Bernsteinzimmer.

Eremitage

Die Eremitage in der russischen Stadt St. Petersburg zählt zu den größten und wichtigsten Kunstmuseen der Welt; Sie umfasst über 60.000 Ausstellungsstücke in 350 Sälen - © Irina Burakova / Shutterstock
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Die prächtige Eremitage wurde als Residenz von Katharina der Großen errichtet. Hier begann die Zarin mit ihrer Kunstsammlung, die heute zu den bedeutendsten der Welt zählt. In den 350 Sälen der Eremitage, deren Architektur zahllosen Besuchern den Atem stocken lassen, sind rund 60.000 Ausstellungsstücke zu bewundern.

Zu sehen gibt es alles, was in der Kunstszene Rang und Namen hat. Außerhalb Frankreichs präsentiert die Eremitage die weltgrößte Matisse-Sammlung und auch Rubens, van Gogh, da Vinci, Rembrandt, Picasso und Cezanne sind vertreten. Als schönstes Gebäude der Eremitage gilt der umwerfende Winterpalast, dessen Fenster alle unterschiedlichen Fassadenschmuck aufweisen.

Tipp: In der Eremitage herrscht oft ein derartiges Gedrängel, dass man die Pracht kaum genießen kann. Am besten in die kleineren Räume ausweichen. Sie sind ebenso majestätisch und viel weniger überlaufen.

Palastplatz

Vor der Eremitage liegt der beeindruckende Palastplatz von St. Petersburg, In seiner Mitte thront die 47 Meter hohe Alexandersäule aus rotem Granit, Russland - © Kirill Neiezhmakov / Shutterstock
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Gleich vor der Eremitage liegt der nicht minder beeindruckende Palastplatz von St. Petersburg. In seiner Mitte thront die 47 Meter hohe Alexandersäule aus rotem Granit, die höchste derartige Säule der Welt.

Rund um die 500 Tonnen schwere Alexandersäule reihen sich neben dem barocken Winterpalast der Eremitage auch klassizistische Prunkbauten im Empire-Stil. Im bogenförmigen Gebäude des Generalstabs beeindruckt der Triumphbogen, komplett mit römischer Quadriga.

Am Palastplatz fanden zahlreiche historische Ereignisse statt, wie zum Beispiel der Petersburger Blutsonntag während der Russischen Revolution im Jahr 1905 oder die Oktoberrevolution 1917.

Newski Prospekt (Newski Avenue)

Der Newski Prospekt führt durch das historische Stadtzentrum von St. Petersburg und wird von einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten gesäumt, Russland - © Sergey_Bogomyako / Shutterstock
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Der Newski Prospekt führt vom Palastplatz durch das historische Stadtzentrum von St. Petersburg bis zur Admiralität. Der 4,5 Kilometer lange Boulevard zählt zu den berühmtesten Straßen Russlands und wird von einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten gesäumt. Als Herz der Altstadt eignet sich die Spazier- und Shoppingmeile auch ideal als Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour durch St. Petersburg.

Die Prachtstraße wurde von 1711 bis 1721 zwischen der Großen Newa und der Newa angelegt. Ursprünglich verband der Newski Prospekt das Alexander-Newski-Kloster mit der Admiralität, dem klassizistischen Architekturdenkmal mit weithin sichtbarem Turm. Heute ist St. Petersburgs Flaniermeile Nummer 1 vor allem aufgrund seiner zahlreichen Prachtbauten sehenswert.

Neben den aristokratischen Residenzen aus dem 18. Jahrhundert zählen die St. Petri Kirche, der 1 Kilometer lange (!) Shoppingtempel Gostiny Dwor, der Feinkostladen Jelissejew und die Kasaner Kathedrale zu den bedeutendsten Attraktionen auf dem Newski Prospekt.

Kasaner Kathedrale

Die prächtige Kasaner Kathedrale zählt zu den auffälligsten Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg, Russland - © Baturina Yuliya / Shutterstock
© Baturina Yuliya / Shutterstock

Die prächtige Kasaner Kathedrale (der Gottesmutter von Kasan geweiht) zählt zu den auffälligsten Sehenswürdigkeiten und ist die zweitgrößte Kirche von St. Petersburg. Ihre halbrunde Form mit der eindrucksvollen Kolonnade erinnert ein wenig an die Bauten auf dem Heldenplatz in Wien oder dem Hősök tér in Budapest. Tatsächlich wurde die säulenbewährte Kirche ab 1801 über 10 Jahre lang nach Vorbild des Petersdoms in Rom errichtet.

1813 wurde die unter Zar Paul I. erbaute Kathedrale zur Gedächtniskirche, die an Napoleons Niederlange im Russlandfeldzug erinnerte. Das Grab des Feldmarschalls Michail Kutusow befindet sich angeblich genau an der Stelle, wo er vor dem Krieg gegen die Franzosen um göttlichen Beistand bat.

Zur Zeit der Sowjetunion wurde die Kasaner Kathedrale als Museum genutzt. Heute ist immer noch das Museum für Religionsgeschichte hier untergebracht. Darüber hinaus dient sie auch wieder ihrem ursprünglichen Zweck: als russisch-orthodoxe Kirche, in dem regelmäßig Gottesdienste stattfinden.

Kathedrale von Sankt Isaac

Die gewaltige Isaacs-Kathedrale ist die größte Kirche von St. Petersburg, Russland - © FOTOGRIN / Shutterstock
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Ebenfalls nicht weit vom Newski-Prospekt entfernt, etwas südwestlich der Admiralität, ragt die gewaltige Isaacs-Kathedrale in den Himmel. Sie übertrifft die Kasaner Kathedrale noch an Prunk und Größe und ist damit die größte Kirche von St. Petersburg. Sie dient als Nationaldenkmal und erinnert an den Sieg der Russen über Napoleon.

In ihrem überwältigenden Innenraum finden rund 10.000 Gläubige Platz. Mit einem Ausmaß von 111 mal 97 Metern, einer Höhe von über 100 Metern und der 26 Meter breiten Kuppel zählt die Kathedrale von Sankt Isaac zu den größten Sakralbauten der Welt.

Tipp: Die Kuppel kann bestiegen werden und bietet zwischen ihren granitenen Säulen einen sensationellen Rundumblick über St. Petersburg! Auch die breiteste Brücke der Stadt am Isaaksplatz und der „Eherne Reiter“ auf dem Senatsplatz neben der Admiralität sind auszumachen. Die berühmte Reiterstatue von Peter dem Großen ist eines der Wahrzeichen von St. Petersburg.

Rund 40 Jahre wurde an der monumentalen Kirche gebaut, 1858 war sie vollendet. Bemerkenswert ist, dass beim Bau der Kathedrale über 40 verschiedene Materialien verwendet wurden. Ein Grund mehr, die Kathedrale genauer in Augenschein zu nehmen! Im Innenraum beeindrucken außerdem kunstvolle Malereien, Gemälde und Mosaike.

Auferstehungskirche (Blutkirche, Erlöserkirche)

Die Auferstehungskirche in St. Petersburg erinnert an das Attentat auf Kaiser Alexander II., welches ihm 1881 das Leben kostete, Russland - © dimbar76 / Shutterstock
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Auch die farbenfrohe Auferstehungskirche in St. Petersburg liegt in der Nähe des Newski-Prospekt. Sie ist auch als Erlöserkirche oder Blutkirche bekannt und erinnert mit ihren Zwiebeltürmen unweigerlich an die Basilius-Kathedrale in Moskau. Von den nahezu kitschigen Details kann man den Blick kaum abwenden, immer gibt es etwas Neues zu entdecken.

Die Auferstehungskirche dient ebenfalls als Gedächtniskirche und erinnert an das Attentat auf Kaiser Alexander II., welches ihm am 13. März 1881 das Leben kostete. Erbaut wurde sie im Auftrag seines Sohnes Alexander III. als deutlicher Kontrast zu der sonst sehr westlich orientierten Architektur von St. Petersburg.

In ihrem Inneren befindet sich das Mosaiken-Museum und auch die 700 Quadratmeter der Kirche selbst sind mit kunstvollen Mosaiken geschmückt.

Peter-und-Paul-Festung

Panoramablick auf die Peter- und Paul-Festung, St. Petersburg, Russland - © Anton Watman / Shutterstock
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Während die Blutkirche an seine Ermordung erinnert, befindet sich das Grab von Alexander II. in der Peter-und-Paul-Kathedrale, der ältesten Kathedrale von St. Petersburg. Diese liegt etwas abseits des Newski Prospekt in der gleichnamigen Festungsanlage am anderen Ufer der Newa. Neben Alexander II. liegen noch zahlreiche andere russische Herrscher in der Peter-und-Paul-Kirche begraben.

Die Festung liegt auf einer eigenen Insel, die nahezu vollständig von der Festungsmauer umgeben ist. Auf der sogenannten „Haseninsel“ wurde das eindrucksvolle Bollwerk im 18. Jahrhundert errichtet. Inmitten der Festung ragt der vergoldete Kirchturm der Peter-und-Paul-Kathdrale 122 Meter hoch in den Himmel.

Tipp: Badesachen mitnehmen! Ja wirklich, denn im Sommer lockt vom (künstlich angelegten) Sandstrand der Festungsinsel ein Sprung ins kühle Nass der Newa!

Gribojedow Kanal

Eine der berühmtesten Wasserstraßen von St. Petersburg ist der Gribojedow-Kanal, er wurde 1739 als einer der drei Hauptkanäle angelegt, Russland - © Tatiana Volgutova / Shutterstock
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Eine der berühmtesten Wasserstraßen von St. Petersburg ist der Gribojedow-Kanal, der zu einem Großteil parallel zum Newski-Prospekt verläuft. Damals hieß er noch Katharinenkanal, erst 1923 erhielt er den Namen des russischen Schriftstellers Alexander Gribojedow, der an seinem Ufer wohnte.

Der Gribojedow-Kanal wurde 1739 als einer der drei Hauptkanäle durch das Zentrum von St. Petersburg angelegt. Den 5 Kilometer langen und 32 Meter breiten Wasserlauf überspannen 21 Brücken, von denen viele aufwändig gestaltet sind und eine eigene Sehenswürdigkeit für sich darstellen. Während die Greifen- oder die Löwenbrücke für Fußgänger reserviert ist, ist die 95 Meter breite Kasaner Brücke auch für den Autoverkehr geöffnet.

Bootstouren auf dem Gribojedow-Kanal zeigen viele St. Petersburger Sehenswürdigkeiten aus einem neuen Blickwinkel, darunter die farbenprächtige Auferstehungskirche, die Kasaner Kathedrale und das auffällige im Jugendstil erbaute Singer-Haus.

Russisches Museum

Das Russische Museum in St. Petersburg befindet sich im Michailowski-Palast aus dem frühen 19. Jahrhundert, Russland - © forden / Shutterstock
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Nach der Tretjakow-Galerie in Moskau beherbergt das Russische Museum in St. Petersburg die weltgrößte Ausstellung russischer Kunst. Es befindet sich im Michailowski-Palast aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurde am 13. April 1895 eröffnet.

Zar Alexander III. begann mit der Sammlung diverser Kunstwerke, die bis heute auf über 400.000 Exponate angewachsen ist. Auch zahlreiche Werke aus der weltberühmten Eremitage wurden in das Russische Museum überführt.

Zu bestaunen gibt es Werke aus dem 12. Jahrhundert bis zur Moderne. Für den Streifzug durch die kostbaren Gemälde, Statuen, Ikonen, Grafiken, Münzen und vieles mehr sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden.

Schloss Peterhof

So sehr die Russen mit den Franzosen auch im Clinch lagen – in St. Petersburg trifft man auch ein Stückchen Pariser Flair. Denn das Schloss Peterhof erinnert in all seiner Pracht unweigerlich an das Schloss Versailles und zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auch dieses liegt etwas außerhalb der Stadt, rund 30 Kilometer westlich von St. Petersburg. Das Schloss Peterhof war einst die prunkvolle Residenz von Zar Peter I. und einiger seiner Nachkommen.

Im Jahre 1704 stand hier nur ein kleines Häuschen, in dem der Zar auf seiner Reise von der Peter-und-Paul-Festung nach Kronstadt eine Rast einlegte. 1723 war die erste Version des Palastes vollendet, die in den nachfolgenden zwei Jahrhunderten immer weiter an Größe und Pracht gewann.

Auch der zugehörige Schlosspark von Peterhof ist ein ganz besonders Schmuckstück. Kunstvolle Brunnen, rauschende Fontänen und kleine Wasserfälle, vergoldete Bronzestatuen und herrliche Blumenarrangements säumen hier die lauschigen Wege und formen eine umwerfende Kulisse für einen Spaziergang im Grünen.

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