Zig-Zag-Road ins Wadi Awafal, Oman

Ein unvergessliches Erlebnis auf jeder Oman-Reise: Die Zig-Zag-Road ins Wadi Awafal schlängelt sich in beeindruckenden Haarnadelkurven über 5 Kilometer und überwindet dabei 500 Höhenmeter.

Die Zig-Zag-Road ist mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Punkten – sie ist ein Denkmal für die Ingenieurskunst und den Fortschritt im Oman. Der Bau dieser serpentinenreichen Straße erforderte innovative Lösungen, um die topografischen Herausforderungen der steilen Felswände zu meistern. Dieses Meisterwerk der Straßenbaukunst bietet nicht nur eine aufregende Fahrt, sondern auch atemberaubende Ausblicke entlang der Strecke.

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Anfahrt zur Zig-Zag-Road

Ausgangspunkt ist die Stadt Salalah. Von dort folgt man der Nationalstraße 47 in Richtung Westen, vorbei am traumhaften Strand von Mughsayl mit seinen bekannten Blowholes. Kurz danach beginnt der spektakulärste Teil der Strecke – die eigentliche Zig-Zag-Road.

Atemberaubende Serpentinen und Felswände

Eine fast senkrechte Felswand scheint den Weg zu versperren. Doch die Zig-Zag-Road macht ihrem Namen alle Ehre: In kühnen Serpentinen mit engen Haarnadelkurven meistert die Straße diesen Anstieg über eine Länge von 5 Kilometern und überwindet dabei beeindruckende 500 Höhenmeter. Der Asphalt schmiegt sich an den steil abfallenden Hang und schlängelt sich durch schmale Schluchten – ein Panorama wie aus einem Abenteuerfilm. Wer mag, kann kurz rechts anhalten und den Straßenverlauf von unten betrachten – einfach beeindruckend!

Nach dem ersten Anstieg fällt die Straße ins Wadi Afawal ab, bevor sich die nächste Herausforderung auftut: Eine noch steilere Passage bringt das Straßenniveau auf über 1.000 m, bis schließlich das Hochplateau des Jebel Al Qamar erreicht ist. Eine Funkstation mit markantem Sendemast kennzeichnet den höchsten Punkt.

Ausblicke und Fotospots

Auf dieser Felswand führt die Zig-Zag-Road nach oben, Oman - © FRASHO, franks-travelbox
© FRASHO, franks-travelbox

Die Zig-Zag-Road führt Sie in einer Höhe von etwa 500 Metern weiter in Richtung Jemen. Dabei bieten sich immer wieder fantastische Ausblicke von steilen Abhängen hinunter zum Arabischen Meer. Nach und nach gewinnt die Straße an Höhe und erreicht schließlich das Bergplateau des Jebel Al Qamar auf über 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Eine Funkstation mit einem markanten Sendemast kennzeichnet diesen Punkt.

Von hier aus genießen Sie einen atemberaubenden Panoramablick von der zerklüfteten Bergkette im Norden bis hin zum weiten Ozean im Süden. Besonders lohnenswert ist ein Stopp an der Parkbucht am höchsten Punkt, um den kurvigen Straßenverlauf von oben zu bestaunen – perfekt für spektakuläre Fotos.

Symbol des Fortschritts

Die Zig-Zag-Road, die sich durch die Dhofar-Region windet, wurde im Rahmen der umfassenden Modernisierungsbemühungen des Oman errichtet, die seit den 1970er Jahren unter der Führung von Sultan Qabus ibn Said intensiv vorangetrieben wurden. Diese Initiativen zielten darauf ab, abgelegene Regionen besser an das nationale Straßennetz anzubinden und somit wirtschaftliche sowie soziale Entwicklungen zu fördern.

Die Straße durchquert das Jebel-Qamar-Gebirge und wurde mit zahlreichen Serpentinen angelegt, um die steilen Anstiege zu bewältigen. Diese Bauweise erforderte präzise Planung und Ausführung, um sowohl die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten als auch die natürliche Umgebung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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Heute dient die Zig-Zag-Road nicht nur als wichtige Verkehrsverbindung in der Region, sondern auch als touristische Attraktion, die Besucher mit spektakulären Ausblicken auf die umliegende Landschaft belohnt. Ihre Existenz unterstreicht den erfolgreichen Balanceakt des Oman zwischen Modernisierung und Bewahrung der natürlichen Schönheit des Landes.

Für Reisende bietet die Fahrt über die Zig-Zag-Road nicht nur ein unvergessliches Fahrerlebnis, sondern auch einen Einblick in die Fortschritte des Landes in Bezug auf Infrastruktur und regionale Entwicklung.

Weiterreise Richtung Jemen

Wer die Fahrt auf der Nationalstraße 47 in Richtung jemenitischer Grenze fortsetzen möchte, sollte beachten:

  • Ab dem Militär-Checkpoint einige Kilometer nach dem Hochplateau ist ein Reisepass mit gültigem Visum sowie der Fahrzeugschein erforderlich.

  • Die Weiterreise in den Jemen ist derzeit nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich – aktuelle Reisehinweise des Auswärtigen Amts beachten!