Pembrokeshire Coast Path in Wales, Großbritannien

Vom Pembrokeshire Coast Path fällt der Blick auf Thorn Island vor der Küste von Wales, Großbritannien - © Ainslie CC BY-SA 3.0/Wiki
© Ainslie CC BY-SA 3.0/Wiki

Als zweitbester Lang-Wanderweg und zweitschönste Küstenregion der Welt ausgezeichnet lässt der Pembrokehshire Coast Path auf Wanderungen die unberührte Idylle der walisischen Küste erleben.

Auf einer Strecke von 1400 Kilometern folgt der malerische Coastal Path der walisischen Küste. Einen Abschnitt davon bildet der Pembrokeshire Coast Path, der mit 300 Kilometern Länge durch atemberaubende Ausblicke und idyllische Landschaften fasziniert.

BILDER: Pembrokeshire Coast Path in Wales

 

85% der Strecke liegen im einzigen an der Küste gelegenen Nationalpark Großbritanniens, dem Pembrokeshire Coast Nationalpark. Steilufer und vom Gletscher geformte Buchten wechseln sich hier mit Felsspitzen aus uraltem Vulkangestein ab, dazwischen findet man immer wieder kleine Dörfer und wunderschöne Badestrände.

Der Pembrokeshire Coast Path wurde im Jahr 1970 eröffnet. Früher hieß diese Gegend Gwlad Hud a Lledrith, was übersetzt „Land der Rätsel und Zauber“ bedeutet. 2011 wurde der Pembrokeshire Coast Path von National Geographic zum zweitbesten langen Wanderweg der Welt gekürt, 2012 folgte die Ernennung zur zweitschönsten Küstenregion der Welt, ebenfalls durch National Geographic.

Unterwegs am Pembrokeshire Coast Path

Je nach Gehgeschwindigkeit sollten für die Wanderung etwa 12 bis 15 Tage eingeplant werden. Die Anreise erfolgt mit dem Flugzeug nach Cardiff und am besten mit dem Zug weiter nach Pembrey und Burry Port, von wo aus man mit dem Taxi oder zu Fuß nach Amroth gelangt. Hier befindet sich der Start des Pembrokeshire Coast Path, der an der Küste entlang führt und das Meer nie länger als 30 Minuten außer Sicht geraten lässt.

Die Reise am Pembrokeshire Coast Path an der Küste von Wales ist individuell planbar und muss nicht vollständig zu Fuß zurückgelegt werden, Großbritannien - © Philip Halling CC BY-SA2.0/Wiki
© Philip Halling CC BY-SA2.0/Wiki

Die Reise entlang dieses idyllischen Weitwanderweges ist individuell planbar. Man muss nicht alle 300 Kilometer zu Fuß zurücklegen, sondern kann für einzelne Etappen den Bus nehmen. Der Wanderweg ist mittlerweile bekannt genug, um für Wanderer genügend Unterkünfte zu bieten. Übernachtungsmöglichkeiten stehen ausreichend zur Verfügung – auf Campingplätzen, auf Farmen, in Jugendherbergen oder B&Bs. Spezielle Reiseveranstalter organisieren auf Wunsch auch die Übernachtungen und kümmern sich bei Bedarf sogar um den Gepäcktransport.

Tipp: Die beste Reisezeit ist außerhalb der walisischen Ferien, da in dieser Zeit auch viele Einheimische unterwegs sind. Im Sommer ist natürlich das Wetter am schönsten, was Juni und September zu den idealen Wandermonaten am Pembrokeshire Coast Path macht.

Sehenswürdigkeiten am Pembrokeshire Coast Path

Die Flora ist geprägt von Wiesen und Weiden, Bäume sind eher selten. Mit etwas Glück kann man in den Buchten Robben oder Delfine beobachten, an Land treiben sich Kühe und Schafe herum. Wild lebende Ponys sind scheu und der Versuch sie zu streicheln schlägt grundsätzlich fehl.

Der Pembrokeshire Coast Path an der Küste von Wales führt die meiste Zeit über Felsen, die von Höhlen durchzogen sind, Großbritannien - © Hogyn Lleol CC BY-SA3.0/Wiki
© Hogyn Lleol CC BY-SA3.0/Wiki

Der Weg führt die meiste Zeit über Felsen, die von Höhlen durchzogen sind. Diese wurden früher angeblich von Schmugglern und Piraten für deren finstere Geschäfte genutzt. Die Einheimischen können darüber jede Menge Geschichten erzählen, die durch die Fantasie jedes Einzelnen nach bester Laune ausgeschmückt und erweitert wurden.

Tipp: Ein neuer Trend ist das Coasteering. Dabei wirft man sich in Neoprenanzug und Schutzhelm und springt unter der Anleitung durch einen Guide von den Klippen ins Meer. Von unten kann man die Höhlen erforschen und die Robben aus der Nähe beobachten.

Highlights des Weges sind unter anderem die Kathedrale von St. Davids, die wunderschönen weißen Sandstrände von Whitesands Bay, die Aussicht von 142 Meter Höhe auf der Halbinsel Dinas Head sowie die Burg Pembroke Castle in Pembroke.

Die Etappen am Pembrokeshire Coast Path haben eine Länge von 11 bis 30 Kilometern und beinhalten oft steile Anstiege, Großbritannien - © Hogyn Lleol CC BY-SA 3.0/Wiki
© Hogyn Lleol CC BY-SA 3.0/Wiki

Die Etappen haben eine Länge von 11 bis 30 Kilometern und beinhalten oft steile Anstiege, ein gewisses Maß an Kondition ist für die Begehung des Küstenwegs also erforderlich. Dafür ist man fast ununterbrochen entlang von wunderschönen Stränden und zerklüfteten Steilklippen unterwegs, die eine wunderbare Aussicht bieten. Fischerhäfen, malerische Dörfer und alte Festungsanlagen sowie verfallene Forts und die Ruinen von Burgen normannischer Eroberer und englischer Lords machen den besonderen Charme dieser Gegend aus.

Überall auf dem Weg findet man keltische Schriftzeichen, sogar auf den Mülleimern. Walisisch und Englisch sind die Amtssprachen, allerdings sollte man niemals den Fehler begehen, Wales als einen Teil von England zu bezeichnen. Das Ziel der Strecke ist in St. Dogmeals, dem Dorf mit dem kuriosen Namen „Heilige Hundemahlzeit“.

Weiterführende Links:

Beschreibung des Pembroke Shire Coast Path auf der Website der National Trails (englisch)