Bwindi Nationalpark, Uganda

Ein Berggorilla im Bwindi Impenetrable Nationalpark, der weltweit die erste Anlaufstelle für Gorilla Trekking ist, Uganda - © Palenque / Fotolia
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Der Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda ist für seine Gorilla-Population weltweit bekannt und ein begehrtes Ausflugsziel. Die Hälfte aller Berggorillas unseres Planeten hat hier Zuflucht gefunden.

Der Bwindi Impenetrable Nationalpark liegt im Südwesten von Uganda am Rand des Zentralafrikanischen Grabens. Der Nationalpark ist 331km² groß und das weltweit wichtigste Schutzgebiet für Berggorillas. Derzeit leben dort ungefähr 340 Exemplare, was ungefähr die Hälfte der heute noch lebenden Population ausmacht. Seit 1994 gehört der Bwindi Impenetrable Nationalpark zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Berühmt für seine Berggorillas

Der Bwindi Impenetrable Nationalpark ist weltweit die erste Anlaufstelle für Gorilla Trekking. Seit 2010 gibt es dafür eigene Gorillagruppen im Bwindi Nationalpark. Diese Tiere sind die Nähe der Menschen gewöhnt und akzeptieren die menschlichen Besucher in ihren Revieren. Zum Schutz der Gorillas sind die Besucherzahlen stark limitiert und der Besuch ist auf maximal eine Stunde beschränkt. Die Ausgangspunkte für das Trekking sind mit Allradfahrzeugen erreichbar, bis zu den Gorilla-Familien müssen aber oft Fußmärsche durch den dichten afrikanischen Urwald von mehreren Stunden Dauer in Kauf genommen werden. Gute Kondition und Ausdauer sind unbedingt notwendig.

Die Vegetation im Nationalpark besteht aus dichten Berg- und Regenwäldern und mehreren Sumpfgebieten. Der Park erstreckt sich über eine Höhe von 1160 m bis zu 2607m über dem Meer. Im Bwindi National Park wird es recht kühl (zwischen 7 und 20 Grad Celsius) – für die Morgen- und Nachtstunden ist also warme Bekleidung notwendig. Feste Wanderschuhe und Regenschutz sind ebenfalls ein Muss.

Gorilla Trekking

Das heiß begehrte Gorilla Trekking bucht man – um Enttäuschungen vor Ort zu vermeiden – am besten frühzeitig im Voraus bei einem der zahlreichen Safariunternehmen in Uganda. Die Erlaubnis für das Gorilla Trekking kostet pro Person und Besuch bei den Gorillas je nach Saison bis zu 600 US-Dollar (Stand 2017). Dazu kommen noch die Kosten für die Unterkunft, Verpflegung und ggf. den Reiseveranstalter. Es ist also kein billiges Vergnügen. Die Begegnung mit den „sanften Riesen” ist aber ein einzigartiges Erlebnis und wird lange und nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Berggorillas findet man in Uganda außer im Bwindi Impenetrable Nationalpark noch im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark im Gebiet der Virunga-Vulkane, sowie in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.

Neben den faszinierenden Berggorillas leben im Nationalpark auch Populationen von Schimpansen, Elefanten, Klein-Antilopen, Schakalen, Schlangen und Riesenwaldschweinen. In Summe leben in Bwindi ungefähr 90 Säugetierarten. Der Bestand an Waldelefanten ist wegen der nach wie vor heftigen Wilderei stark zurückgegangen.

Anreise zum Bwindi Nationalpark

Man erreicht den Nationalpark ganzjährig entweder auf der Straße (6-8 Stunden Fahrzeit von Kampala, 1 – 2 Stunden Fahrzeit von der Stadt Kabale, 2-3 Stunden Fahrzeit vom Queen Elizabeth National Park im Norden, Allradantrieb ist in der Regenzeit verpflichtend, und auch sonst sehr empfehlenswert) oder auf dem Luftweg von Entebbe oder Kampala.

Weiterführende Links:

Informationen über Gorilla Safaris
Offizielle Seite des Bwindi Nationalparks (englisch)