Bogoria-See, Kenia

Die unzähligen Flamingos überziehen den Bogoria-See im Herzen Kenias mit einer flauschigen, rosa Decke - © Bartosz Budrewicz / Shutterstock
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Der Bogoria-See im Herzen Kenias ist für seine unzähligen Flamingos und die größte Geysir-Konzentration Afrikas berühmt. Da es keine großen Raubtiere gibt, kann dieses Naturparadies zu Fuß erforscht werden.

Der Bogoria-See in Kenia beherbergt mit einigen anderen salzhaltigen Seen im Ostafrikanischen Grabenbruch (Great Rift Valley) die weltgrößte Population an Flamingos. Er liegt etwas nördlich des Äquators und wird seit 1973 durch das Lake Bogoria National Reserve geschützt, das eine Fläche von 107km² einnimmt. Seit 1970 ist das Naturschutzgebiet auch für Touristen zugänglich.

Der knapp 1.000m hoch gelegene Bogoria-See ist nur bis zu 10 Metern tief und bei einer Länge von etwa 34km nur gut 3km breit. Umgeben von grün-bläulich schimmernden Bergen stellt die ruhige Wasserfläche mit den vielen rosa Punkten der Flamingos einen der schönsten Anblicke dar, die Afrika zu bieten.

Die Umgebung des Bogoria-Sees ist mit zahlreichen Geysiren die vulkanisch aktivste Region Afrikas, Kenia - © Bhavini / Shutterstock
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Zahlreiche heiße Quellen und Geysire an den Ufern des Sees zeugen von der vulkanischen Aktivität in dieser Region des Great Rift Valley. Am Bogoria-See sind überhaupt die meisten Geysire Afrikas auf so kleinem Raum zu finden. Seine (bis jetzt bekannten) 18 Geysire spucken ihre Fontänen bis zu 5 Metern in die Höhe.

Tipp: Das Wasser der Geysire ist kochend heiß, daher nicht zu nahe an die Fontänen herantreten!

Flora und Fauna am Bogoria-See

Der Bogoria-See ist vor allem für Hobby-Ornithologen ein Paradies. Das Nahrungsangebot des Sodasees basiert – ähnlich wie im Nakuru-See – auf salzliebenden Algen, die Krebstierchen ernähren, auf die wiederum die Vögel ganz wild sind. Über 130 verschiedene Vogelarten wurden am Bogoria-See bereits nachgewiesen. Vor allem Flamingos ernähren sich in riesigen Schwärmen von den winzigen Krebschen im salzigen Wasser und überziehen den Bogoria-See mit einer flauschigen, rosa Decke. Dazwischen laben sich auch Marabus, Hornvögel, Bienenfresser, Pelikane und Schreiseeadler am reichhaltigen Nahrungsangebot.

Neben den Flamingos wurden am Bogoria-See in Kenia noch über 130 andere Vogelarten nachgewiesen - © Bartosz Budrewicz / Shutterstock
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An den Ufern des Bogoria-Sees grasen Zebras, Gazellen, Warzenschweine, Impalas und die seltenen Großen Kudus. Großkatzen und andere Raubtiere bekommt man am Bogoria-See leider nicht zu Gesicht, dafür ist es völlig ungefährlich, sich zu Fuß durch die afrikanische Landschaft zu bewegen.

Besuch am Bogoria-See

Der Bogoria-See ist von Nairobi aus in knapp 4 Autostunden zu erreichen. Etwa 25km entfernt befindet sich die Baringo-Landebahn, auf der Kleinflugzeuge landen können. Als Unterkunftsmöglichkeiten stehen einige Lodges in der Nähe des Dorfes Loboi am Nordende des Sees oder Campingplätze im Süden des Sees zur Verfügung.

Eine gute Alternative zur Übernachtung am Bogoria-See ist, sein Quartier am nahegelegenen Baringo-See aufzuschlagen, von wo die Anfahrt mit dem Auto lediglich eine knappe Stunde dauert. Wer den Bogoria-See nur einen kurzen Besuch abstattet, sollte dies am Morgen oder am Abend tun, tagsüber muss man mit großer Hitze von knapp 40°C rechnen. Von Mai bis Juli und im November und Dezember regnet es übrigens am meisten.

Tipp: In der Nähe der Campingplätze halten sich immer wieder Paviane auf, die äußerst lästig werden können. Eine Steinschleuder kann hier Abhilfe schaffen.