Kloster Kapsa auf Kreta, Griechenland

In der einsamen Berglandschaft im kargen Südosten von Kreta, Griechenland, ist das kühle und begrünte Kloster Kapsa eine willkommene Oase - © FRASHO / franks-travelbox
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In der einsamen Berglandschaft im kargen Südosten von Kreta ist das kühle und begrünte Kloster Kapsa mit seinen wertvollen Reliquien eine willkommene Oase.

Das Moni Kapsa auf Kreta wurde im 13. oder 14. Jahrhundert am Ausgang der Schlucht Perivolakia errichtet und gehört heute verwaltungstechnisch zum ebenso sehenswerten Kloster Toplou. Das weiß gekalkte Kapsa Kloster liegt rund 40 km östlich von Ierapetra. Es kann von Sitia aus auf einer gut ausgebauten Straße mit dem Mietwagen über die fruchtbare Chandras-Hochebene erreicht werden.

Die Landschaft im kargen Südosten von Kreta erinnert schroff und felsig bereits ein wenig an Afrika und gleicht einer Oase in der einsamen kretischen Berglandschaft. Wie ein Schwalbennest klebt das Kloster Kapsa an einem eindrucksvollen Felsen.

Wie ein Schwalbennest klebt das Kloster Kapsa im Südosten von Kreta, Griechenland, an einem eindrucksvollen Felsen - © FRASHO / franks-travelbox
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Besuch des Klosters Kapsa

Die zweischiffige Klosterkirche im Zentrum der Anlage ist dem Hl. Johannes dem Täufer und der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Die kühlen Schatten der Zypressen laden zum Ausruhen ein und vom wunderbar grünen Innenhof des Klosters fällt der Blick hinunter aufs Meer.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Klosters Kapsa zählen die kunstvollen Stein-Mosaike im Hof und in der Eingangshalle und die meisterhaft geschnitzte Ikonostase. Das Kloster Kapsa nennt auch einige wertvolle Reliquien sein eigen, unter anderem der Schädel des Hl. Johannes des Täufers. Am Tag seiner Enthauptung, dem 29. August, wird im Kapsa Kloster jedes Jahr eine Feier abgehalten, zu der viele Gläubige aus der Umgebung auf Schusters Rappen pilgern. Auch ein Teil des Kreuzes Jesu wird im Kloster aufbewahrt.

Ebenfalls sehenswert ist eine Höhle an der Rückseite des Klosters, die über eine steinerne Treppe zu erreichen ist. Hier wohnte Mitte des 19. Jahrhunderts der Asket Joseph Gerontogiannis über 17 Jahre lang, der 2004 heilig gesprochen wurde. Ihm wird am 7. August mit Nachtwache und Messfeier gedacht. Sein Grab befindet sich in der Klosterkirche.