Agios Minas Kirche in Heraklion auf Kreta, Griechenland

Die Minas-Kathedrale in Heraklion auf Kreta zählt zu den größten Kathedralen Griechenlands und beeindruckt durch ihre imposante Innenausstattung - © FRASHO / franks-travelbox
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Die imposante Minas-Kathedrale in Heraklion auf Kreta zählt zu den größten Kathedralen Griechenlands und beeindruckt durch ihre farbenprächtige Fresken und die kunstvolle Ikonostase.

Der majestätische Agia-Ekaterini-Platz in Heraklion, der Hauptstadt Kretas, wird von drei Kirchen umrahmt. Die gewaltige Kathedrale Agias Minas aus dem 19. Jahrhundert fällt als erstes ins Auge. Sie zählt zu den größten Kathedralen Griechenlands, ist heute Bischofssitz von Kreta und beeindruckt vor allem durch ihre imposante Innenausstattung. Sie ist dem Hl. Minas geweiht, der auch Heraklions Schutzpatron ist.

BILDER: Agias Minas Kathedrale in Heraklion

Entstehung der Agias Minas Kirche in Heraklion

Die eindrucksvolle Metropolitenkirche wurde (mit einer Bau-Unterbrechung von 17 Jahren) von 1862 bis 1895 unter der Leitung des Architekten Athanasios Moussis errichtet und ist heute die Hauptkirche von Heraklion. Unter der fast 9m breiten Kuppel finden auf einer Grundfläche von 43 mal 30 Metern rund 8.000 Gläubige Platz.

Die beiden Glockentürme und die Kuppel der Agias Minas Kathedrale in Heraklion auf Kreta, Griechenland, ragen gigantische 32 Meter in den Himmel - © FRASHO / franks-travelbox
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Die beiden Glockentürme und die Kuppel ragen gigantische 32 Meter in den Himmel. Über dem Eingangsportal prangt ein Zitat aus dem Mathäus-Evangelium: „Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Auch über den Säulen rechts und links der Rundbogenfenster prangen zwei Bibelzitate: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“ (ebenfalls Mathäus-Evangelium) und „Ich habe diesen Ort erwählt und geheiligt, dass mein Name hier ewiglich sei und meine Augen und Herz daselbst bleibe alle Tage.“ (aus der Einweihung des Salomonischen Tempels). Die Kathedrale wird durch das reich mit Schnitzereien verzierte „Königreich-Tor“ betreten.

Besuch der Agias Minas Kathedrale in Heraklion

Typisch für eine byzantinische Kathedrale besteht die Agias Minas Kirche aus fünf Schiffen, die über und über mit farbenprächtigen Fresken geschmückt sind. Wenn das Sonnenlicht durch die ebenso farbenfrohen Buntglasfenster fällt, erstrahlt der Innenraum der Kathedrale in einem regelrechten Farbenmeer.

Die typisch byzantinischen Fresken in der Agias Minas Kathedrale in Heraklion auf Kreta, Griechenland, zeigen überwiegend Szenen aus dem Alten und Neuen Testament - © FRASHO / franks-travelbox
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Die ebenfalls typisch byzantinischen Fresken wurden erst im Jahr 1964 fertiggestellt und zeigen überwiegend Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. In der Kuppel prangt Jesus Christus als Weltenherrscher, im Altarraum ist das Leben Jesu und seine Auffahrt in den Himmel dargestellt. Die Deckenfresken im Nordschiff zeigen die Kreuzigung Jesu, jene im Südschiff seine Auferstehung. Direkt unter der Kuppel hängt einer von drei gewaltigen Kronleuchtern aus Gold und Silber, der den Anspruch auf Weltherrschaft symbolisiert.

Die sehenswerte Ikonostase aus weißem Marmor nimmt in der Agias Minas Kathedrale in Heraklion auf Kreta, Griechenland, den gesamten Altarraum ein - © FRASHO / franks-travelbox
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Auch die Ikonostase aus weißem Marmor ist sehenswert. Sie nimmt die gesamte Länge des Altarraums ein und zeigt golden hinterlegt die Hl. Mutter Maria mit Jesuskind, den Hl. Johannes, Jesus Christus und den Hl. Minas. Ihr Entwurf stammt von Anastasios Orlandos, der auch die marmorne Kanzel und den Bischofsstuhl geschaffen hat.

Das Wunder des Hl. Minas

Im Zweiten Weltkrieg traf am 23. Mai 1941 eine Bombe genau auf die Agias Minas Kathedrale – die jedoch nicht explodierte. Auf dem nördlichen Vorplatz der Kathedrale ist der furchteinflößende Sprengkörper bis heute zu sehen.