Palais des Beaux Arts in Lille, Frankreich

Das Palais des Beaux Arts in Lille ist mit einer Ausstellungsfläche von 22.000m2 nach dem Louvre in Paris das bedeutendste Kunstmuseum Frankreichs   - © Lille_Palais-de-Beaux- / Shutterstock
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Das Palais des Beaux Arts in Lille ist mit einer gewaltigen Fläche und Sammlungen von außerordentlicher Qualität nach dem Louvre in Paris das bedeutendste Kunstmuseum Frankreichs.

Das imposante Palais des Beaux-Arts im Zentrum von Lille beherbergt in seinen eindrucksvollen Hallen mit 22.000 m² Ausstellungsfläche unzählige Gemälde, Drucke, Zeichnungen, Antiquitäten, Skulpturen und Keramiken. Es zählt zu den führenden Kunstmuseen Frankreichs und ist das größte Museum des Landes außerhalb von Paris.

Mit seiner Eröffnung im Jahr 1809 zählt das Palais des Beaux Arts zu den ersten Museen des Landes. Zuerst noch in einer Kirche untergebracht, wurde es Ende des 19. Jahrhunderts in den heutigen Belle-Époque-Bau übersiedelt, der 1892 am Place de la République fertiggestellt wurde. Hinter seiner aufwändig gestalteten Fassade entfaltet sich dem Besucher die gesamte Palette europäischer Künstler vom 12. bis zum 20. Jahrhundert.

Highlights im Palais des Beaux-Arts von Lille – Kunst und Satellitenkarten

Zu den Highlights des Museums gehören eine umfassende Sammlung nordeuropäischer Künstler mit Rubens, Rembrandt oder Van Dyck, sowie die historische Bandbreite französischer Meister, von Manet und David über Delacroix bis zu Monet und Sisley. Italien und Spanien sind unter anderem mit Donatello, Raphael, Goya und El Greco vertreten.

Hinter der kunstvollen Fassade des Palais des Beaux Arts in Lille verbergen sich nicht nur künstlerische Werke, sondern auch kostbare Reliefkarten aus der Zeit des Sonnenkönigs, Frankreich - © Daniel Leppens / Shutterstock
© Daniel Leppens / Shutterstock

Neben den 650 Gemälden und 4.000 Zeichnungen verbergen sich hinter der kunstvollen Fassade des Palais des Beaux Arts auch kostbare Reliefkarten befestigter Städte aus der Zeit des Sonnenkönigs. Im Keller des Museums sind auf diesen „Satellitenkarten der frühen Neuzeit“, die im Auftrag von Ludwig XIV. angefertigt wurden, jedes Haus, jede Straße und jeder Baum modelliert. Diese faszinierenden Karten wurden lange Zeit im Pariser Louvre unter strengem Verschluss gehalten.

Die Räumlichkeiten im Erdgeschoß sind den Kollektionen aus dem Mittelalter und der Renaissance vorbehalten. Auch die Wechselausstellungen, das Auditorium, die Bibliothek und Workshop-Räumlichkeiten sind hier zu finden.

Futuristisches Nebengebäude

Das Restaurant ist in einem langgestreckten und nur 6,5m breiten Nebengebäude des Museums untergebracht, welches auch Büros und Restaurierungs-Werkstätten enthält. Die Spiegelung der reich verzierten Fassade des Museums in der 70m langen Glasfassade sorgt für einen weiteren kunstvollen Effekt.

Zusätzlich zu seiner Funktion als Museum fungiert das Palais des Beaux-Arts mit kulturellen Events in punkto Literatur, Theater, Tanz, Musik und Kino als Treffpunkt verschiedener Künste einer umfassende Bandbreite und lockt Kunstinteressierte aller Altersgruppen in den Norden Frankreichs.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Palais des Beaux-Arts in Lille (französisch)