Lake Mburo-Nationalpark, Uganda

Der kuriose Schuhschnabel, ein afrikanischer Sumfpvogel, ist im Lake Mburo-Nationalpark in Uganda heimisch - © Sam DCruz / Shutterstock
© Sam DCruz / Shutterstock

Der Lake Mburo-Nationalpark ist der kleinste Savannen-Nationalpark Ugandas und unterscheidet sich mit seinen Akazienwäldern, Seen und Sumpflandschaften deutlich von anderen Naturschutzgebieten der Region. Aufgrund der Abwesenheit von Raubtieren kann der Lake Mburo-Nationalpark auch zu Fuß oder zu Pferd erforscht werden.

Mit nur 260km² Fläche ist der Lake Mburo-Nationalpark im Südwesten von Uganda der kleinste Savannen-Nationalpark des Landes. Der Mburo-See ist mit 13 anderen Seen Teil einer 50km langen Sumpflandschaft, die in der sonst trockenen Savanne einer Vielzahl an Wildtieren einen Lebensraum bietet.

Er wurde im Jahr 1933 zu einem geschützten Jagdgebiet erklärt und genau 30 Jahre später zum Wildreservat deklariert. 1983, wiederum 20 Jahre später, wurde der Nationalpark gegründet. Dadurch durfte das Gebiet ab sofort auch nicht mehr als Weideflächen für das Vieh der lokalen Bauern verwendet werden, was zu heftigen Auseinandersetzungen führte. Nach dem Fall des zweiten Obote-Regimes im Jahr 1985 ging knapp die Hälfte des Parks wieder an die Bevölkerung.

Seit 2001 ist der Jagdtourismus im Lake Mburo-Nationalpark wieder erlaubt und Wildtiere dürfen kontrolliert geschossen werden. Diese anfangs kontrovers diskutierte Maßnahme führte dazu, dass die Wilderei abnahm und sich der Wildtierbestand wieder erholte. Einziger Nachteil: Die Wildtiere treten Besuchern scheuer gegenüber als früher. Die Einnahmen sowie die Infrastruktur des Parks kommen auch der umliegenden Bevölkerung Ugandas zu gute.

Flora und Fauna im Lake Mburo-Nationalpark

5 der 13 Seen, die die Sumpflandschaft bilden, liegen gemeinsam mit dem Mburo-See im Nationalpark. Einst war die Landschaft des Nationalparks von offener Steppe geprägt, die zunehmend durch lauschige Akazienwälder abgelöst wurde, nachdem es keine Elefanten mehr gab, die die jungen Bäume ausreißen. Im Westen des Nationalparks ziehen sich felsige Hügel und bewaldete Schluchten durch die Savanne.

Im Lake Mburo-Nationalpark können Zebras, Impalas, die letzten Elen-Antilopen Ugandas, Wasserböcke, Flusspferde, Büffel, Warzenschweine, Krokodile, Hyänen, Schakale, Leoparden und über 300 verschiedene Vogelarten beobachtet werden. Zu den größten Vögeln zählen Fischadler, Reiher, Pelikane, Kormorane und die kuriosen Schuhschnäbel, die sonst nirgendwo in Uganda vorkommen.

Besuch im Lake Mburo-Nationalpark

Der Nationalpark liegt etwa 30km östlich von Mbarara, von der ugandischen Hauptstadt Kampala ist er 230km entfernt und in etwa 3,5 Stunden mit dem Auto zu erreichen. Die Abzweigungen zu den beiden Eingangstoren Nshara und Sanga sind von der Hauptstraße zwischen Kampala und Mbarara klar ausgeschildert. Unterkunftsmöglichkeiten im Park sind in Form von Campingplätzen und Zeltdörfern vorhanden.

Das Eingangstor zum Lake Mburo Nationalpark in Uganda - © Pecold / Shutterstock
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Die beste Zeit, den Lake Mburo-Nationalpark zu besuchen, ist von Oktober bis März. Es regnet zwar auch in der Regenzeit zwischen April und September nicht wirklich heftig, doch am Ende der Trockenzeit sind die Tiere leichter zu beobachten, wenn sie sich an den verbliebenen Wasserstellen versammeln. Während der Regenfälle sind die Pisten außerdem nur mit Allradfahrzeugen befahrbar.

Vor allem der Osten des Nationalparks ist mit Pisten durchzogen, der Lake Mburo kann jedoch auch auf dem Pferderücken oder zu Fuß im Zuge von geführten Touren erforscht werden. Die ist der Vorteil, dass es im Park keine großen Raubtierpopulationen gibt, denn die wenigen Leoparden leben versteckt und gehen den Menschen aus dem Weg. Auch Bootstouren auf dem Mburo-See werden angeboten. Alle Touren können in der luxuriösen Mihingo-Lodge gebucht werden.

Weiterführende Links:

Info über den Lake Mburo-Nationalpark vom Uganda Wildlife Authority (englisch)