Palau – Sehenswertes und Reisetipps

Die unzähligen Felseninseln von Palau im Pazifischen Ozean formen mit unzähligen Fischen und sogar ungiftigen Quallen ein Tauch- und Schnorchel-Paradies der Extraklasse! 

Wer nach Palau reist, kommt zum Tauchen (oder Schnorcheln)! Das über 650km lange Archipel zwischen Guam, den Philippinen und Papua-Neuguinea zeichnet sich durch seine zahlreichen Felseninseln aus, die dem Pazifik rundum kristallklares Meer und eine atemberaubende Unterwasserwelt bescheren.

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Die rund 1.500 Fisch- und 700 Korallenarten haben unter anderem in zahlreichen Schiffswracks einen geschützten Lebensraum gefunden. Von Menschen sind von den über 200 Inseln lediglich 8 bewohnt.

Wie kommt man am besten nach Palau?

Die Anreise mit dem Flugzeug von Mitteleuropa aus dauert mindestens 20 Stunden und führt meist über Zwischenstops in Hongkong, Taiwan oder auf den Philippinen. Der internationale Flughafen von Palau liegt im Süden der Hauptinsel Babeldaob.

Wer auf dem Seeweg anreist, kommt eher selten mit dem Kreuzfahrtschiff, denn diese steuern Palau kaum an, sondern mit dem privaten Segelboot. Denn Segeln ist auf Palau fast ebenso beliebt wie Tauchen.

Beste Reisezeit für Palau

Palau ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Auf dem tropischen Paradies herrscht stets warm-feuchtes Klima mit Temperaturen zwischen 30°C tagsüber und 25°C in der Nacht und ein sehr geringes Risiko für Tropenstürme. Die Wassertemperatur liegt ebenfalls ganzjährig bi 28°C – wunderbar warm für Tauchausflüge oder Schnorcheltouren.

Dennoch können als beste Reisezeit für Palau die Monate Dezember bis April angegeben werden. In diesem Zeitraum sind die Niederschläge geringer und es gehen sich 7-8 Sonnenstunden pro Tag aus. Sollte es allerdings mal regnen, einfach abtauchen – unter der Meeresoberfläche ist das egal!

Rock Islands bei Koror

Wind, Wetter und der Ozean haben spektakuläre Kalksteingebilden geformt, Rock Islands, Palau - © Ethan Daniels / Shutterstock
© Ethan Daniels / Shutterstock

Die Rock Islands („Felseninseln“) sind das Aushängeschild von Palau. Die dicht bewaldeten Chelbacheb-Inseln, die wie willkürlich verstreut aus dem Südpazifik ragen, sind bei nahezu jedem Reise-Anbieter DAS Motiv Palaus und zählen zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten der Südsee.

Die über eine Fläche von 70 Quadratkilometer verstreuten Rock Islands erstrecken sich über 40 Kilometer vom Südwesten der Insel Koror bis zum Norden der Insel Peleliu. Auf beiden Seiten sind die Rock Islands von einem Korallenriff umgeben. Zur Insel Koror ist das Riff auf natürliche Weise offen, im südwestlichen Außenriff befindet sich der „German Channel“, ein künstlicher Durchbruch, der während der deutschen Kolonialisierung geschaffen wurde.

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Keine der über 400 Kalksteininseln ist permanent bewohnt, die Palauer nutzen die kleinen Eilande jedoch immer wieder für kulturelle Zwecke und selbstverständlich auch als Urlaubsziel.

Archäologische Funde und Felszeichnungen auf den Inseln Ngeruktabel, Ngeanges und Chomedokl bezeugen, dass die Rock Islands vor etwa 5.000 Jahren von Menschen besiedelt waren. Auf manchen Inseln sind noch die steinernen Überreste ganzer Dörfer zu finden, die jedoch spätestens im 18. Jahrhundert verlassen worden sind, als die Bevölkerung auf die größeren Inseln übersiedelte.

Die Kultur der einstigen Bewohner der Rock Islands ist in Palau jedoch noch heute in Form von Mythen, Legenden, Tänzen und Sprichwörtern vorhanden.

Unterwegs durch die Rock Islands von Palau

Die Kalksteininseln der Rock Islands von Palau sind über und über von üppig grüner Vegetation bedeckt und ragen wie smaragdgrüne Pilze aus dem tiefblauen Meer des Pazifiks. Die Gezeiten haben sie über die Jahrtausende zu unterschiedlichsten Gestalten geformt. Viele der Inseln sind unterspült und der unaufhörliche Seegang hat Höhlen, Bögen und Brücken in den Kalkstein gegraben.

Andere liegen direkt auf speziellen Meeresströmungen, wodurch das gesamte Eiland eine fast kreisrunde Form angenommen hat. Die südliche Lagune der Rock Islands gehört seit 2012 zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Die Rock Islands werden seit Jahrzehnten von Urlaubern erforscht. Die idyllische Inselgruppe bietet fantastische Strände und eine farbenprächtige Unterwasserwelt, ein Paradies für Taucher und Schnorchler. Wer seinen Kopf lieber über Wasser hält, sollte einen Besuch der Rock Islands ebenfalls nicht versäumen. Eine Fahrt mit dem Boot oder dem Kajak durch die faszinierenden Kalksteinformationen der verwinkelten Inselwelt garantiert atemberaubende Naturerlebnisse!

Tipp: Die Rock Islands auf Palau stehen unter Naturschutz. Sowohl Wasser als auch Land darf nur an bestimmten Stellen begangen oder befahren werden. Am besten man erkundet die Schönheit dieser Inselwelt mit einer geführten Tour.

Jellyfish Lake

Im unter Tauchern weltberühmte Jellyfish Lake auf den Rock Islands in Palau tummeln sich Millionen von Quallen - © Ethan Daniels / Shutterstock
© Ethan Daniels / Shutterstock

Nirgendwo auf der Welt findet man Brackwasserseen in solch dichter Konzentration wie auf den Rock Islands. Einige von ihnen haben sich zu außergewöhnlichen Lebensräumen entwickelt.

Der bekannteste Brackwassersee der Rock Islands liegt rund 45 Bootminuten von Koror entfernt auf der Insel Eil Malk. Der unter Tauchern weltberühmte „Quallen-See“ entstand vor etwa 12.000 Jahren, als durch den Anstieg des Meeresspiegels Salzwasser durch das Karstgestein der Rock Islands sickerte und sich im Becken des heutigen Jellyfish Lake sammelte.

Der faszinierende Brackwassersee ist 420 mal 200 Meter groß, bis zu 30 Meter tief und als einziger der 70 marinen Seen auf Palau öffentlich zugänglich. Sein Wasserspiegel ist mit dem Meeresspiegel auf einer Ebene, mit etwa 1,5 Stunden Verspätung sind sogar die Gezeiten sichtbar.

Der See heißt eigentlich Ongeim’l Tketau. Jellyfish Lake wird er aufgrund seiner einzigartigen Bewohner genannt. In seinem Salzwasser, welches auf den ersten 3 Metern auch mit Süßwasser durchmischt ist, tummeln sich unzählige Quallen. Taucher, die Quallen zu Gesicht bekommen, machen normalerweise einen großen Bogen um sie, denn ihre Tentakeln sind giftig und verursachen ein furchtbares Brennen auf der Haut, manche Arten können sogar töten.

Mit Quallen schwimmen

Die Quallen, die den Jellyfish Lake auf den Rock Islands bevölkern, haben keine natürlichen Feinde und daher keine giftigen Tentakeln, Palau - © Ethan Daniels / Shutterstock
© Ethan Daniels / Shutterstock

Der Jellyfish Lake auf den Rock Islands ist wohl der einzige Ort der Welt, auf dem man mit Quallen schwimmen kann. In ihm wohnt die bis zu 23cm große blassgelbe Mastigias Medusae Qualle, auch als Golden Jellyfish, oder einfach nur Medusa bezeichnet. Da die durchscheinenden Wasserbewohner in ihrem von der Außenwelt abgeschiedenen See so gut wie keine natürlichen Feinde haben, sind auch ihre Tentakeln ungiftig. Schnorchler müssen somit keine Angst haben und können im etwa 30°C warmen Wasser mit den geisterhaften Tieren auf Tuchfühlung gehen.

Tieferes Tauchen mit Sauerstoffflasche ist im Jellyfish Lake nicht erlaubt. Erstens können sich die aufsteigenden Sauerstoffblasen in den Schirmen der Quallen verfangen und zweitens ist das Wasser ab einer Tiefe von etwa 15 Metern mit Schwefelsäure durchsetzt, was für einen Taucher sogar tödlich enden kann.

Dies ist auch der Grund, warum die Medusen nie unter diese Tiefe kommen. Ab etwa 15m gibt es keinen Sauerstoff mehr. Andere Tiere im See kommen über die Größe von Schnecken, Schwämmen und Krebsen nicht hinaus. Weitere Lebensräume der Medusen sind der Clear Lake ebenfalls auf Eil Malk und der Goby Lake sowie der Big Jellyfish Lake auf Koror.

Tipp: Die Quallen werden bei der Ernährung von einzelligen Organismen unterstützt, die von einer bestimmten Algenart leben. Algen brauchen Licht zum Leben und daher sind die meisten Medusen immer dort zu finden, wo die Sonne am intensivsten auf den See scheint, von morgens bis abends folgen sie dem Tageslicht. Außerdem leben im Schatten die einzigen Feinde der Quallen – fest gewachsene Seeanemonen.

Laut Schätzungen leben etwa 30 Millionen der faszinierenden Tiere im Jellyfish Lake. Zwischen zigtausenden von ihnen völlig gefahrlos herumzuschwimmen, ist ein unvergessliches Erlebnis, das man auf keinen Fall missen sollte, wenn man sich schon einmal auf Palau befindet.

Und so kommt es schon mal vor, dass man im Regenwald von Eil Malk Urlaubern über den Weg läuft, die mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen bewaffnet durch den dichten Urwald spazieren. Von der Küste zum Jellyfish Lake führt der Weg nämlich ca. 30 Minuten über zwei steile Hügel durch den Dschungel der Rock Islands.

Belau Nationalmuseum auf Koror, Palau

Das Belau Nationalmuseum in Palau liegt auf der Insel Koror südlich von Palaus Hauptinsel Babeldaob. Das 1955 gegründete Museum ist das älteste Museum in ganz Mikronesien und eine perfekte Alternative an einem verregneten Tag auf dem idyllischen Südsee-Inselstaat.

Ursprünglich war das Belau Nationalmuseum in der ehemaligen japanischen Wetterstation untergebracht, mittlerweile hat es seinen Sitz in einem eigenen modernen Gebäude.

Sehenswürdigkeiten im Nationalmuseum von Palau

Die Ausstellungen im Belau Nationalmuseum erzählen die Geschichte Palaus und gehen vor allem auf die Kolonialzeit unter japanischer, amerikanischer und deutscher Flagge ein. Mittels historischer Dokumente und Fotografien, Bildergalerien und interessanten Zusatzinformationen wird die Vergangenheit Palaus bis heute dargestellt.

Daneben werden mittels traditioneller Skulpturen und anderer Kunstwerke Kultur und Lebensalltag auf Palau präsentiert. Jedes Ausstellungsstück ist dabei mit interessanten Hintergrundinformationen versehen. Auch das Olympische Team von Palau ist im Belau Nationalmuseum mit einer kleinen Ausstellung vertreten.

Auf dem Museumsgelände kann außerdem ein traditionelles „Bai“, ein Versammlungshaus in palauischen Dörfern, original aus Holz und Stroh erbaut, besichtigt werden. Die Fassade des Bai ist mit palauischen Legenden bemalt.

Palau-Souvenir aus dem Museums-Shop

Neben dem Museum selbst, dessen Eintritt nur einige wenige US-Dollar kostet, wird das Belau Nationalmuseum in Palau vor allem durch seinen Museums-Shop finanziert. Der ansprechend eingerichtete kleine Laden lädt die Besucher zum Stöbern ein.

Zu finden gibt es handgefertigte traditionell palauische Kunstwerke, wie zum Beispiel gewebte Taschen, geschnitzte Sparbüchsen, Schmuck aus Koralle und Kokosnuss, Poster und T-Shirts mit palauischen Motiven und natürlich eine Vielzahl an allerlei Souvenirs und netten Erinnerungen für zu Hause. Bücher und Videos runden die Informationen ab, die vom Belau Nationalmuseum über Palau mit nach Hause genommen werden können.

Nach 1-2 Stunden, die man im Museum und im angrenzenden Shop verbringen kann, ist eine kleine Stärkung im Keam Café zu empfehlen, welches neben Kaffee und kühlen Drinks auch Süßspeisen und kleine Snacks anbietet.

Zahlen, Daten, Fakten von Palau

Flagge
Amtssprache Palauisch, Englisch
Religion Christentum (80%)
Fläche 459 km²
Einwohner 20.750
Bevölkerungsdichte 42,3 Einwohner pro km²
Hauptstadt Melekeok
Einwohnerzahl Hauptstadt 391
Währung US-Dollar
Währungskürzel $, US$
Zeitzone UTC+9h, JST – Japan/Korea Standard Time
Zeitzone Sommerzeit keine
Telefonvorwahl +680
Top-Level-Domain .pw
Internationaler Flughafen Babeldaob/Koror Airport (ROR)
Offizielle Tourismusseite http://www.visit-palau.com/
Durchschnittsalter 32,9 Jahre
Lebenserwartung 72,3 Jahre
Kindersterblichkeit 11,8 Tode pro von 1.000 Geburten

 

Weiterführende Links:

Kontakt und Öffnungszeiten des Belau Nationalmuseums in Palau

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