Die schönsten Holzkirchen in den Maramureș, Rumänien

Drei Holzkirchen aus dem 17. und 18. Jahrhundert in der Ortschaft Bârsana in der Region Maramureș, Rumänien - © Rechitan Sorin / Shutterstock
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Die Holzkirchen in den Maramureș im Norden Rumäniens stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und beeindrucken durch meisterhafte Architektur und wunderschöne Malereien.

Die Holzkirchen in der Region Maramureș zählen etwa 60 hölzerne Kirchengebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 45 davon liegen auf rumänischem Staatsgebiet, 15 in der Ukraine. Acht rumänische Holzkirchen wurden im Jahr 1999 als typisch rumänische Sakralarchitektur von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Geschichte der Holzkirchen in den Maramures

In Siebenbürgen war es früher verboten, orthodoxe Kirchen aus Stein zu errichten, also griffen die Gläubigen auf Buchen-, Eichen-, Tannen- und Ulmenholz zurück. Über 200 Jahre lang wurden die Holzkirchen in der Maramureș in nahezu jedem Dorf mit den unterschiedlichsten Stilelementen errichtet. Charakteristisch sind ihre hohen, schlanken Kirchtürme an der Westseite.

Das Kloster Peri in Sapânta ist mit einer Höhe von 78m das weltweit höchste Gebäude aus Eichenholz, Rumänien - © Dan Tataru / Shutterstock
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Mit der Zeit wurden die Holzkirchen immer besser gebaut und mit meisterhaften Schnitzereien verziert. Manche Tischler lebten plötzlich vom Kirchenbau. Einige der Kirchen sind klein und dunkel, doch manche weisen erstaunliche architektonische Elemente auf. Die riesigen, meist schindelgedeckten Dächer und der hohe Turm lassen die eigentliche Kirche zwergenhaft erscheinen.

Die einzige Kirche ohne Glockenturm befindet sich in Cuhea, wo stattdessen ein so genanntes Stundenholz geschlagen wurde, um die Messe „einzuläuten”. Das Kloster Peri in Sapânta ist mit einer Höhe von 78m das weltweit höchste Gebäude aus Eichenholz.

Die Innenausstattung gleicht der eines „normalen” orthodoxen Kirchengebäudes. Die Holzwände sind mit kunstvollen Fresken geschmückt, die Szenen aus dem Alten Testament und aus dem Leben von Heiligen zeigen.

Die schönsten Holzkirchen Rumäniens

Die Holzkirchen in den Ortschaften Bârsana, Budeşti-Josani, Deseşti, Ieud-Deal, Plopiş, Poienile Izei, Rogoz und Şurdeşti zählen zum Weltkulturerbe.

Die Holzkirche „Sfinţii Nicolae” in Budeşti-Josani aus dem Jahr 1643 gilt als Paradebeispiel für die Architektur der Holzkirchen der Maramureș. Als schönste Holzkirche wird die “Naşterea Fecioarei” in Ieud-Deal bezeichnet. Die älteste Holzkirche der Maramureș ist die “Sfânta Paraschiva” in Poienile Izei, die aus dem Jahr 1604 stammt.

Holzkirche von Bârsana

Die eindrucksvolle Holzkirche von Bârsana im Norden Rumäniens zählt zu den acht Holzkirchen der Maramureș, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden - © ȚetcuMirceaRareș CC BY-SA3.0RO/W
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Die Holzkirche von Bârsana steht auf einem Hügel in der Ortschaft und ist die einzige Holzkirche der Maramureș, die von einer Klosterkirche zur Pfarrkirche wurde. Ihr Spitzturm, ist schon von weitem sichtbar. Die Fresken der Bârsana-Kirche sind nicht in byzantinischem, sondern in barockem Stil gehalten. Die Kirche gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Holzkirche von Șurdești

Die Holzkirche von Șurdești in Rumänien zählt zu den berühmten Maramures-Kirchen und ist das höchste Eichenholz-Bauwerk der Welt - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Holzkirche von Șurdești heißt eigentlich „Kirche der heiligen Erzengel Michael und Gabriel“ und beeindruckt in ihrem Inneren durch ihre Wandmalereien und gestickten Tücher. Die Kirche wurde im Jahr 1766 von Ion Macarie aus Eichenholz errichtet und ist heute das weltweit zweithöchste Bauwerk aus Eichenholz.

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Holzkirche und Museum von Botiza

Botiza im Norden von Rumänien beherbergt eine traditionelle Holzkirche und ein sehenswertes Museumshaus - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Holzkirche von Botiza wurde ursprünglich 1699 in Vișeu de Jos errichtet und im Jahr 1899 an ihrem heutigen Platz aufgebaut. Eine der bekanntesten Darstellungen der Kirche von Botiza ist der Tod mit seiner Sense im Innenraum gleich über der Eingangstür. Die Kirche wurde in den letzten Jahren umfassend renoviert.

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Holzkirche von Deseşti

Die Holzkirche von Deseşti in Rumänien wurde gemäß der traditionellen Baukunst der Maramureș errichtet und beeindruckt durch ihre kunstvollen Malereien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Holzkirche von Deseşti wurde im Jahr 1770 erbajut und beeindruckt durch ihre kunstvollen Malereien aus dem 18. Jahrhundert. Die Holzkirche von Deseşti thront mitten in der Ortschaft auf einem idyllischen Hügel. Die Kirche gehört gemeinsam mit sieben weiteren Holzkirchen in den Maramureș zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Holzkirche von Ieud

Auf einem Hügel inmitten üppiger Vegetation liegt die Holzkirche von Ieud, eine der schönsten und die älteste Holzkirche der Maramureș, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Kirche von Ieud ist eine der ältesten Holzkirchen der Maramureș und beherbergt auch die älteste rumänische Schrift. Im Gegensatz zu den meisten anderen rumänischen Holzkirchen besteht die Holzkirche von Ieud nicht aus Eichen-, sondern aus Tannenholz. Besonders sehenswert sind die kunstvollen Fresken der Kirche.

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Holzkirche von Poienile Izei

Die Holzkirche in der schmucken Ortschaft Poienile Izei ist eine der interessantesten und besterhaltenen Holzkirchen Rumäniens - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Holzkirche von Poienile Izei ist eine der interessantesten und besterhaltenen Holzkirchen Rumäniens und beeindruckt die Besucher mit den lebhaften Malereien in ihrem Innenraum. Die Kirche wurde von 1604 bis 1632 „aus hundert Jahre alten Baumstämmen“ errichtet und thront auf einer Anhöhe im Dorf.

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Holzkirche von Plopis

 Die schmucke Holzkirche von Plopis im Norden Rumäniens zählt als eine der acht Holzkirchen der Maramureș zum UNESCO-Weltkulturerbe - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Holzkirche in Plopis beeindruckt nicht durch ihre Ausmaße, sondern durch ihr wunderbar harmonisches Gesamtbild. Das Kirchenschiff ist verhältnismäßig klein. Die Malereien in ihrem Inneren sind aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Holzkirche wurde ab dem Jahr 1798 errichtet und 1811 eingeweiht.

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Die Region Maramureș – ein Freilichtmuseum

Die Region Maramureș ist zwar ein bekanntes, jedoch spärlich besuchtes Gebiet Rumäniens. Die hölzernen Dörfer, farbenfrohen Gewänder und traditionellen Bräuche der dortigen Bevölkerung haben sich seit dem Mittelalter erhalten.

Viele der frühen „Kirchentischler”-Familien gehen ihrem Geschäft noch heute nach und so verzieren sie Holzbänke, Hoftore und die Holzkreuze auf Friedhöfen. Somit ist eine Reise zu den Holzkirchen in den Maramures mit einem fantastischen Ausflug in ein Freilichtmuseum zu vergleichen.