Schloss Bran (Dracula-Schloss), Rumänien

Das stolze Schloss in der Ortschaft Bran hat international den Ruf als „Dracula-Schloss“ und ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Rumäniens - © FRASHO / franks-travelbox
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Das stolze Schloss in der Ortschaft Bran hat international den Ruf als „Dracula-Schloss“ und ist die von ausländischen Touristen meistbesuchte Sehenswürdigkeit Rumäniens.

Das Schloss Bran in der gleichnamigen Ortschaft in Siebenbürgen erlangte als angeblicher Sitz von Bram Stokers „Graf Dracula“ internationale Berühmtheit und lockt jährlich 560.000 Touristen nach Transsylvanien. Tatsächlich weist das Schloss Bran auf seinem 30 Meter hohen Felsen mit dem Dracula-Schloss des Gruselromans verblüffende Ähnlichkeiten auf. Der „echte“ Graf Dracula, Vlad III. Draculea, soll es jedoch niemals betreten haben. Nichtsdestotrotz ist ein Besuch der Dracula-Burg in Rumänien ohne Zweifel von schaurig-schönem Grusel geprägt.

BILDER: Schloss Bran (Dracula-Schloss)

Geschichte des Schlosses von Bran

Das Schloss Bran, ursprünglich die „Törzburg“ wurde im Jahr 1377 von den Bewohnern von Kronstadt nach Erlaubnis des ungarischen Königs errichtet. Bis 1427 blieb das Schloss in ungarischer Hand, danach wurde die Burg mehrmals belagert, konnte jedoch niemals eingenommen werden. Erst 1916 wurde die Törzburg von rumänischen Truppen erobert, die in Siebenbürgen einfielen und ging nach dem Anschluss an Rumänien an die rumänische Königin Maria („Missy“). Diese verliebte sich in die trutzige Burg und richtete sie gemütlich als Sommersitz ein. Ihr bzw. dem damaligem Hofarchitekten Karel Liman hat das Dracula-Schloss sein heutiges Aussehen zu verdanken.

Das Schloss Bran in Rumänien wurde von der rumänischen Habsburger-Königin Maria zu ihrem Sommersitz auserkoren - © FRASHO / franks-travelbox
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Dracula-Schloss dank Ceausescu

Ihren Ruf als Dracula-Schloss verdankt die Törzburg jedoch dem rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceausescu, der sie nach dem Zweiten Weltkrieg zur touristischen Sehenswürdigkeit ausbaute. 1957 wurde die Burg als mittelalterliches Museum für Besucher geöffnet. Nach dem Erscheinen des Kinofilms „Bram Stoker’s Dracula“ im Jahr 1992 nahm der Besucherstrom immer mehr zu. Denn das Schloss von Bran ist das einzige Schloss in Transsylvanien, welches auf einem Felsen über einem Tal thront, durch welches ein Fluss fließt – genau, wie es Bram Stoker beschrieben hat.

Eingang zum Schloss Bran in Rumänien, international bekannt als der Wohnsitz von Bram Stokers Dracula - © FRASHO / franks-travelbox
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2006 ging das Schloss zurück an Dominic von Habsburg, nachdem Königin Maria die Burg an ihre Tochter und Erzherzogin von Österreich, Fürstin Ileana, vererbt hat. Dieser versuchte vergeblich, es um 80 Millionen US-Dollar an den rumänischen Staat zu verkaufen und eröffnete schließlich 2009 ein Museum mit Ausstellungsstücken der Habsburger.

Tipp: Falls jemand im Schloss des Dracula übernachten möchte: Ein luxuriöses Appartement im Schlossturm wird an Gäste vermietet.

Besuch des Dracula-Schlosses

Die Burg Bran liegt etwa 30km von Brasov (Kronstadt) entfernt und ist mit dem Auto über die Nationalstraße DN73/E577 zu erreichen. Neben prachtvoll eingerichteten Räumlichkeiten, wunderschön gearbeiteten Möbelstücken und anderen Exponaten der Habsburger sind auch Zepter, Krone und Silberdolch von König Ferdinand, dem Gatten von Maria, ausgestellt.

Die meisten Besucher kommen jedoch nicht wegen der historischen Gegenstände, sondern aufgrund des fiktiven Hausherrn Dracula. Und tatsächlich: Betrachtet man das Schloss auf seinem Felsen umschwirrt von Krähen, mit seinen Zinnen und Türmen, kleinen Fenstern und Verließen, kann man sich gut vorstellen, dass ein blutsaugender, sonnenscheuer Vampir-Graf sich hier durchaus wohlgefühlt hätte. Seit 2014 steht die Burg übrigens wieder zum Verkauf.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Dracula-Schlosses in Rumänien (englisch)
Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Schlosses Bran in Rumänien (englisch)

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