Fidschi – Sehenswertes und Reisetipps

Ist Fiji schön? Definitiv! Mit seinen paradiesischen Stränden, türkisblauen Lagunen und der kulturellen Vielfalt ist Fidschi eines der beliebtesten Reiseziele in der Südsee. 

Die rund 330 Inseln der ehemals britischen Republik Fidschi sind im Südpazifik über eine Fläche von 18.000 Quadratkilometern verstreut. Nur etwa die Hälfte davon ist bewohnt. Alle begeistern mit saftig grünem Regenwald, rauschenden Wasserfällen, Traumstränden, bunten Korallenriffen und unvergesslichen Sonnenuntergängen.

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Mit ihrem spannenden Mix aus polynesischen, indischen, chinesischen und europäischen Wurzeln ist die Kultur von Fidschi ebenso facettenreich wie seine Landschaft. Mit der englischen Sprache findet man sich in diesem Schmelztiegel meist gut zurecht. Die beiden größten Inseln sind Vanua Levu und Viti Levu. Auf letzterer befindet sich auch die Hauptstadt Suva.

Wie kommt man am besten auf die Fidschi Inseln?

Auch der internationale Flughafen von Fidschi liegt auf der Hauptinsel Viti Levu gleich bei der Stadt Nadi an der Westküste. Flüge nach Fidschi aus den großen Städten Mitteleuropas legen meist einen Zwischenstop in Seoul, Hongkong, Singapur oder Los Angeles ein und dauern dementsprechend an die 20 Stunden – ohne Wartezeit beim Umsteigen.

Eine sehr beliebte Alternative zum Flugzeug ist das Kreuzfahrtschiff. Damit können nicht nur die Hauptinseln generell erreicht, sondern es können gleich mehrere Fidschi-Inseln erkundet werden, darunter auch einige unbewohnte mit ihren fantastischen Bilderbuch-Stränden, farbenprächtigen Korallenriffen und kristallklaren Lagunen. Die großen Cruiser auf die Fidschi-Inseln starten in Neuseeland, Australien oder den USA.

Beste Reisezeit für die Fidschi Inseln

Aufgrund des tropisch-maritimem Klimas ist das Wetter auf Fidschi das ganze Jahr über sehr ähnlich, die beste Reisezeit ist jedoch der Südwinter von Mai bis Oktober. Die Tageshöchsttemperaturen liegen dann ebenso wie die Wassertemperaturen stets zwischen 23°C und 27°C mit 8-10 Sonnenstunden pro Tag.

Im Südsommer hingegen, also von November bis April, ist es mit täglich über 30°C und kräftigen Regenschauern am Nachmittag heiß und schwül. Die Passatwinde, die die Regenwolken auf die Inseln treiben, können sich zu dieser Zeit außerdem zu heftigen Stürmen aufschaukeln. Dafür ist das Meer mit 28°C zu dieser Zeit am wärmsten.

Im feuchten Südosten fällt allerdings das ganze Jahr über Regen, im Südwinter kaum weniger als im Südsommer.

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Sri Siva Subramaniya Tempel in Nadi

Der Sri Siva Subramaniya Tempel in der Stadt Nadi ist der größte Hindutempel südlich des Äquators, Fidschi - © Selfiy / Shutterstock
© Selfiy / Shutterstock

Der Sri Siva Subramaniya Tempel in Nadi ist der größte Hindutempel südlich des Äquators. Wer der Stadt an der Westküste von Viti Levu einen Besuch abstattet, kann den Sri Siva Subramaniya gar nicht verfehlen. Direkt am Südende der Hauptstraße, die durch Nadi führt, ist er nicht zu übersehen.

Die dreiteilige farbenprächtige Tempelanlage mit den bunt gemusterten pyramidenförmigen Türmchen wirkt wie aus einem Disney-Film entsprungen. Erbaut nach der traditionellen dravidischen Architektur indischer Tempel wirken die vielen Säulen, Fenster, Erker und Rundbögen wie ein Märchenschloss aus Tausendundeiner Nacht.

Die geschnitzten Götterstatuen wurden in Indien gefertigt und nach Fidschi gebracht, Größe und Gewicht einer jeden von ihnen haben eine bestimmte religiöse Bedeutung.Auch die Erbauer des Sri Siva Subramaniya selbst stammen aus Indien, die den Tempel in sein farbenprächtiges Kleid gehüllt haben.

Die Farbenpracht ist mit der Fassade nicht zu Ende. Auch im Inneren des Sri Siva Subramaniya sind spektakuläre Fresken und Malereien zu bewundern. Die meisten Darstellungen sind dem Hindu-Gott Shiva gewidmet, viele zeigen jedoch auch Szenen aus der Natur, nachdem der Sri Siva Subramaniya dem Regengott Murugan gewidmet ist. Neben Shiva haben noch die beiden Gottheiten Ganesha und Meenakshi ihre eigenen Bereiche der Huldigung.

Relaxen beim Sri Siva Subramaniya

Die friedliche Tempelanlage des Sri Siva Subramaniya liegt abseits der Hektik von Nadi vor dem spektakulären Panorama einer Gebirgskette. Hier kann man sich wunderbar der Ruhe und Entspannung widmen, vorausgesetzt man hat am selben Tag weder Alkohol noch Fleisch konsumiert. Dann darf das Tempelgelände nämlich nicht betreten werden. Der Sri Siva Subramaniya selbst darf nur von Hindus besucht werden. Doch der Tempel ist auch von außen schon wundervoll genug anzusehen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Immer wieder werden über das Jahr verteilt einzelne Veranstaltungen abgehalten, die Gläubige aus aller Welt anlocken.

Geschichte des Sri Siva Subramaniya

Der ursprüngliche Tempel wurde schon 1926 errichtet, nachdem der Hinduismus durch indische Gastarbeiter nach Fidschi gebracht wurde. Der Bau entstand durch den „Then India Sanmarga Ikya Sangam“.

1976 wurde seine 50-Jahr-Feier abgehalten. Dies war der Anlass für den Hauptpriester, die Aktivitäten im Tempel zu erhöhen – zusammen mit der Ankunft des Shivacharya Mahalinga Gurukkal, dessen Dienste mit Erlaubnis der Regierung des indischen Bundesstaates Tamil Nadu seit 1984 im Sri Siva Subramaniya Tempel in Anspruch genommen werden können. Durch die unbekannten und einzigartigen religiösen Veranstaltungen wurde eine Vielzahl an Gläubigen angelockt, die den neuen Zeremonien bei ihrer ersten Ausführung beiwohnen wollten.

Die Grundmauern für den neuen Tempel wurden auf Geheiß des indischen Botschafters in Fidschi bereits 1976 gelegt, nachdem klar wurde, dass für die Zukunft ein größerer Tempel benötigt werden würde. 1984 begann der Bau an dem farbenprächtigen Tempel, der 10 Jahre später, am 15. Juli 1994 feierlich eingeweiht wurde.

Heute stellt er ein weiteres Meisterwerk der kulturellen und architektonischen Vielfalt dar, für die Fidschi so bekannt ist.

Heilige Höhlen von Naihehe auf Viti Levu

Die Heiligen Höhlen von Naihehe galten für die Ureinwohner Fidschis nicht nur als spiritueller Ort, sondern auch als Versteck vor den einfallenden Eroberern - © Totajla / Shutterstock
© Totajla / Shutterstock

Die heiligen Höhlen von Naihehe liegen im malerischen Sigatoka-Tal ebenfalls an der Westküste von Viti Levu. Sie waren einst spiritueller Ort und später auch Wohnstätte der Sautabu, eines der letzten heidnischen Stämme Fidschis. Über Jahrhunderte wurden hier Vorfahren verehrt. Normalsterbliche und nicht Stammeszugehörige hatten zu den geheiligten Hallen keinen Zutritt. Wer es trotzdem ohne die Erlaubnis des Bete (Priesters) versuchte, blieb der Legende nach in der Höhle stecken.

Außerdem wurden in den Naihehe-Höhlen die Mahlzeiten zubereitet, der Stamm war dem Kannibalismus nämlich nicht abgeneigt. Vielleicht deshalb auch der Name der Höhle Naihehe: „Ein Ort, um verloren zu gehen….“

Heute sind die Naihehe-Höhlen vollkommen sicher und ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Sie zählen zu Fidschis wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den bedeutendsten historischen Stätten des Inselstaates.

Heiliger Ort und Festung Naihehe

Zur Zeit des Kolonialismus in Fidschi fungierten die Höhlen für die Sautabu nicht mehr nur als spiritueller Ort, sondern auch als Zuflucht vor den einfallenden Eroberern. Die Naihehe-Höhlen wirkten aufgrund ihres engen Eingangs wie eine natürlich Festung und konnten relativ lange erfolgreich gegen Eindringlinge verteidigt werden. Überreste der damaligen Besiedlung sind heute noch zu sehen.

Hauptattraktionen der heiligen Höhlen von Naihehe sind:

  • Die Priesterkammer, wo heute noch die Plattform und der Ofen zu sehen sind, mit Hilfe derer die grausamen Mahlzeiten des Stammes zubereitet wurden.
  • Die Kathedralenkammer war von wildem Wein bewachsen, über die die Sautabu zu zwei Öffnungen in der Decke gelangen und Verpflegung besorgen konnten. Die beiden Fluchtwege sind mittlerweile durch Erosion verschüttet und mit Pflanzen überwuchert.
  • Der Heilige Teich versorgte den Stamm mit Trinkwasser und Fischen.

Die Höhle blieb von den Kolonialmächten des Westens lange unentdeckt. Erst einem britischen Missionar, der die Heiden Fidschis zum Christentum bekehren wollte, gelang es, einigen Ureinwohnern zu folgen, die ihn zu ihrem Versteck in den Naihehe-Höhlen führten. Als der Häuptling Na Kalevu sich schließlich zum Christentum bekehren ließ, folgten auch bald alle anderen Stammesangehörigen, ob freiwillig oder unfreiwillig sei dahingestellt.

Auch heute haben die heiligen Höhlen von Naihehe nichts von ihrer einstigen Spiritualität verloren. Einige Bewohner Fidschis besuchen sie nach wie vor, um ihren Ahnen zu gedenken.

Neben den Relikten des kannibalischen Stammes sind die Naihehe-Höhlen durch ihre natürlichen spektakulären Felsformationen bekannt. Außerhalb der Naihehe-Höhlen sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen in einem einzigartig geformten Tal zu besichtigen. Die so genannte „Salad Bowl“ hat durch die umliegenden sanften grünen Hügel tatsächlich die Form einer Schüssel. An ihrem Grund werden allerlei Lebensmittel angebaut, die zum Großteil auf Märkten verkauft werden.

Bouma National Heritage Park auf Taveuni

Wasserfall Bouma National Heritage Parkam Ende des Lavena Coastal Walk, der für anspruchsvolle Wanderer zu empfehlen ist, Fidschi - © Daniel Tückmantel / Fotolia
© Daniel Tückmantel / Fotolia

Der Bouma National Heritage Park befindet sich auf der idyllischen Insel Taveuni im Nordosten der Inselgruppe Fidschi. Er wurde 1990 zum Schutz der tropischen Vögel und Pflanzen gegründet und umfasst eine Fläche von 150 Quadratkilometern, was etwa 80% der Gesamtfläche von Taveuni entspricht. Der Bouma Nationalpark besteht hauptsächlich aus Regen- und Küstenwäldern durchzogen von silbrig glänzenden Flussläufen und rauschenden Wasserfällen.

Sehenswürdigkeiten im Bouma National Heritage Park

Bester Ausgangspunkt für eine Erkundung des atemberaubenden tropischen Regenwaldes im Bouma Nationalpark ist das Tavoro Visitor Center. Hier wird ein geringes Eintrittsgeld eingehoben, von dem ein Anteil den 4 Dörfern zu Gute kommt, die durch den Nationalpark Teile ihrer Ländereien verloren haben. Jedes der Dörfer hat seine eigene Touristenattraktion zu bieten:

  • Waitabu verwaltet den Marine Park zum Schutz des Riffs vor Taveuni, der zu kurzen Schnorchelausflügen einlädt.
  • Von Vidawa aus erreicht man über einen abenteuerlichen Dschungelpfad eine alte Ruinenstätte auf einem Hügel.
  • Lavena bietet einen abwechslungsreichen Küstenpfad inkl. Kajakfahren und Wasserfall an.
  • Korovou ist der Startpunkt für den idyllischen Tavoro Waterfall Trail.

Im Bouma Nationalpark in Fidschi sollte man zumindest einen ganzen Tag verbringen. Der Besuch in dieser idyllischen Oase kann mit Leichtigkeit auch auf 2 oder mehr Tage ausgedehnt werden. Zu sehen gibt es genug und allein bei den Tavoro-Wasserfällen kann man mit entspannen, baden, wandern und picknicken einen ganzen Tag verbringen.

Auf den Wegen bietet es sich immer wieder an, kurz stehen zu bleiben und die atemberaubenden Ausblicke auf die Pazifikküste Taveunis und das Landesinnere zu genießen. In den üppig grünen Baumwipfel tummelt sich eine Vielzahl an farbenprächtigen Vögeln, die perfekte Fotomotive abgeben.

Tipp: Auch wenn die Pfade durch den heißen tropischen Regenwald führen, ist festes Schuhwerk unbedingt zu empfehlen, da vor allem die Wege um und zu den Wasserfällen oft rutschig sein können. Auch Insekten- und Sonnenschutz sowie genug zu trinken und ein Handtuch sollten im Gepäck nicht fehlen.

Tavoro Waterfall Trail

Der erste von drei Wasserfällen dieser idyllischen Strecke befindet sich nur 10 Gehminuten vom Besucherzentrum entfernt und kann über einen gut ausgetretenen Pfad erreicht werden. Er war auch unter dem Namen Bouma-Fall bekannt und ist der höchste Wasserfall auf ganz Fidschi. Er ist etwa 24 Meter hoch und bildet an ein seinem Fuß ein natürliches Schwimmbecken, dessen kühles Nass zur Abkühlung und einer kurzen Schnorcheltour einlädt. Übrigens auch der perfekte Platz für ein Picknick!

Nach jeweils etwa einer halben Stunde Gehzeit erreicht man den zweiten und dritten Wasserfall. Der Weg wird hier zunehmend steiler und rutschiger. Der dritte Wasserfall kommt so manchem vielleicht bekannt vor. Er fungierte als Drehort für den Kinofilm „Die blaue Lagune“.

Lavena Coastal Walk

Für etwas anspruchsvollere Wanderer ist der Lavena Coastal Walk zu empfehlen. Er beginnt etwa 15 Minuten vom Bouma Nationalpark entfernt und führt dann durch das Naturschutzgebiet. Die Wege werden als leicht bis mittel eingestuft, sind also nicht schwer zu begehen, sondern nur etwas länger als die Wasserfall-Runde.

Die reine Gehzeit beträgt etwa 3-4 Stunden, es lohnt sich aber, die Wanderung auf dem Lavena Coastal Walk auf einen ganzen Tag auszudehnen. Der Weg beginnt an der Küste entlang. Schon nach 100 Metern erreicht man einen wunderschönen Schwimm- und Picknickplatz. Durch wie hingeworfene Felsbrocken, die aus dem seichten türkisblauen Wasser ragen, wird die Attraktivität dieses Küstenplatzes noch gesteigert. Der Flusslauf des Wainisairi führt direkt in den größten Süßwassersee Fidschis.

Zahlen, Daten, Fakten von Fidschi

Flagge
Amtssprache Fidschi, Fidschi-Hindi, Englisch
Religion Christen (65%), Hindus (28%), Muslime (6%)
Fläche 18.333 km²
Einwohner 837.000
Bevölkerungsdichte 45,7 Einwohner pro km²
Hauptstadt Suva
Einwohnerzahl Hauptstadt 86.000
Währung Fidschi-Dollar, 1 Fidschi-Dollar = 100 Cent
Währungskürzel F$
Zeitzone UTC+12h, NZST – New Zealand Standard Time
Zeitzone Sommerzeit keine
Telefonvorwahl +679
Top-Level-Domain .fj
Netzspannung 240V
Internationaler Flughafen Nadi (NAN)
Offizielle Tourismusseite http://www.fijime.com/
Durchschnittsalter 27,6 Jahre
Lebenserwartung 71,9 Jahre
Kindersterblichkeit 10,5 Tode pro von 1.000 Geburten

 

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