Prislop-Pass, Rumänien

Ein malerisches Kloster bezeichnet auf dem Prislop-Pass in den Karpaten den höchsten Straßenpunkt zwischen Maramureș und Bukowina, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Ein malerisches Kloster bezeichnet auf dem Prislop-Pass in den Karpaten den höchsten Straßenpunkt zwischen Maramureș und Bukowina und bietet herrliche Ausblicke auf 1416 Metern Seehöhe.

Auf der rumänischen Nationalstraße DN18 gelangt man zwischen Sighetu Marmitiei und Suceava zum Prislop-Pass im Norden Rumäniens nahe der Grenze zur Ukraine. 1915 führte hier eine Eisenbahnverbindung von Iacobeni nach Borșa, die von russischen Kriegsgefangenen gebaut wurde. Teile von ihr gehören heute noch zum Schienennetz der Vaser-Tal-Bahn, die als letzte dampfbetriebene Waldbahn Europas bis an die ukrainische Grenze führt.

Von Südosten kommend windet sich die Nationalstraße über sanfte Hügel bis zur Passhöhe des „Pasul Prislop“ und verwöhnt den Reisenden mit herrlichen Ausblicken in die Bergwelt von Rumäniens Norden. Auf einer Höhe von 1.416 Metern gelegen ist der Prislop der höchste Pass der Ostkarpaten und trennt das südliche Maramureș- vom nördlichen Rodna-Gebirge.

Auf einer Höhe von 1.416 Metern gelegen ist der Prislop der höchste Pass der Ostkarpaten, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Tipp: Der Straßenabschnitt der DN18 zwischen den Ortschaften Moisei und Iacobeni ist in einem teilweise extrem schlechten Zustand, speziell zwischen dem Prislop-Pass und Iacobeni gibt es extreme Schlaglöcher von bis zu einem Meter Durchmesser und manchmal 30-40cm Tiefe. Wer hier nicht aufpasst, riskiert schnell einen Achsbruch. Zeitweise ist Fahren nur in Schrittgeschwindigkeit möglich.

Der Prislop-Pass ist jedoch nicht nur aufgrund der traumhaften Landschaft mitten in den rumänischen Karpaten sehenswert, sondern kann auch mit einigen weiteren Attraktionen aufwarten.

Prislop-Kloster

Gleich neben der Fahrbahn befindet sich auf 1.416 Metern Seehöhe das äußerst fotogene Prislop-Kloster, das der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht ist. Mit seiner schneeweißen Fassade und den kleinen Türmchen, die mit spitzen Dächern und verhältnismäßig großen Kreuzen gekrönt sind, wirkt das Kloster ein wenig wie ein kleines Märchenschloss. Das Kloster wurde erst im Jahr 1999 errichtet und wird – nicht immer im Einvernehmen – sowohl von der orthodoxen, als auch der griechisch-katholischen Kirche genutzt. Seit 2008 ist auch das angrenzende Restaurant in Betrieb. Ganz in der Nähe ruhen 136 Opfer der beiden Weltkriege auf einem Militärfriedhof.

Prislop-Denkmal

Bei der Zufahrtsstraße zum Prislop-Kloster thront ein ebenso schneeweißes Denkmal, welches an die letzte Invasion der Tartaren im Jahr 1717 erinnert.

Hora von Prislop

Jeden ersten Sonntag nach Maria Himmelfahrt findet am Prislop-Pass das Zwischenkreis-Volksfest „Hora de la Prislop“ statt. Das Festival wurde bereits 1738 erstmals urkundlich erwähnt, war jedoch ab 1848 verboten. Erst 1968 ließ es der Volkskundler und Geschichtsprofessor Nicoară Timiș wieder auferstehen.

Tipp: Im Winter kann der Prislop-Pass aufgrund von starken Schneefällen unpassierbar sein, da vor allem die Nordwestseite des Passes ziemlich steil ist.

Ausblick vom Prislop-Pass im Norden Rumäniens über die Wälder und Gipfel der Ostkarpaten - © FRASHO / franks-travelbox
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