Paris – Cimetière du Père Lachaise, Frankreich

Der Cimetière du Père Lachaise zählt aufgrund seiner zahlreichen Grabstätten prominenter Persönlichkeiten zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Paris, Frankreich - © Zvonimir Atletic / Shutterstock
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Als erster Friedhof der Welt wurde der Cimetière du Père Lachaise im Osten von Paris als Parkanlage konzipiert. Heute zählt der größte Friedhof der Stadt aufgrund seiner prominenten Grabstätten zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Paris.

Mit einer Fläche von 43 Hektar ist der Friedhof Cimetière du Père-Lachaise der größte Friedhof von Paris. Jährlich wird er von rund 2 Millionen Menschen besucht, darunter zahlreiche Anhänger berühmter Persönlichkeiten, die auf dem weithin bekannten Friedhof begraben liegen.

BILDER: Cimetière du Père Lachaise in Paris

 

Entstehung des Cimetière du Père-Lachaise

Seinen Namen hat der Friedhof von Pater François d’Aix, dem einstigen Beichtvater (Père La Chaise) von Ludwig XV. Er hatte sich in einem ehemaligen Gutshof der Jesuiten seinen Alterswohnsitz eingerichtet. Nach dem Attentat von Robert Damiens auf den französischen König wurden die Jesuiten des Landes verwiesen. Die Gebäude blieben leer und wurden schließlich von Napoleon gekauft.

Der Cimetière du Père Lachaise in Paris wurde Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt und wird jährlich von 2 Millionen Menschen besucht, Frankreich - © Kiev.Victor / Shutterstock
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Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ein Edikt erlassen, demzufolge Friedhöfe nicht mehr durch die Kirche, sondern von der Gemeinde verwaltet werden mussten. So entstanden die vier großen Friedhöfe von Paris: Passy im Zentrum, Montmartre im Norden, Montparnasse im Süden und Pére-Lachaise im Osten. Am 21. Mai 1804 fand auf letzterem das erste Begräbnis statt, an dem ein fünfjähriges Mädchen zu Grabe getragen wurde.

Besuch des Cimetière du Père-Lachaise

Der weitläufige Friedhof ist nicht nur eine besinnliche Stadt der Toten, sondern auch ein herrlicher Landschaftsgarten mit idyllischem Baumbestand, der innerhalb der rund 70.000 Gräber zum Flanieren und Entdecken einlädt. Neben Gräbern weltweit bekannter Musiker, Schauspieler und Politiker darf auch die Architektur der teils spektakulären Grabsteine und prächtigen Kapellen nicht übersehen werden.

Unter Gewölben aus Baumkronen tut sich dem Besucher am Friedhof Père-Lachaise in Paris ein wahrhaftes Labyrinth aus Gängen, Gassen und Wegen auf, Frankreich - © Maxal Tamor / Shutterstock
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Unter Gewölben aus Baumkronen tut sich dem Besucher ein wahrhaftes Labyrinth aus Gängen, Gassen und Wegen auf, das Legenden zufolge nicht immer nur der Andacht diente. Von schwarzen Messen, verbotenen Kulthandlungen und Vampirismus war hier bereits die Rede und tatsächlich kann man sich dem mystischen Zauber des Cimetière du Père-Lachaise kaum entziehen.

Grabstätte von Frédéric Chopin am Friedhof Père Lachaise in Paris, Frankreich - © Claudia Carlsen / Shutterstock
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Nach wie vor ist der Friedhof Wallfahrtsstätte für all die großen Namen, die unter den zahlreichen Kreuzen begraben liegen. Verehrer und Anhänger pilgern das ganze Jahr über an die Grabstätten ihrer Vorbilder und Idole. Zu den berühmtesten unter ihnen zählen die Gräber von Leinwand-Legende Edith Piaf, Komponist Frédéric Chopin, Homöopathie-Erfinder Samuel Hahnemann, den Schriftstellern Moulière und Oscar Wild oder von Rockstar Jim Morrison, einst Lead-Sänger der Band „The Doors“.

Während einige von ihnen überraschend unscheinbar ausgefallen sind, sind manche Grabstätten, wie jene des Malers Théodore Géricault oder des Komponisten Gilbert Becaud, mit aufwändigen Kunstwerken verziert.

Das Grab von Oscar Wilde auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris, Frankreich, ist mit Kussmündern übersät - © Jaime Pharr / Shutterstock
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Zu den berühmtesten Grabstätten gehört außerdem das Grab von Oscar Wilde, welches von zahlreichen Verehrern und Verehrerinnen mit unzähligen Kussmündern und Graffiti-Herzen versehen wurde. Seit der Renovierung 2011 gilt allerdings ein absolutes Kussverbot!

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Cimetière du Père Lachaise (englisch)