Canal du Midi in Toulouse, Frankreich

Der Canal du Midi im Süden Frankreichs ist sowohl für Bootsfahrten als auch Wanderungen ein attraktives Urlaubsziel - © Rrrainbow / Shutterstock
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Der Canal du Midi zwischen Atlantik und Mittelmeer führt durch zahlreiche sehenswerte Städte im Süden Frankreichs und ist sowohl für Bootsfahrten als auch Wanderungen ein attraktives Urlaubsziel.

Der Canal du Midi im Süden von Frankreich („Kanal des Südens“) verbindet auf rund 240 Kilometern unter anderem auch die Stadt Toulouse mit dem Mittelmeer. Auf seinem Weg in die Stadt Sète an der Küste überquert der Kanal die Pyrenäen und das französische Zentralmassiv. Als bedeutender historischer Transportweg und architektonische Meisterleistung, die sich harmonisch in die Natur einfügt, wurde der Canal du Midi 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

BILDER: Canal du Midi in Toulouse

 

Bau des Canal du Midi

Die Verbindung zwischen Atlantik und Mittelmeer war im 17. Jahrhundert ein monumentales Vorhaben, mit dem sein Baumeister Pierre-Paul Riquet in die Geschichte einging. 1666 konnte er den Sonnenkönig Ludwig XIV. vom Nutzen einer Alternative zum mühseligen Landweg ans Mittelmeer überzeugen und das gigantische Projekt wurde offiziell in Auftrag gegeben. Von rund 12.000 Arbeiten wurde der Bau des Canal du Midi mit 328 Schleusen, Brücken, Tunneln und Aquädukten 1681 abgeschlossen.

Der Canal du Midi ist eine technische Meisterleistung und fügt sich absolut harmonisch in die umliegende Landschaft ein, Frankreich - © Rrrainbow / Shutterstock
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Der Kanal des Südens ist nicht nur technisch-architektonisch eine unglaubliche Meisterleistung, sondern fügt sich auch absolut harmonisch in die umliegende Landschaft ein. Aufgrund seiner Ästhetik und der Idylle, die er verströmt, zählt der Canal du Midi heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

Aufgrund seiner Ästhetik, hier der Port Sauveur in Toulouse, zählt der Canal du Midi zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs - © Yuryev Pavel / Shutterstock
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Unterwegs auf dem Canal du Midi

Die malerische Wasserstraße im Süden von Frankreich ist von März bis November geöffnet und wird heutzutage kaum mehr wirtschaftlich genutzt. Der Canal du Midi wird fast ausschließlich von Touristen befahren, die es genießen, ihre Reisegeschwindigkeit selbst zu bestimmen. Nahezu entlang der gesamten Strecken können Hausboote gemietet werden, für deren Lenkung eine kurze Einschulung des Bootsvermieters reicht. Wer allerdings mit seinem eigenen Boot auf dem Canal du Midi unterwegs ist, muss ein Binnenschifffahrts-Patent vorweisen können. Inhaber einer Fischereikarte dürfen im Kanal auch angeln. Schwimmen ist aufgrund der starken Mikrobenbelastung nicht zu empfehlen.

Unterwegs neben dem Canal du Midi

Der idyllische Kanal ist allerdings nicht nur idyllische Bootsfahrten interessant. Ein Großteil des Kanals wird von ebenso malerischen Rad- und Wanderwegen gesäumt. Entlang der so genannten Treidelpfade wachsen zur Befestigung der Ufer rund 42.000 Platanen, die im Sommer herrliche Kühle spenden und dem Canal du Midi ein unverwechselbares Flair verleihen.

42.000 Platanen am Ufer verleihen dem Canal du Midi in Toulouse ein unverwechselbares Flair, Frankreich - © Yuryev Pavel / Shutterstock
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Attraktive Ziele am Canal du Midi

Neben Toulouse und Sète am Mittelmeer bringt der Canal du Midi Touristen auch in die hübsche mittelalterliche Stadt Bram mit ihrer eindrucksvollen Kirche, in die Weinstadt Trèbes, nach Capestang mit seinem imposanten Schloss, über die berühmte Schleusen von Béziers und Agde und ins herrliche Carcassonne. Letzteres zählt mit seiner mittelalterlichen Festung Cité de Carcassonne zum Weltkulturerbe der UNESCO und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.