Panoramastraße Transfăgărășan (Transfogarascher Hochstraße), Rumänien

Die Transfogarascher Hochstraße verbindet in Rumänien Siebenbürgen mit der Walachei und gilt als spektakulärste Panoramastraße des Landes - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Als spektakulärste Panoramastraße Rumäniens passiert die Transfogarascher Hochstraße, oder Transfăgărășan, auf ihrem Weg durch herrliche Gebirgslandschaften einen Stausee und andere sehenswerte Wegmarken.

Die Transfogarascher Hochstraße verbindet in Rumänien Siebenbürgen mit der Walachei und gilt als spektakulärste Panoramastraße des Landes. Die auch als Transfăgărășan bekannte Straße durchquert zwischen den Städten Făgăraș und Sibiu die herrliche Landschaft des Făgăraș-Gebirges und ist vor allem bei Motorradfahrern äußerst beliebt.

BILDER: Panoramastraße Transfăgărășan

Unterwegs auf der Transfăgărășan

Die Transfogarascher Hochstraße ist 151km lang und startet bei Bascov in der Walachei. Der landschaftlich interessanteste Teil beginnt jedoch erst nach rund 60km etwa auf Höhe von Arefu. Den Start der steilsten Strecke der Transfăgărășan markiert der Vidraru-Stausee mit seinem Wasserkraftwerk kurz nach Arefu. Von der 166m hohen, 307m langen und 6m breiten Staumauer werden Bungee-Sprünge angeboten und auf dem Stausee tummeln sich Ausflugsboote und Fischer.

Etwa 200m oberhalb der Straße liegt die Burg Poenari, die im 13. Jahrhundert vom Herrscher der Walachei errichtet wurde. Die Ruine kann über mehrere Treppen erklommen werden und bietet einen unvergesslichen Rundblick über die Karpaten.

Ab dem Vidraru-See schlängelt sich die mittlerweile komplett asphaltierte Transfăgărășan in langgezogenen Kurven durch die Transsilvanischen Alpen, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Ab dem Vidraru-See schlängelt sich die mittlerweile komplett asphaltierte Höhenstraße in langgezogenen Kurven durch die Transsilvanischen Alpen bis zum Bâlea-Pass auf einer Höhe von 2042 Metern.

Tipp: Der Urdele-Pass auf der Panoramastraße Transalpina (DN67C) liegt noch 100m höher als die Transfogarascher Hochstraße, ist jedoch weniger bekannt und daher auch weniger befahren.

Am Bâlea-Pass befindet sich mit dem 887m langen Bâlea-Tunnel unter dem Berg Paltinu auch der höchste und längste Tunnel Rumäniens.

An der Transfăgărășan liegt mit dem 887m langen Bâlea-Tunnel unter dem Berg Paltinu der höchste und längste Tunnel Rumäniens - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Ebenfalls Bâlea heißt das Naturschutzgebiet, welches bis hinunter nach Transsilvanien reicht und auch den Bâlea-See und den Bâlea-Wasserfall beherbergt. Vom Wasserfall führt auch eine Gondelbahn nach oben, über die ein jährlich neu errichtetes Eishotel zu erreichen ist.

Auf rund 1600 Metern Höhe liegt an einem markanten Felsen das „Tor der Begegnung“, an dem im Jahr 1974 die beiden Streckenbau-Mannschaften aus Nord und Süd aufeinandertrafen. Am 20. September wurde die Straße offiziell eröffnet.

Am spektakulären „Tor der Begegnung“ an der Transfăgărășan in Rumänien trafen einst die Streckenbau-Mannschaften aus Nord- und Süd aufeinander - © Mercy CC BY-SA3.0/Wiki
© Mercy CC BY-SA3.0/Wiki

Tipp: Wer die Transfăgărășan mit dem Fahrrad bezwingen möchte, sollte sich zuvor mit ausreichend Mückenschutzmittel ausstatten.

Einige Kilometer weiter ist beim „Tor der Pioniere“ eine weitere Gedenktafel zu finden, die an die angeblich rund 400 Todesopfer erinnert, die der vierjährige Bau der Hochstraße gefordert haben soll. Vier Kilometer nach dem Denkmal mündet die Transfăgărășan in die DN1 zwischen Sibiu und Brașov, nachdem sie rund 830 Brücken und knapp 30 Viadukte überquerte.

Aufgrund des unberechenbaren Wetters ist die Transfogarascher Hochstraße nur von 1. Juli bis 31. Oktober geöffnet.

Anzeige

Ihnen gefällt was Sie hier lesen?

Gleich zum Newletter anmelden.         Jetzt anmelden   >  


 

Anzeige