Nationalpark Piatra Craiului, Rumänien

Der Nationalpark Piatra Craiului im zentralen Rumänien beherbergt einen der mächtigsten Gebirgskämme Europas und kann auf über 30 Wanderwegen erforscht werden - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Nationalpark Piatra Craiului im zentralen Rumänien beherbergt einen der mächtigsten Gebirgskämme Europas. Mit spektakulären Kalksteinformationen, einer vielfältigen Pflanzenwelt und seinen Bären, Wölfen und Luchsen zählt er zu den schönsten Naturregionen der Karpaten und kann auf einem dichten Netz aus Wanderwegen erforscht werden.

Der Nationalpark Piatra Craiului umfasst den gleichnamigen Gebirgszug im zentralen Rumänien, der mit einer Länge von 25 Kilometern den zweitgrößten Kalksteinkamm Europas darstellt. Das auch Königsteingebirge genannte Massiv liegt im Südwesten von Transsilvanien rund 200km nördlich von Bukarest zwischen den Städten Brasov und Arges und zählt zu den schönsten Naturregionen der Karpaten.

 Die endemische „Dianthus Callizonus“ mit ihren wunderschönen lilafarbenen Blüten ist das Symbol des Nationalparks Piatra Craiului in Rumänien - © Ghislain118 CC BY-SA3.0/W
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Die außergewöhnliche Landschaft ließ zwischen den imposanten Gebirgsformationen eine ebenso außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt entstehen, die hervorragend mit ihrem steil abfallenden Lebensraum zurechtkommt. Wer genau hinsieht entdeckt unter den knapp 1200 Pflanzenarten des Nationalparks, die übrigens ein Drittel aller in Rumänien heimischer Pflanzen repräsentieren, auch das Symbol des Parks: die endemische „Dianthus Callizonus“ mit ihren wunderschönen lilafarbenen Blüten. Zu den größten bedrohten Bewohnern des Kamms zählen Braunbären, Wölfe, Luchse, Uhus und Auerhähne.

In den dichten Wäldern des Nationalparks Piatra Craiului im zentralen Rumänien leben stark gefährdete Tierarten, wie Braunbären, Wölfe oder Luchse - © FRASHO / franks-travelbox
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Aufgrund der vielfältigen Flora und Fauna des Piatra Craiului-Gebirges (wörtlich: „Prinzenstein“-Gebirge), das auch von einer Vielzahl an gefährdeten Arten bewohnt wird, steht die Region auf einer Fläche von knapp 150 Quadratkilometern seit 1990 unter Naturschutz. Die Verwaltung des Nationalparks hat ihren Sitz in Zărnești, wo seit 2007 auch ein Besucherzentrum eingerichtet ist.

Aktivitäten im Nationalpark Piatra Craiului

Die Sehenswürdigkeiten des Nationalparks und seine atemberaubenden Panoramen können auf insgesamt 32 Wanderwegen erforscht werden. Darüber hinaus werden von der Nationalparkverwaltung geführte Wanderungen, Klettertouren und Ausflüge zur Bärenbeobachtung angeboten.

Tipp: Der Zugang zum Park sowie der Start von Wanderungen können über Zărnești, Moeciu, Dâmbovicioara oder Bran erfolgen. Bei letzterem hat man auch gleich die Gelegenheit, das berühmte Dracula-Schloss in Bran zu besichtigen!

Mit mehreren Pensionen, Schutzhütten für Verpflegung und markierten Touren ist der Nationalpark touristisch gut erschlossen. Ideale Ausgangspunkte für diverse Aktivitäten wie Wandern, Klettern oder Reiten sind auch die Ortschaften Măgura, Peştera, Ciocanu und Şirnea. Touren durch den Nationalpark sind in allen Schwierigkeitsstufen vorhanden und können auf mehrere Tage ausgeweitet werden. Eine einfache und besonders spektakuläre Tour führt durch die spektakuläre Klamm Prăpastia Zărneștiului, deren Wände bis zu 200 Meter senkrecht in den Himmel ragen.

Die Wände der spektakulären Klamm Prăpastia Zărneștiului im Nationalpark Piatra Craiului ragen bis zu 200 Meter senkrecht in den Himmel, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Besteigung des La Om

Der La Om (auch Piscul Baciului) ist mit 2.238 Metern Höhe der höchste Berg im Nationalpark Piatra Craiului. Auf dem Wanderpfad „Lanturi“ kann er bestiegen werden, allerdings ist hier gute Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit Voraussetzung! Im Winter sind die meisten Wanderwege gesperrt, die auf den La Om und die höheren Passagen des Kamms führen.

Sehenswertes im Nationalpark Piatra Craiului

Die Kalksteinbögen von La Zaplaz zählen zu den bekanntesten und spektakulärsten Felsformationen im Nationalpark Piatra Craiului, Rumänien - © Amorphisman CC BY-SA3.0/W
© Amorphisman CC BY-SA3.0/W

Der gesamte Nationalpark beeindruckt mit seiner spektakulären Landschaft aus unberührten Wäldern und schroffem Kalkstein, in den Wind und Wasser über die Jahrmillionen Höhlen, Steilwände, Zacken und Bögen gefräst haben.

Zu den bekanntesten und spektakulärsten Felsformationen zählen die Orga Mare (Große Orgel), die Turnurile Dianei (Türme der Diana) und die Kalksteinbögen von La Zaplaz.

Über 700 Höhlen sind mittlerweile verzeichnet, von denen die imposante Dâmbovicioara-Höhle die meisten Besucher anlockt.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Nationalparks Piatra Craiului (englisch)