Festung Rupea (Reps), Rumänien

Die malerische Burgruine von Rupea zwischen Brasov und Sighisoara zählte einst zu den stärksten Festungen Siebenbürgens - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die weithin sichtbare Festung von Rupea im Südosten von Transsilvanien ist ein prachtvolles Beispiel für historische Militärarchitektur und gilt als imposantes Wahrzeichen der Stadt Reps.

Die malerische Burgruine von Rupea liegt im Zentrum Rumäniens auf etwa halbem Weg zwischen Brasov und Sighisoara und zählte einst zu den stärksten Festungen Siebenbürgens. Eindrucksvolle Mauerreste zeugen bis heute von der Stärke des einst mächtigen Bollwerks.

BILDER: Festung Rupea

 

Rupea, zu deutsch Reps und aus dem lateinischen „Rupes“ für „Stein“, wurde als eine der ersten Siedlungen in der Region im 12. Jahrhundert von den so genannten Siebenbürger Sachsen gegründet. Aufgrund ihrer strategischen Lage an einer der wichtigsten Handels- und Verkehrswege zwischen dem Burzenland um Brasov und dem Norden Siebenbürgens musste die Stadt gut befestigt werden und es entstand die eindrucksvolle Repser Burg.

Aufgrund ihrer strategischen Lage musste die Stadt Rupea gut befestigt werden und es entstand die eindrucksvolle Repser Burg, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Das weitläufige Gemäuer thront weithin sichtbar auf dem 121m hohen Cohalm („Basalt“)-Hügel und ist daher auch als Kohalmer-Burg bekannt. 1324 wurde das „Castrum Kuholm“ erstmals urkundlich erwähnt und fungierte einst als Sitz des Königsrichters von Reps sowie der Verwaltung der historischen Region Königsboden.

Besuch der Burg von Rupea

Die ausgebaute Infrastruktur zeigt bereits an, dass die Burg von Rupea eine bedeutende Touristendestination ist. Eine hervorragend gepflegte zweispurige und sogar beleuchtete Straße führt von der Bundesstraße E15 zwischen Brasov und Sighisoara direkt zur Burg. Dort werden die Gäste von zwei großen Parkplätzen empfangen, die direkt beim Eingang bzw. 150 Meter unterhalb liegen.

Tipp: Der zweite Parkplatz direkt beim Eingang ist beim ersten Parkplatz nicht angeschrieben und wird deshalb von vielen Besuchern erst gar nicht angefahren.

Die Repser Burg wurde mit Hilfe von Fördergeldern der EU bis 2013 renoviert. Vielleicht ist das der Grund, warum das mächtige Gemäuer einen etwas sterilen Eindruck hinterlässt. Dennoch hinterlässt ein Spaziergang durch die jahrhundertealten Mauern einen bleibenden Eindruck.

Ein Spaziergang durch die jahrhundertealten Mauern der Festung von Rupea in Rumänien hinterlässt einen bleibenden Eindruck - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Bemerkenswert sind vor allem die Schneckenform der Festung, sowie der fünfeckige Turm und der herrliche Rundumblick auf Rupea und seine Umgebung. Auch einige Innenräume der Burg können besichtigt werden und lassen das Leben vor hunderten von Jahren nachvollziehen.

Geschichte der Festung von Rupea

Die innersten Mauern der Festung entstanden angeblich sogar noch vor der Zeit der Siebenbürger Sachsen und sind damit knappe 1000 Jahre alt. Die Mauergürtel der vier Burghöfe in der unteren und oberen Burg stammen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert und boten in Belagerungszeiten auch der Bevölkerung aus den umliegenden Dörfern Schutz. Die einzelnen Innenhöfe sind durch ein System aus Toren und Treppen verbunden und wurden einst von 4-5m hohen zinnenbewährten Mauern und insgesamt 10 Wehrtürmen bewacht. Diese sind heute alle ihres Pultdachs beraubt und überragen die Mauern kaum noch. Damals dienten sie außerdem als Gefängnis, Archiv oder Wohnraum.

Nach Zerstörungen der Festung von Rupea wurde sie von den Bürgern und Bauern der Region stets wieder aufgebaut, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Nach Zerstörungen der Festung wurde sie von den Bürgern und Bauern der Region stets wieder aufgebaut. 1688 wurde Rupea von den Österreichern eingenommen, die um 1718 bedeutende Reparaturen und Umbauten an dem Bollwerk vornahmen.

Endgültig vernichtet wurde die Repser Burg von einem Orkan im Jahr 1790, dem sie auch der Verlust des gesamten Dachs zu verdanken hat. Ende des 18. Jahrhunderts sah man sich nach dem Rückzug der Türken nicht mehr gezwungen, die Festung wiederherzustellen und ließ sie nach und nach verfallen. 1954 wurde mit groß angelegten Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten begonnen.